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Zurück in die Zukunft

Freitag, 24. November 2006, 09:29 Uhr
Nordhausen (nnz). In den größeren Städten und Gemeinden waren die Container für Altglas vor Jahren weggenommen worden. Jetzt erleben die Sammelbehälter einer wundersame Renaissance.


Neue Vorschrift (Foto: pln) Neue Vorschrift (Foto: pln) Das deutschlandweit genutzte und bekannte Erfassungssystem für Contianerstandplätze für Altglas wird ab dem Jahr 2007 auch im Landkreis Nordhausen eingeführt. Jede Gemeinde des Landkreises Nordhausen erhält zukünftig zur Sammlung des Altglases aus den Haushalten Sammelplätze, pro 600 Einwohner soll es einen Sammelplatz geben. In kleineren Gemeinden wird jeweils ein Sammelplatz eingerichtet. Dort kann ab Januar 2007 jeder Bürger seine leeren Flaschen und Gläser, getrennt nach den Farben weiß, braun und grün, in die entsprechenden Sammelcontainer einwerfen.

Mit der schrittweisen Einführung des Pflichtpfandes für Glasverpackungen durch die Bundesregierung und den Bestrebungen der Getränkehersteller, Glasverpackungen durch den Einsatz von Kunststoffen oder Verbunden zu ersetzen, hat sich der Anteil von Glaseinwegverpackungen sehr stark rückläufig entwickelt. Im Landkreis Nordhausen halbierte sich die Menge an Einweg-Glasverpackungen, so dass in den Haushalten mittlerweile wesentlich weniger Altglas anfällt.

Die bisher aufwendige Haus-zu-Haus-Sammlung und die bei der Mischglassammlung anschließende Glassortierung, sind durch die geringeren Mengen an Einwegglas mit dem „Grünen Punkt“ nicht mehr finanzierbar. Der Systembetreiber „DSD“ ändert zur Aufrechterhaltung der Entsorgungssicherheit von Glasverpackungen diesbezüglich die Logistik und hat nach einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag an die regionalen Entsorgungsunternehmen, in Form der Standplatzsammlung mit farbgetrennter Erfassung, erteilt, worauf zum Beispiel die Nordhäuser Stadtwerke jetzt reagieren müssen.

Auf den Standplätzen wird für jede Glasfarbe ein Sammelgefäß zur Verfügung stehen. Die dafür vorgesehenen Einwurföffnungen sind deutlich in der entsprechenden Farbe sichtbar. Die jeweiligen Standplätze sind zwischen dem Landratsamt Nordhausen, Fachgebiet Abfallwirtschaft, den Gemeindeverwaltungen und den örtlichen Entsorgern abgestimmt.

Die Sammelcontaineraufstellung erfolgt im Dezember. Diese können dann auch sofort zur Verpackungsglasentsorgung durch die Bürger genutzt werden. Die Wertstoffabfuhr mit Haus-zu-Haus-Sammlung bleibt bis 31. 12. dieses Jahres beibehalten.
Autor: nnz

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