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Die EGN ist tot und lebt doch weiter

Mittwoch, 16. Januar 2002, 11:29 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Entwicklungsgesellschaft des Landkreises Nordhausen ist seit Ende vergangenen Jahres Geschichte. Nun wird abgewickelt.


Der Geschäftsbetrieb wurde laut eines Beschlusses des Kreistages zum 31. Dezember 2001 eingestellt. Noch aber besteht die GmbH. Hier sprechen die Fachleute von einem sogenannten Mantel. nnz hatte bereits im Dezember von den verschiedenen Möglichkeiten der endgültigen Beendigung der einst größten Beschäftigungsgesellschaft im Nordthüringer Ländle berichtet.

Als Geschäftsführer hat Ullrich Fiedler am Kehmstedter Weg in Bleicherode das „Licht ausgeknipst“. Zuvor wurde noch das Vermögen des Unternehmens veräußert. Die Immobilie ging an den Abwasserzweckverband Bleicherode, auch die Fahrzeuge fanden inzwischen ihren Abnehmer. Das alles spülte dem Gesellschafter, dem Landkreis Nordhausen, noch einmal rund 200.000 Mark in die Kasse. Die Mitarbeiter wurden sozialverträglich im Verlaufe des zurückliegenden Jahres „verabschiedet“.

Nun muß abgewickelt werden. Darum wird sich neben dem neuen - ehrenamtlich tätigen - Geschäftsführer Bernd Liesegang auch noch der alte Geschäftsführer kümmern. Wie man hört, soll Ullrich Fiedler noch bis Ende Januar als Berater der Abwicklung kümmern. Fiedler sei schließlich ein wichtiger Informationsträger, war aus dem Landratsamt zu erfahren. Für die vier Wochen erhält er ein Beraterhonorar, über dessen Höhe nichts zu erfahren war. So ist zum Beispiel der Abschluß des allerletzten Geschäftsjahres zu erstellen. Über den müssen dann letztlich die Mitglieder des Kreistages befinden. Das allerdings kann sich noch einige Monaten hinziehen.
Autor: nnz

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