NUV analysiert schlechte Platzierung
Landkreis Nordhausen auf Platz 396 von 400
Montag, 14. Juli 2025, 12:32 Uhr
Wir haben die Ergebnisse des Zukunftsatlas der Prognos AG erhalten und sie im Vorstand analysiert”, teilte Niels Neu, der Vorstandsvorsitzende des Nordthüringer Unternehmerverbandes (NUV) mit. Der Prognos Zukunftsatlas ermittelt die Zukunftschancen und -risiken aller 400 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland...
Seit 2004 wird alle drei Jahre die Zukunftsfestigkeit anhand ausgewählter vergleichbarer Indikatoren bewertet und in einem Ranking dargestellt. Erfreut sei man einzig und allein über die begonnene und öffentlich geführte Diskussion, die allerdings an den kommunalen Spitzen bislang scheinbar vorbeigegangen sei.
Aus Sicht der Wirtschaft sei es aber gerade Aufgabe der öffentlichen Verwaltung und der Politik, auch die der kommunalen Ebene, die Rahmenbedingungen für eine wirtschaftliche Entwicklung der Region zu schaffen und ständig auszubauen. Enttäuschend ist aus Sicht des NUV-Vorstandes, dass die Existenz einer Hochschule in Nordhausen überhaupt keine Auswirkungen auf die Wirtschaftskraft der Region habe, obwohl ein Hochschulstandort oder andere Forschungseinrichtungen laut Prognos starken Einfluss auf ein positives Ranking haben sollten.
Nach der aktuellen Auswertung belegt der Landkreis Nordhausen den Platz 396 und erreicht somit den letzten Platz alle drei Nordthüringer Landkreise. Für den NUV-Vorstand ist die Zeit der Wohlfühlmeldungen nun endgültig vorbei. Erwartet werde eine Fehleranalyse in den entsprechenden Gremien der kommunalen Verwaltung und Politik. Zum Beispiel im Nordhäuser Rathaus und im Stadtrat. Der Status eines Oberzentrums Nordhausen scheine für den gesamten Landkreis nicht wie ein Motor zu wirken, sondern hänge wie eine Bleikugel am Bein des Landkreises”. Noch ärgerlicher ist aus Sicht des NUV die Tatsache, dass sich am Gesamteindruck, die die Rathauspolitik vermittelt, in den zurückliegenden Jahren nichts geändert habe. Hier fordern wir endlich personelle Konsequenzen im Stadtentwicklungsamt, das auch schon mal den Titel Amt für Zukunftsfragen trug. Seit der Wende sind in diesem Amt die gleichen Personen verantwortlich und aus unserer Sicht sollten hier Veränderungen erfolgen, um neue Impulse zu generieren. Verantwortlich hierfür sind der Oberbürgermeister und die Bürgermeisterin gleichermaßen”, bringt es Neu auf den Punkt. Hier sei aber auch der Stadtrat gefragt, der neue und vor allem machbare Konzepte von der Verwaltung einfordern muss und sich nicht jährlich mit teuren Entwicklungskonzepten, die nachweislich nicht erfolgreich gewirkt haben, beschäftigen lässt.
Nach den Ergebnissen des Zukunftsatlas sei kein Spielraum mehr für politische Schönredereien vorhanden. Die bisherigen Versuche, das Fachkräfteproblem auch nur annähernd in den Griff zu bekommen, seien gescheitert. Was unsere Region braucht, das sind laut Prognos hochqualifizierte Fachkräfte und keine Einwanderung in die sozialen Systeme ohne Gegenleistung. Wir sollten uns in unseren Bemühungen auf jene Länder konzentrieren, die einen annähernd gleichen Kulturkreis und annähernd gleiche Vorstellungen von geregelter Arbeit an sich besitzen und mit uns auch teilen”, so der NUV-Vorstand. Denn bspw. die Syrer-Klasse im Autohaus Peter oder die Marokkaner im Hotel Fürstenhof haben der Wirtschaft Kraft gekostet, aber im Ergebnis nicht den gewünschten Erfolg gebracht.
Niels Neu sieht aber auch selbstkritisch den Wirtschaftsverband in der Pflicht. Die Zeit des diplomatischen Umgangs mit der Politik, die ist vorbei. Da werde zum Beispiel die Wiedereröffnung einer öffentlichen Toilette wie eine Unternehmensansiedlung gefeiert und quasi nebenan haben 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Traditionsunternehmens vergangene Woche ihre Kündigung erhalten. Ein Lösungsansatz, nach Prognos der von der Politik aufzugreifen sei, wäre die Vernetzung mit anderen Städten zu einer Metropolregion und weiter verstärkte Bemühungen um eine Großansiedlung in der Goldenen Aue. In diesen Bemühungen sei der Nordthüringer Unternehmerverband in den zurückliegenden Jahren vor allem von der lokalen Politik, aber auch von der Landespolitik allein gelassen worden.
