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Dank an alle Spender

Freitag, 08. Dezember 2006, 13:00 Uhr
Nordhausen (nnz). „Gemeinsam gegen Aids. Wir übernehmen Verantwortung für uns selbst und andere“. So lautete das Motto zum Weltaidstag am 1. Dezember. Viele Menschen im Landkreis Nordhausen hatten sich an diesem Tag eingebracht.


Die Zahlen der Neuinfektionen in Deutschland und weltweit zeigen sehr deutlich, dass dieses Thema nichts an seiner Aktualität verloren hat. Trotz verbesserter Medikamente, ist die Ansteckung mit dem HI-Virus nach wie vor tödlich. Mehr als 23 Millionen Menschen sind seit 1981 an den Folgen von AIDS gestorben - das entspricht der Bevölkerungszahl ganz Skandinaviens. Weltweit sind 42 Millionen Menschen infiziert, die Hälfte davon sind Mädchen und Frauen, so UNICEF. 25 Jahre nach dem Beginn der Epidemie trifft AIDS vor allem Kinder und junge Menschen, so das Kinderhilfswerk weiter.

Das Gesundheitsamt Nordhausen hatte Ende November sieben Gesprächsrunden mit einem HIV-positiven jungen Mann organisiert, der seit 1997 jährlich eine Reihe von Veranstaltungen rund um den Welt-Aids-Tag in unserer Region durchführt. In diesem Jahr konnten insgesamt 240 Jugendliche interessante Gespräche mit ihm führen. Es waren Gespräche, die eine sehr persönliche und intensive Auseinandersetzung mit dem Thema HIV und AIDS beinhalteten.

Eine Spendenaktion, an der sich die Regelschulen Petersberg, Wolkramshausen und Bleicherode, die Gymnasien „Wilhelm von Humboldt“, „Herder“ und „Schiller“, die SBBS II, die SBBS für Gesundheit/Soziales und Wirtschaft und die pro vita Akademie mit Infoständen beteiligt haben, erbrachte einen Erlös von 747 Euro. Dieser wurde dem Aids-Hilfe Unstrut-Hainich e. V. übergeben, deren Mitarbeiter sich auch um die Betroffenen aus Stadt und Landkreis Nordhausen kümmern.

Ein besonderes Dankeschön gilt an dieser Stelle allen fleißigen Helfern und den Spendern, die damit den Betroffenen ein Stück Lebenshilfe und Lebensqualität gegeben haben. Noch immer ist Aids eine unheilbare Krankheit. Die vorhandenen Medikamente können in Verbindung mit starken Nebenwirkungen das Fortschreiten der Krankheit nur hinauszögern. Der Aids-Erreger entwickelt über kurz oder lang eine Unempfindlichkeit im Körper des HIV-positiven Virusträgers gegenüber dem Medikament. So ist nach wie vor „Safer Sex“ eine unverzichtbare Schutzmaßahme, denn 80 % aller Infizierten haben sich auf sexuellem Wege angesteckt.
Autor: nnz

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