nnz-Rückspiegel: 16. Januar 2001
Mittwoch, 16. Januar 2002, 07:13 Uhr
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden.
Wippertaler Getränke expandieren in Nordhausen
Es war der 17. Januar 1991. Diesen Tag wird Peter Winsel in seinem Leben so schnell nicht wieder vergessen. Damals, vor zehn Jahren, mietete er mit einem Geschäftspartner aus Duderstadt eine alte Kartoffellagerhalle in Wolkramshausen an. Getränke aller Art und in vielen verschiedenen Abfüllungen sollten hier unter Dach und Fach gebracht werden. Denn auch in Nordthüringen wird in den kommenden Jahren der Durst mit ‘nem Bier oder mit alkoholfreien Getränken gelöscht werden, dachte sich Winsel. So einfach war es damals: Ein Unternehmen erlebte seine Geburtsstunde. Die kleinen Schwierigkeiten fingen dann doch schon recht schnell an. Eigentlich sollte alles unter Südharz-Getränke firmieren. Das wurde jedoch nicht genehmigt. Also wurde kurz überlegt und der Firmenname Wippertaler Getränke GmbH gefunden. Nach zehn Jahren hat der sich durchgesetzt. Die Lagerhalle in Wolkramshausen platzte bald aus allen Nähten, ein Jahr später wurde eine Neue an der Straße der Genossenschaften in Nordhausen gebaut. Heute sind die Wippertaler nach eigenen Angaben die führende Getränkefachgroßhandlung in der Region. 29 Mitarbeiter zählt gegenwärtig Geschäftsführer Winsel, darunter vier Azubis. Turmhoch stapeln sich in der Halle Bierkästen und Fässer aller Sorten und Abmessungen. 14 Autos insklusive Ausschankhänger, ein Oldtimerfahrzeug und zwei Transporter sorgen dafür, daß die begehrte Flüssigkeit rechtzeitig und in bester Qualität an den Mann, sprich an den Kunden kommt. 500 gibt es davon bereits. Nicht nur in und um Nordhausen, sondern auch in Sachsen-Anhalt, im Eichsfeld, im Kyffhäuserkreis und in Niedersachsen. Der Weg, den die Wippertaler bislang zurückgelegt haben, ist noch nicht zu Ende. Gegenwärtig soll es Verhandlungen mit der Oppermann KG in Nordhausen geben. Peter Winsel will das nicht unbedingt und direkt bestätigen, doch das verschmitzte Lächeln könnte für die Richtigkeit des Gerüchts Beleg sein.
Alte Menschen sollen nicht an den Stadtrand
Im Mai dieses Jahres soll das Altenpflegeheim an der Nordhäuser Rautenstraße fertig sein. Der Klotz, der da auf das Gelände der ehemaligen Jacobikirche gestellt wurde, war seit der Planung umstritten. nnz hat sich mit dem Geschäftsführer des Diakoniewerkes Nordhausen e.V., Thomas Pape nicht nur über Standortfragen unterhalten.
Wir haben uns für diesen sicherlich gewagten Standort bewußt entschieden. Alte Menschen, die ein erfülltes Leben hinter sich haben, haben ein Recht darauf, auch im Alter mitten drin zu sein, argumentiert Pape. Für ihn sei diese Entscheidung von Anfang an richtig gewesen, es werde in Zukunft keinen Neubau eines Heims am Rande einer Kommune geben. Erste gute Erfahrungen habe er bereits mit den Standort in der Bochumer Straße gemacht. Die Nähe zu einem kleinen Einkaufs- und Servicezentrum habe sich für das Selbstwertgefühl der betreuten Menschen sehr positiv ausgewirkt. Mit dem Projekt in der Rautenstraße sollen diese Erfahrungen weiter umgesetzt werden. Alte und betreuungsbedürftige Menschen nicht abschieben, sondern sie integrieren, das soll mit dem neuen Heim umgesetzt werden. Pape ist sich sicher, daß die künftigen Bewohner auch bei der nächsten Roland-Parade die Fenster ganz weit öffnen werden.
