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Erster CSD in Nordhausen

Es wird bunt im Südharz

Mittwoch, 02. Juli 2025, 12:16 Uhr
Es wird bunt im Südharz, denn der erste Christopher-Street-Day, der "CSD" in Nordhausen steht an. Nach monatelangen Bemühungen vieler aktiver Menschen des queeren Netzwerks Nordhausen steht in weniger als 2 Wochen der große Tag vor der Tür...

Am 12.07., ab 15:00 auf dem Bahnhofsplatz in Nordhausen startend, gehen queere Menschen, sowie Unterstützer:innen auf die Straße, um auf die immer bedrohlicher werdende Lage queerer Menschen in Deutschland und vor allem in ländlicheren Regionen der Bundesrepublik aufmerksam zu machen.

"In Zeiten, in denen queere Menschen zur Zielscheibe von Gewalt und Hass werden und staatliche Akteure sich aus der Verantwortung zurückziehen, sich schützend auch vor diesen Teil der Gesellschaft zu stellen, ist es umso wichtiger, dass wir nicht still bleiben.", führt Jannes Block, Anmelder des CSD und selbst Teil der queeren Gemeinschaft in Nordhausen und Umgebung, als einen der vielfältigen Gründe für die Notwendigkeit eines CSDs in der Rolandsstadt an.

"Mir werden regelmäßig Geschichten von Anfeindungen und Einschüchterungsversuchen zugetragen. Der einzige Grund für diese Feindseligkeiten ist immer das Gleiche: Dass die betroffenen Personen nicht komplett in das gesellschaftliche Verständnis von Geschlecht oder Liebe & Sexualität passen. Leider werden diese Situationen immer mehr." berichtet der gebürtige Nordhäuser von den negativen Erfahrungen die viele seiner Mitstreiter:innen tagtäglich machen müssen. Anna Zimmermann, ebenfalls eine queere Aktivistin in Nordhausen, ergänzt, "Es ist unglaublich wichtig, dass queere Menschen sehen: Ihr seid nicht allein! Genau deshalb ist ein CSD so relevant. Es gibt kein größeres Zeichen, das so klar zeigt, dass es richtig ist sich frei zu zeigen."

Beim CSD Nordhausen sind grundlegend alle Personen willkommen, egal ob queer oder Unterstützer:in, die das Streben queerer Menschen nach einem gleichberechtigten Leben, ohne Angst vor Gewalt, unterstützen. Dazu wird es bei der Kundgebung unterschiedliche Redebeiträge geben, unter anderen von Mitgliedern der queeren Gemeinschaft in Nordhausen und Umgebung und von lokalen Engagierten, die sich in der Kommunalpolitik und in regionalen Institutionen für die Sichtbarkeit queeren Lebens einsetzen. Dazu wird es im Anschluss, voraussichtlich ab 17:30 in der Freundschaftsstraße, auch noch die Möglichkeit geben sich bei einem kühlen Getränk mit verschiedenen Gruppen & Institutionen, die sich für queerpolitische Themen in der Region und darüber hinaus engagieren, auszutauschen.
Autor: red

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