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Harmonische Herbstsynode

Sonntag, 26. November 2006, 21:00 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Synodalen aus den Evangelischen Kirchengemeinden des Kirchenkreises Südharz trafen sich am Samstag zu ihrer Herbstsitzung in den Räumen der Nordthüringer Lebenshilfe. Das Treffen verlief ungewöhnlich harmonisch, wie die nnz konstatieren konnte.


Es gab keinen neuen Superintendenten zu wählen und keine Grundschule zu retten und auch der Streit um die Stellenplanung gehört der Vergangenheit an. Im Mittelpunkt der Tagung stand neben der Verabschiedung des Haushaltsplans für 2007 und Nachberufungen von Mitwirkenden in diverse kirchliche Gremien insbesondere der Rechenschaftsbericht von Superintendent Bornschein über die Ereignisse des vergangenen Jahres. Es sei sein zweites Jahr im Dienst für den Kirchenkreis gewesen und er habe ihn mit Freude getan und sei dankbar für das ihm entgegengebrachte Vertrauen.

Vor allem aber im Prozess der Stellenplanung waren Spannungen und Konflikte durchzustehen. Von manchen Enttäuschungen wisse er nur all zu gut. Das gehöre auch zur Last des Amtes, die er annehmen will. Dabei wolle er versuchen, offen für konstruktive Kritik zu bleiben und aus Fehlern zu lernen.

Personell sei vieles im Kirchenkreis im Umbruch. Zum einen konnte die Pfarrstelle in Sollstedt nach längerer Vakanz wieder besetzt werden. Für die freie Pfarrstelle in Niederaschswerfen gäbe auch schon zwei Bewerbungen, so dass mit einer Wiederbesetzung im Frühjahr zu rechen sei. Gleiches gelte für die Pfarrstelle an der Nordhäuser Frauenberg – Gemeinde, deren Pfarrer Joachim Kruse „plötzlich und unerwartet“ in eine andere Stelle in der badischen Landeskirche gewechselt sei.

Verlassen wird den Kirchenkreis zum Jahreswechsel außerdem die Gemeindepädagogin Gesine Rabenstein aus Großwechsungen. Die Pfarrfamilie Pokoj aus Werther habe den Kirchenkreis schon im Sommer in Richtung Mühlhausen verlassen. In Umsetzung des beschlossenen Stellenplans wird daher ab dem 1. 1. 2007 eine neue Pfarrstelle in Großwechsungen eingerichtet. Die betroffenen Gemeindekirchenräte haben auf eine Ausschreibung dieser Stelle verzichtet in der „begründeten Erwartung“, dass sich der derzeitige Jugendreferent des Kirchenkreises Pfarrer Lenz auf die Stelle bewerben wird.

Besondere Höhepunkte im kirchlichen Leben des vergangenen „Jahres der Taufe“ war das Gottesdienstprojekt in Verbindung mit dem Chortreffen am 23. und 24. September. Über 250 Männer und Frauen davon die meisten Ehrenamtliche hätten dazu beigetragen, dass in fast allen der 103 Kirchen des Kirchenkreises zeitgleich Gottesdienst gefeiert werden konnte.

Im Ergebnis dieser ermutigenden Erfahrung soll im kommenden Jahr im einer Lektorenausbildung begonnen werden, die Ehrenamtliche dazu befähigt selbstständig Gottesdienste und Andachten zu halten. Da im kommenden Jahr der Tag des offenen Denkmals insbesondere die Kirchen unter dem Motto „Heilige Räume“ in den Blick nehme, böte sich eine ähnlich Aktion mit eine „Eröffnungsandacht in allen Kirchen“ geradezu an.

Ein weiterer Schwerpunkt in der Arbeit des kommenden Jahres werden die Wahlen zu den Gemeindekirchenräten sein, die Anfang November anstehen. Außerdem dem Bericht des Superintendenten erfolgten Beschlüsse über die Verwendung von 6 durch den Kirchenkreis festzulegenden Sonntags – Kollekten. Beschlossen wurden Sammlungen für: die Partnerkirche in Tansania, den „Anderen Bahnhof“ in Sollstedt, den Hospizverein Nordhausen/Bleicherode, die Eine – Weltgruppe der Ev. Kirchengemeinde Blasii, das Rumänienprojekt der Diakonie sowie für die Evangelische Grundschule.
Autor: nnz

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