Platz ist hier für 69 alte Menschen. Für sind nicht nur Zimmer vorgesehen, mit 40 Quadratmeter wird ihnen das Gefühl eines eigenen Reiches vermittelt, Teil des angestrebten Selbstwertgefühls eben. Mittendrin sind die alten Menschen auch mittels eines Konzepts, das dem Haus einen offenen Charakter vermitteln soll und wird. Im Erdgeschoß gibt es einen öffentlichen Bereich, keine elektronisch gesicherten Türen. Menschen sollen rein in das Haus an der Rautenstraße, sollen in einem Café genüßlich verweilen und sich den Tisch mit den Bewohnern teilen. Kulturelle und Bildungsveranstaltungen laden alle Altersgruppe ab Mai als Gäste ein. Sonderveranstaltungen für Alte? Nein, danke, winkt Pape ab. Das würde ihm und seinen Vorstellungen von Integration der Senioren nun wirklich gegen den Strich gehen.
Tiefgarage mit 150 Stellplätzen am Petersberg geplant
Am südlichen Hang des Petersberges soll eine Tiefgarage gebaut werden. Vorrangig ist sie für die Mieter der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft in diesem Bereich vorgesehen, die derzeit eine Garage unterhalb des Petersberges nutzen. Den Garagenbesitzern ist gekündigt worden, gleichzeitig wurde ein Angebot unterbreitet. Dieses sieht die Übernahme der Abrißkosten für die jeweilige Garage vor. Sollten die Garagennutzer nicht von diesem Angebot Gebrauch machen und auf der Einhaltung der Kündigungsfrist bestehen, dann werde der Baubeginn für die Tiefgarage frühestens im Jahr 2003 sein.
Nehmen alle Mieter das Angebot an, dann könnten die Arbeiten bereits in diesem Jahr, spätestens Anfang 2002 beginnen. Geplant wird die Tiefgarage mit 150 Stellplätzen, sollten nicht alle Mieter in diesem Bereich von dem Mietangebot Gebrauch machen, dann könnten Plätze auch zur öffentlichen Nutzung zur Verfügung gestellt werden. Weitere Arbeiten werden neben der äußeren Hanglage auch am Rundweg entlang des Petersberges durchgeführt. Parallel dazu soll das Schulumfeld umgestaltet werden. Die beiden Schulhöfe werden nach außen verlagert, um im inneren Bereich Platz für eine Innenfläche mit einer Größe von 7.000 Quadratmeter zu schaffen. Hier sollen während der Landesgartenschau die zentralen Veranstaltungen durchgeführt werden.
Vorgesehen ist eine Bühnenfläche von 3.000 Quadratmeter, in die nicht nur der Petriturm, sondern auch eine mehr als 1.000 Quaddratmeter große Wasserfläche integriert werden soll. Zusätzlich wird eine Bühne für die täglichen Veranstaltungen geplant. Richtung Süden soll sich der gärtnerische Themenpark erstrecken, der allein schon durch die Topographie des Petersberges seine Reize für die Besucher erhält. Allein in diesem Jahr sollen im Bereich des Petersberges auf einer Fläche von rund acht Hektar fünf Millionen Mark verbaut werden.
Mittelständler der CDU mit pessimistischer Prognose
Was bringt uns das Jahr 2001? Diese Frage stand im Mittelpunkt des ersten Treffens der Mittelstandsvereinigung der CDU in diesem Jahr. Die Antworten darauf fielen vorwiegend zurückhaltend, wenn nicht sogar pessimistisch aus, wie Vorsitzender Günther Goutier der nnz sagte. Pessimismus vor allen, weil unten den Gästen viele Vertreter von Firmen aus der Baubranche oder von ihr abhängigen Unternehmen zu finden waren. Die schlechte wirtschaftliche Stimmung fand während der Zusammenkunft im Hotel Zur Sonne ihre Bestätigung durch die Meldungen der zurückliegenden Tage: Deusa, Löblein, Astral!
Auch aus diesem Grund positionierten sich die Mitglieder der christdemokratischen Mittelstandsvereinigung klar und deutlich zum geplanten Industriegebiet in der Goldenen Aue. Wem wollen die Bauern in diesem Gebiet ihre Produkte verkaufen, wenn die Menschen auf Grund fehlender Arbeitsplätze die Region verlassen, brachte es Goutier auf den Punkt. Die Mittelständler verwiesen auf die Tatsache, daß bereits eine Industrieansiedlung ihre positiven Auswirkungen auf anderen Branchen, zum Beispiel im Handwerk oder in der Logistik habe.
