Empfang nach den K-Fragen
Sonntag, 13. Januar 2002, 09:31 Uhr
Heringen (nnz). Die CDU der Goldenen Aue hatten gestern zu ihrem traditionellen Neujahrsempfang nach Heringen eingeladen. Da waren die beiden K-Fragen bereits entschieden.
Die große Frage nach dem Kanzlerkandidat der Union wurde maskulin beantwortet. Die kleine Frage ebenfalls, wobei deren Lösung von vornherein klar war. Mit 96,7 Prozent wurde Manfred Grund zum Kandidaten für die Bundestagswahl dieses Jahres im Wahlkreis 190 (Landkreise Nordhausen und Eichsfeld) nominiert. Die beiden Kreisverbände hatten bereits im Vorfeld die Richtung vorgegeben, eine Alternative gebe es auch für die kommenden vier Jahre nicht, hieß es gestern in der Sollstedter Festhalle. Eine Alternative gibt es jedoch immer, liebe Christdemokraten, nur wird auch diese von der CDU im Eichsfeld vorgegeben. Daraus zu schlussfolgern, Manfred Grund sei nicht die richtige Wahl, das wäre einfach falsch. Grund erledigt seinen Job nicht nur in Berlin (parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion), sondern auch in den heimatlichen Gefilden, nur wird jeder Atemzug nicht in einer Pressemitteilung festgehalten. Er tut das ohne Getöse und großen PR-Zirkus. Er macht dies so geschickt, dass selbst sein Mitarbeiter und Kreisgeschäftsführer Maik Schröter manchmal nicht weiß, wann Grund im Landkreis und dazu noch in der Goldenen Aue unterwegs ist.
Gestern jedoch war Manfred Grund höchst offiziell in Heringen. Erst ein Stadtrundgang, dann Teilnahme an dem oben erwähnten Empfang. 50 Mitglieder und Freunde der CDU hatten sich auf den Weg in den Aula der Heringer Regelschule gemacht. Im Mittelpunkt des Grund'schen Auftritts stand ein Referat zum Thema Deutschland Von der Lokomotive zum Schlusslicht Europas. Zur Bilanz von drei Jahren Rot-Grün. Wer da als Zuhörer einen brachialen Rundumschlag vermutet hatte, der sah sich getäuscht. Die Abwanderung der jungen Generation aus dem Osten in Richtung Westen müsse gestoppt werden, Politik müsse wieder Mut machen, die eigenen Interessen als Deutsche sollten endlich definiert werden, Kinder müssten wieder das erstrebenswerte Ziel einer künftigen Familienplanung sein. Manfred Grund forderte denn auch, das Thema Zuwanderung nicht aus dem Wahlkampf herauszuhalten. Unsere Bürger sind mündig genug, um hier die entsprechende Wahl zu treffen.
Nach drei Jahren Rot-Grün konstatierte der Christdemokrat aus dem Eichsfeld vier Millionen Arbeitslose, eine in den Keller rasende Investitionsquote, Deutschland als Schlusslicht im europäischen Wirtschaftswachstum sowie eine desaströse Bildungspolitik, die freilich nicht allein von der jetzigen Regierung verursacht sei. Und dann kam sie doch noch: Die K-Frage und deren Lösung aus Bundessicht. Edmund Stoiber sei ja eigentlich kein urtypischer Bayer, sondern eher ein Preuße. Er stehe in seinem Bundesland nicht nur für wirtschaftliches Wachstum, sondern auch für sozialen Frieden und der bayrische DGB habe Stoiber dafür mehrfach gelobt. Auch werde der Bayer die Nation nicht spalten und ein Rechter, wie ihn das rot-grüne Lager ausmache, sei er ohnehin nicht.
Mit der Beantwortung der K-Frage beschäftigte sich gestern auch die CDU-Basis der Goldenen Aue. nnz fragte mehrfach nach, was man denn von Edmund Stoiber halte. Eine gute Lösung! Und wenn das Frühstück nicht in Bayern, sondern in Mecklenburg-Vorpommern stattgefunden hätte und Angela Merkel in den Kampf gezogen wäre? Wäre auch gut gewesen! Fazit von den Spitzen bis an die Basis: Erleichterung auf die gefundene Antwort. Wie sie letztlich ausfiel, das war nicht mehr so entscheidend, Hauptsache man kann sich jetzt den hauptsächlichen Dingen im Wahlkampf zuwenden.