Autor: redSeit 2004 wird alle drei Jahre die Zukunftsfestigkeit anhand ausgewählter vergleichbarer Indikatoren bewertet und in einem Ranking dargestellt. Erfreut sei man einzig und allein über die begonnene und öffentlich geführte Diskussion, die allerdings an den kommunalen Spitzen bislang scheinbar vorbeigegangen sei.
Aus Sicht der Wirtschaft sei es aber gerade Aufgabe der öffentlichen Verwaltung und der Politik, auch die der kommunalen Ebene, die Rahmenbedingungen für eine wirtschaftliche Entwicklung der Region zu schaffen und ständig auszubauen. Enttäuschend ist aus Sicht des NUV-Vorstandes, dass die Existenz einer Hochschule in Nordhausen überhaupt keine Auswirkungen auf die Wirtschaftskraft der Region habe, obwohl ein Hochschulstandort oder andere Forschungseinrichtungen laut Prognos starken Einfluss auf ein positives Ranking haben sollten.
Nach der aktuellen Auswertung belegt der Landkreis Nordhausen den Platz 396 und erreicht somit den letzten Platz alle drei Nordthüringer Landkreise. Für den NUV-Vorstand ist die Zeit der Wohlfühlmeldungen nun endgültig vorbei. Erwartet werde eine Fehleranalyse in den entsprechenden Gremien der kommunalen Verwaltung und Politik. Zum Beispiel im Nordhäuser Rathaus und im Stadtrat. Der Status eines Oberzentrums Nordhausen scheine für den gesamten Landkreis nicht wie ein Motor zu wirken, sondern hänge wie eine Bleikugel am Bein des Landkreises”. Noch ärgerlicher ist aus Sicht des NUV die Tatsache, dass sich am Gesamteindruck, die die Rathauspolitik vermittelt, in den zurückliegenden Jahren nichts geändert habe. Hier fordern wir endlich personelle Konsequenzen im Stadtentwicklungsamt, das auch schon mal den Titel Amt für Zukunftsfragen trug. Seit der Wende sind in diesem Amt die gleichen Personen verantwortlich und aus unserer Sicht sollten hier Veränderungen erfolgen, um neue Impulse zu generieren. Verantwortlich hierfür sind der Oberbürgermeister und die Bürgermeisterin gleichermaßen”, bringt es Neu auf den Punkt. Hier sei aber auch der Stadtrat gefragt, der neue und vor allem machbare Konzepte von der Verwaltung einfordern muss und sich nicht jährlich mit teuren Entwicklungskonzepten, die nachweislich nicht erfolgreich gewirkt haben, beschäftigen lässt.
Nach den Ergebnissen des Zukunftsatlas sei kein Spielraum mehr für politische Schönredereien vorhanden. Die bisherigen Versuche, das Fachkräfteproblem auch nur annähernd in den Griff zu bekommen, seien gescheitert. Was unsere Region braucht, das sind laut Prognos hochqualifizierte Fachkräfte und keine Einwanderung in die sozialen Systeme ohne Gegenleistung. Wir sollten uns in unseren Bemühungen auf jene Länder konzentrieren, die einen annähernd gleichen Kulturkreis und annähernd gleiche Vorstellungen von geregelter Arbeit an sich besitzen und mit uns auch teilen”, so der NUV-Vorstand. Denn bspw. die Syrer-Klasse im Autohaus Peter oder die Marokkaner im Hotel Fürstenhof haben der Wirtschaft Kraft gekostet, aber im Ergebnis nicht den gewünschten Erfolg gebracht.
Niels Neu sieht aber auch selbstkritisch den Wirtschaftsverband in der Pflicht. Die Zeit des diplomatischen Umgangs mit der Politik, die ist vorbei. Da werde zum Beispiel die Wiedereröffnung einer öffentlichen Toilette wie eine Unternehmensansiedlung gefeiert und quasi nebenan haben 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Traditionsunternehmens vergangene Woche ihre Kündigung erhalten. Ein Lösungsansatz, nach Prognos der von der Politik aufzugreifen sei, wäre die Vernetzung mit anderen Städten zu einer Metropolregion und weiter verstärkte Bemühungen um eine Großansiedlung in der Goldenen Aue. In diesen Bemühungen sei der Nordthüringer Unternehmerverband in den zurückliegenden Jahren vor allem von der lokalen Politik, aber auch von der Landespolitik allein gelassen worden.