Während des Treffens informierte Landrat Joachim Claus (CDU) über das aktuelle Geschehen im Landkreis und in der Kreisverwaltung. Unverständnis herrschte bei den Teilnehmern hinsichtlich des Kompromißvorschlages von CDU-Fraktionschef im Kreistag, Egon Primas. Warum verhindere man die Anerkennung der Wahl von Matthias Jendricke, um ihn dann doch zu dulden. Diese Art von Zugeständnis an die SPD fiel gestern glatt durch. In der kommenden Sitzung wollen sich die Mittelständler der CDU mit der Infrastruktur in der Nordhäuser Region befassen. Dazu soll der CDU-Landtagsabgeordnete Klaus Zeh eingeladen werden.
Anklage wegen räuberischer Erpressung erhoben
Die Mühlhäuser Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen zwei Nordhäuser Männer erhoben. Ihnen wirft die Behörde gemeinschaftliche räuberische Erpressung vor. So sollen die 17 und 25 Jahre alten Männer im August vergangenen Jahres in der Rolandstadt einen jungen Mann aufgefordert haben, ihnen 30 Mark zu geben. Später sollen sie diese Forderung auf 500 Mark erhöht haben. Als das Opfer sich weigerte, haben sie es mit Fäusten geschlagen und mit dem Fuß ins Gesicht getreten. Der Mann erlitt dadurch schmerzhafte Prellungen und eine Platzwunde im Gesicht. Letztlich gelang es den Angeklagten, dem Geschädigten einen Walkman im Wert von 160 Mark wegzunehmen. Beide Angeklagte sind der Justiz nicht unbekannt, der 17-jährige stand unter Bewährung und befindet sich seit September in Untersuchungshaft. Er hat die Tat teilweise gestanden, der 25 Jahre alte Mann bestreitet dies. Das Verfahren gegen beide wird vor dem Jugendschöffengericht in Nordhausen verhandelt.
Autor: nnzWippertaler Getränke expandieren in Nordhausen
Es war der 17. Januar 1991. Diesen Tag wird Peter Winsel in seinem Leben so schnell nicht wieder vergessen. Damals, vor zehn Jahren, mietete er mit einem Geschäftspartner aus Duderstadt eine alte Kartoffellagerhalle in Wolkramshausen an. Getränke aller Art und in vielen verschiedenen Abfüllungen sollten hier unter Dach und Fach gebracht werden. Denn auch in Nordthüringen wird in den kommenden Jahren der Durst mit ‘nem Bier oder mit alkoholfreien Getränken gelöscht werden, dachte sich Winsel. So einfach war es damals: Ein Unternehmen erlebte seine Geburtsstunde. Die kleinen Schwierigkeiten fingen dann doch schon recht schnell an. Eigentlich sollte alles unter Südharz-Getränke firmieren. Das wurde jedoch nicht genehmigt. Also wurde kurz überlegt und der Firmenname Wippertaler Getränke GmbH gefunden. Nach zehn Jahren hat der sich durchgesetzt. Die Lagerhalle in Wolkramshausen platzte bald aus allen Nähten, ein Jahr später wurde eine Neue an der Straße der Genossenschaften in Nordhausen gebaut. Heute sind die Wippertaler nach eigenen Angaben die führende Getränkefachgroßhandlung in der Region. 29 Mitarbeiter zählt gegenwärtig Geschäftsführer Winsel, darunter vier Azubis. Turmhoch stapeln sich in der Halle Bierkästen und Fässer aller Sorten und Abmessungen. 14 Autos insklusive Ausschankhänger, ein Oldtimerfahrzeug und zwei Transporter sorgen dafür, daß die begehrte Flüssigkeit rechtzeitig und in bester Qualität an den Mann, sprich an den Kunden kommt. 500 gibt es davon bereits. Nicht nur in und um Nordhausen, sondern auch in Sachsen-Anhalt, im Eichsfeld, im Kyffhäuserkreis und in Niedersachsen. Der Weg, den die Wippertaler bislang zurückgelegt haben, ist noch nicht zu Ende. Gegenwärtig soll es Verhandlungen mit der Oppermann KG in Nordhausen geben. Peter Winsel will das nicht unbedingt und direkt bestätigen, doch das verschmitzte Lächeln könnte für die Richtigkeit des Gerüchts Beleg sein.
