Presseerklärung des BdV – Bund der Vertriebenen
Diskussion um einen Rüstungsstandort in Nordhausen
Mittwoch, 23. Juli 2025, 09:06 Uhr
Im Namen des Bundes der Vertriebenen äußert sich deren Landes- und Kreisvorsitzender Egon Primas zur anhaltenden Diskussion um einen möglichen Rüstungsstandort im brachliegenden Industriegebiet in der Goldenen Aue...
In der aktuellen Debatte über einen möglichen Rüstungsstandort wird Nordhausen zu einem Sinnbild für die Ambivalenz deutscher Geschichte: Jeder Nordhäuser weiß, dass hier im Zweiten Weltkrieg unter unmenschlichen Bedingungen Rüstungsgüter produziert wurden, dass die Nazi- Diktatur hier Tausende Zwangsarbeiter unter grausamsten Umständen leiden und sterben ließ und dass in Mittelbau-Dora nach dem Krieg deutsche Flüchtlinge und Vertriebene eingepfercht wurden. Wer heute über das Thema Rüstung in Nordhausen spricht, darf diese Vergangenheit selbstverständlich nicht ausblenden.
Aber man darf sie auch nicht zum Argument für politische Untätigkeit machen. Aus unserer Geschichte erwächst eine große Verantwortung für unser Land. Dazu gehört auch die Verantwortung, heute Freiheit, Frieden und Demokratie wirksam zu schützen, indem unser Land wieder verteidigungsfähig wird. Das ist kein Widerspruch, sondern eine Lehre.
Unser Land muss sich verteidigen können, um sich nicht verteidigen zu müssen. Die internationalen Kriege und Krisen zeigen: Wehrlos zu sein würde bedeuten, Angriffsfläche zu bieten für all jene, die unsere Ordnung zerstören wollen. Mit der Ansiedlung von Rüstungsindustrie investiert man in diese Wehrhaftigkeit, die dann dazu beiträgt, dass sich die Geschichte auch in Nordhausen eben nicht wiederholt.
Als Bund der Vertriebenen, der die Folgen von Krieg und Gewalt aus eigener Erfahrung kennt, unterstützen wir deshalb die Pläne zur Ansiedlung von Rüstungsindustrie in Nordhausen – mit dem nötigen Respekt vor der Geschichte, aber auch mit Blick auf die sicherheitspolitische Realität von heute.
Egon Primas
Autor: redIn der aktuellen Debatte über einen möglichen Rüstungsstandort wird Nordhausen zu einem Sinnbild für die Ambivalenz deutscher Geschichte: Jeder Nordhäuser weiß, dass hier im Zweiten Weltkrieg unter unmenschlichen Bedingungen Rüstungsgüter produziert wurden, dass die Nazi- Diktatur hier Tausende Zwangsarbeiter unter grausamsten Umständen leiden und sterben ließ und dass in Mittelbau-Dora nach dem Krieg deutsche Flüchtlinge und Vertriebene eingepfercht wurden. Wer heute über das Thema Rüstung in Nordhausen spricht, darf diese Vergangenheit selbstverständlich nicht ausblenden.
Aber man darf sie auch nicht zum Argument für politische Untätigkeit machen. Aus unserer Geschichte erwächst eine große Verantwortung für unser Land. Dazu gehört auch die Verantwortung, heute Freiheit, Frieden und Demokratie wirksam zu schützen, indem unser Land wieder verteidigungsfähig wird. Das ist kein Widerspruch, sondern eine Lehre.
Unser Land muss sich verteidigen können, um sich nicht verteidigen zu müssen. Die internationalen Kriege und Krisen zeigen: Wehrlos zu sein würde bedeuten, Angriffsfläche zu bieten für all jene, die unsere Ordnung zerstören wollen. Mit der Ansiedlung von Rüstungsindustrie investiert man in diese Wehrhaftigkeit, die dann dazu beiträgt, dass sich die Geschichte auch in Nordhausen eben nicht wiederholt.
Als Bund der Vertriebenen, der die Folgen von Krieg und Gewalt aus eigener Erfahrung kennt, unterstützen wir deshalb die Pläne zur Ansiedlung von Rüstungsindustrie in Nordhausen – mit dem nötigen Respekt vor der Geschichte, aber auch mit Blick auf die sicherheitspolitische Realität von heute.
Egon Primas