Autor: nnz
Die große Frage nach dem Kanzlerkandidat der Union wurde maskulin beantwortet. Die kleine Frage ebenfalls, wobei deren Lösung von vornherein klar war. Mit 96,7 Prozent wurde Manfred Grund zum Kandidaten für die Bundestagswahl dieses Jahres im Wahlkreis 190 (Landkreise Nordhausen und Eichsfeld) nominiert. Die beiden Kreisverbände hatten bereits im Vorfeld die Richtung vorgegeben, eine Alternative gebe es auch für die kommenden vier Jahre nicht, hieß es gestern in der Sollstedter Festhalle. Eine Alternative gibt es jedoch immer, liebe Christdemokraten, nur wird auch diese von der CDU im Eichsfeld vorgegeben. Daraus zu schlussfolgern, Manfred Grund sei nicht die richtige Wahl, das wäre einfach falsch. Grund erledigt seinen Job nicht nur in Berlin (parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion), sondern auch in den heimatlichen Gefilden, nur wird jeder Atemzug nicht in einer Pressemitteilung festgehalten. Er tut das ohne Getöse und großen PR-Zirkus. Er macht dies so geschickt, dass selbst sein Mitarbeiter und Kreisgeschäftsführer Maik Schröter manchmal nicht weiß, wann Grund im Landkreis und dazu noch in der Goldenen Aue unterwegs ist.Gestern jedoch war Manfred Grund höchst offiziell in Heringen. Erst ein Stadtrundgang, dann Teilnahme an dem oben erwähnten Empfang. 50 Mitglieder und Freunde der CDU hatten sich auf den Weg in den Aula der Heringer Regelschule gemacht. Im Mittelpunkt des Grund'schen Auftritts stand ein Referat zum Thema Deutschland Von der Lokomotive zum Schlusslicht Europas. Zur Bilanz von drei Jahren Rot-Grün. Wer da als Zuhörer einen brachialen Rundumschlag vermutet hatte, der sah sich getäuscht. Die Abwanderung der jungen Generation aus dem Osten in Richtung Westen müsse gestoppt werden, Politik müsse wieder Mut machen, die eigenen Interessen als Deutsche sollten endlich definiert werden, Kinder müssten wieder das erstrebenswerte Ziel einer künftigen Familienplanung sein. Manfred Grund forderte denn auch, das Thema Zuwanderung nicht aus dem Wahlkampf herauszuhalten. Unsere Bürger sind mündig genug, um hier die entsprechende Wahl zu treffen.
Nach drei Jahren Rot-Grün konstatierte der Christdemokrat aus dem Eichsfeld vier Millionen Arbeitslose, eine in den Keller rasende Investitionsquote, Deutschland als Schlusslicht im europäischen Wirtschaftswachstum sowie eine desaströse Bildungspolitik, die freilich nicht allein von der jetzigen Regierung verursacht sei. Und dann kam sie doch noch: Die K-Frage und deren Lösung aus Bundessicht. Edmund Stoiber sei ja eigentlich kein urtypischer Bayer, sondern eher ein Preuße. Er stehe in seinem Bundesland nicht nur für wirtschaftliches Wachstum, sondern auch für sozialen Frieden und der bayrische DGB habe Stoiber dafür mehrfach gelobt. Auch werde der Bayer die Nation nicht spalten und ein Rechter, wie ihn das rot-grüne Lager ausmache, sei er ohnehin nicht.
Mit der Beantwortung der K-Frage beschäftigte sich gestern auch die CDU-Basis der Goldenen Aue. nnz fragte mehrfach nach, was man denn von Edmund Stoiber halte. Eine gute Lösung! Und wenn das Frühstück nicht in Bayern, sondern in Mecklenburg-Vorpommern stattgefunden hätte und Angela Merkel in den Kampf gezogen wäre? Wäre auch gut gewesen! Fazit von den Spitzen bis an die Basis: Erleichterung auf die gefundene Antwort. Wie sie letztlich ausfiel, das war nicht mehr so entscheidend, Hauptsache man kann sich jetzt den hauptsächlichen Dingen im Wahlkampf zuwenden.