Alte Menschen sollen nicht an den Stadtrand
Im Mai dieses Jahres soll das Altenpflegeheim an der Nordhäuser Rautenstraße fertig sein. Der Klotz, der da auf das Gelände der ehemaligen Jacobikirche gestellt wurde, war seit der Planung umstritten. nnz hat sich mit dem Geschäftsführer des Diakoniewerkes Nordhausen e.V., Thomas Pape nicht nur über Standortfragen unterhalten.
Wir haben uns für diesen sicherlich gewagten Standort bewußt entschieden. Alte Menschen, die ein erfülltes Leben hinter sich haben, haben ein Recht darauf, auch im Alter mitten drin zu sein, argumentiert Pape. Für ihn sei diese Entscheidung von Anfang an richtig gewesen, es werde in Zukunft keinen Neubau eines Heims am Rande einer Kommune geben. Erste gute Erfahrungen habe er bereits mit den Standort in der Bochumer Straße gemacht. Die Nähe zu einem kleinen Einkaufs- und Servicezentrum habe sich für das Selbstwertgefühl der betreuten Menschen sehr positiv ausgewirkt. Mit dem Projekt in der Rautenstraße sollen diese Erfahrungen weiter umgesetzt werden. Alte und betreuungsbedürftige Menschen nicht abschieben, sondern sie integrieren, das soll mit dem neuen Heim umgesetzt werden. Pape ist sich sicher, daß die künftigen Bewohner auch bei der nächsten Roland-Parade die Fenster ganz weit öffnen werden.
Platz ist hier für 69 alte Menschen. Für sind nicht nur Zimmer vorgesehen, mit 40 Quadratmeter wird ihnen das Gefühl eines eigenen Reiches vermittelt, Teil des angestrebten Selbstwertgefühls eben. Mittendrin sind die alten Menschen auch mittels eines Konzepts, das dem Haus einen offenen Charakter vermitteln soll und wird. Im Erdgeschoß gibt es einen öffentlichen Bereich, keine elektronisch gesicherten Türen. Menschen sollen rein in das Haus an der Rautenstraße, sollen in einem Café genüßlich verweilen und sich den Tisch mit den Bewohnern teilen. Kulturelle und Bildungsveranstaltungen laden alle Altersgruppe ab Mai als Gäste ein. Sonderveranstaltungen für Alte? Nein, danke, winkt Pape ab. Das würde ihm und seinen Vorstellungen von Integration der Senioren nun wirklich gegen den Strich gehen.
Tiefgarage mit 150 Stellplätzen am Petersberg geplant
Am südlichen Hang des Petersberges soll eine Tiefgarage gebaut werden. Vorrangig ist sie für die Mieter der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft in diesem Bereich vorgesehen, die derzeit eine Garage unterhalb des Petersberges nutzen. Den Garagenbesitzern ist gekündigt worden, gleichzeitig wurde ein Angebot unterbreitet. Dieses sieht die Übernahme der Abrißkosten für die jeweilige Garage vor. Sollten die Garagennutzer nicht von diesem Angebot Gebrauch machen und auf der Einhaltung der Kündigungsfrist bestehen, dann werde der Baubeginn für die Tiefgarage frühestens im Jahr 2003 sein.
Nehmen alle Mieter das Angebot an, dann könnten die Arbeiten bereits in diesem Jahr, spätestens Anfang 2002 beginnen. Geplant wird die Tiefgarage mit 150 Stellplätzen, sollten nicht alle Mieter in diesem Bereich von dem Mietangebot Gebrauch machen, dann könnten Plätze auch zur öffentlichen Nutzung zur Verfügung gestellt werden. Weitere Arbeiten werden neben der äußeren Hanglage auch am Rundweg entlang des Petersberges durchgeführt. Parallel dazu soll das Schulumfeld umgestaltet werden. Die beiden Schulhöfe werden nach außen verlagert, um im inneren Bereich Platz für eine Innenfläche mit einer Größe von 7.000 Quadratmeter zu schaffen. Hier sollen während der Landesgartenschau die zentralen Veranstaltungen durchgeführt werden.
