Unerbetene Werbeanrufe stoppen
Montag, 11. Dezember 2006, 07:12 Uhr
Nordhausen (nnz). Obwohl unerwünschte Werbeanrufe seit 2004 verboten sind, verzeichnen Verbraucherzentralen noch immer Tausende von Beschwerden. Dem soll nun ein Riegel vorgeschoben werden.
Zwar sei das als "cold calling" bezeichnete Vorgehen seit 2004 verboten, viele Firmen würden trotzdem auf diese Form der Werbung setzen. Für die Bundesregierung könne es nicht akzeptabel sein, "dass da ein Gesetz existiert, an das sich keiner hält", argumentiert denn auch der Geschäftsführer des Verbraucherzentrale-Bundesverbands (VzBV), Patrick von Braunmühl. Der Verband werde nach wie vor mit Beschwerden überhäuft.
Nach einer nicht repräsentativen Online-Umfrage der Verbraucherzentralen fühlen sich 95 Prozent von solchen Anrufen belästigt. Auch seriöse Unternehmen wie die Deutsche Telekom AG bedienen sich solcher Praktiken: Im letzten Jahr fällte das Oberlandesgericht Köln ein Urteil, wonach die Telekom ihre Kunden nicht ungefragt anrufen und ihnen einen anderen Tarif aufschwatzen darf.
Nun denkt die Bundesregierung über ein härteres Vorgehen gegen unerbetene Werbeanrufe nach. Insbesondere müssten sie künftig mit einem Bußgeld belegt werden können, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium, Peter Paziorek (CDU), dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). Außerdem sollten Telemarketing-Unternehmen nicht mehr mit Rufnummernunterdrückung arbeiten dürfen. Dann könnte sich der Angerufene die Nummer notieren und leichter gerichtlich gegen die Firmen vorgehen.
Die Prüfung, welche Maßnahmen man ergreifen wolle, sei allerdings noch nicht abgeschlossen, räumte der Staatssekretär ein. "Das Problem ist offenkundig", betonte er jedoch. Wenn die Wirtschaft mit dem Problem nicht selbst fertig werde - "und die Zweifel daran sind im Augenblick groß" - dann müsse die Regierung tätig werden.
Autor: jsZwar sei das als "cold calling" bezeichnete Vorgehen seit 2004 verboten, viele Firmen würden trotzdem auf diese Form der Werbung setzen. Für die Bundesregierung könne es nicht akzeptabel sein, "dass da ein Gesetz existiert, an das sich keiner hält", argumentiert denn auch der Geschäftsführer des Verbraucherzentrale-Bundesverbands (VzBV), Patrick von Braunmühl. Der Verband werde nach wie vor mit Beschwerden überhäuft.
Nach einer nicht repräsentativen Online-Umfrage der Verbraucherzentralen fühlen sich 95 Prozent von solchen Anrufen belästigt. Auch seriöse Unternehmen wie die Deutsche Telekom AG bedienen sich solcher Praktiken: Im letzten Jahr fällte das Oberlandesgericht Köln ein Urteil, wonach die Telekom ihre Kunden nicht ungefragt anrufen und ihnen einen anderen Tarif aufschwatzen darf.
Nun denkt die Bundesregierung über ein härteres Vorgehen gegen unerbetene Werbeanrufe nach. Insbesondere müssten sie künftig mit einem Bußgeld belegt werden können, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium, Peter Paziorek (CDU), dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). Außerdem sollten Telemarketing-Unternehmen nicht mehr mit Rufnummernunterdrückung arbeiten dürfen. Dann könnte sich der Angerufene die Nummer notieren und leichter gerichtlich gegen die Firmen vorgehen.
Die Prüfung, welche Maßnahmen man ergreifen wolle, sei allerdings noch nicht abgeschlossen, räumte der Staatssekretär ein. "Das Problem ist offenkundig", betonte er jedoch. Wenn die Wirtschaft mit dem Problem nicht selbst fertig werde - "und die Zweifel daran sind im Augenblick groß" - dann müsse die Regierung tätig werden.