Vorgesehen ist eine Bühnenfläche von 3.000 Quadratmeter, in die nicht nur der Petriturm, sondern auch eine mehr als 1.000 Quaddratmeter große Wasserfläche integriert werden soll. Zusätzlich wird eine Bühne für die täglichen Veranstaltungen geplant. Richtung Süden soll sich der gärtnerische Themenpark erstrecken, der allein schon durch die Topographie des Petersberges seine Reize für die Besucher erhält. Allein in diesem Jahr sollen im Bereich des Petersberges auf einer Fläche von rund acht Hektar fünf Millionen Mark verbaut werden.
Mittelständler der CDU mit pessimistischer Prognose
Was bringt uns das Jahr 2001? Diese Frage stand im Mittelpunkt des ersten Treffens der Mittelstandsvereinigung der CDU in diesem Jahr. Die Antworten darauf fielen vorwiegend zurückhaltend, wenn nicht sogar pessimistisch aus, wie Vorsitzender Günther Goutier der nnz sagte. Pessimismus vor allen, weil unten den Gästen viele Vertreter von Firmen aus der Baubranche oder von ihr abhängigen Unternehmen zu finden waren. Die schlechte wirtschaftliche Stimmung fand während der Zusammenkunft im Hotel Zur Sonne ihre Bestätigung durch die Meldungen der zurückliegenden Tage: Deusa, Löblein, Astral!
Auch aus diesem Grund positionierten sich die Mitglieder der christdemokratischen Mittelstandsvereinigung klar und deutlich zum geplanten Industriegebiet in der Goldenen Aue. Wem wollen die Bauern in diesem Gebiet ihre Produkte verkaufen, wenn die Menschen auf Grund fehlender Arbeitsplätze die Region verlassen, brachte es Goutier auf den Punkt. Die Mittelständler verwiesen auf die Tatsache, daß bereits eine Industrieansiedlung ihre positiven Auswirkungen auf anderen Branchen, zum Beispiel im Handwerk oder in der Logistik habe.
Während des Treffens informierte Landrat Joachim Claus (CDU) über das aktuelle Geschehen im Landkreis und in der Kreisverwaltung. Unverständnis herrschte bei den Teilnehmern hinsichtlich des Kompromißvorschlages von CDU-Fraktionschef im Kreistag, Egon Primas. Warum verhindere man die Anerkennung der Wahl von Matthias Jendricke, um ihn dann doch zu dulden. Diese Art von Zugeständnis an die SPD fiel gestern glatt durch. In der kommenden Sitzung wollen sich die Mittelständler der CDU mit der Infrastruktur in der Nordhäuser Region befassen. Dazu soll der CDU-Landtagsabgeordnete Klaus Zeh eingeladen werden.
Anklage wegen räuberischer Erpressung erhoben
Die Mühlhäuser Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen zwei Nordhäuser Männer erhoben. Ihnen wirft die Behörde gemeinschaftliche räuberische Erpressung vor. So sollen die 17 und 25 Jahre alten Männer im August vergangenen Jahres in der Rolandstadt einen jungen Mann aufgefordert haben, ihnen 30 Mark zu geben. Später sollen sie diese Forderung auf 500 Mark erhöht haben. Als das Opfer sich weigerte, haben sie es mit Fäusten geschlagen und mit dem Fuß ins Gesicht getreten. Der Mann erlitt dadurch schmerzhafte Prellungen und eine Platzwunde im Gesicht. Letztlich gelang es den Angeklagten, dem Geschädigten einen Walkman im Wert von 160 Mark wegzunehmen. Beide Angeklagte sind der Justiz nicht unbekannt, der 17-jährige stand unter Bewährung und befindet sich seit September in Untersuchungshaft. Er hat die Tat teilweise gestanden, der 25 Jahre alte Mann bestreitet dies. Das Verfahren gegen beide wird vor dem Jugendschöffengericht in Nordhausen verhandelt.
