nnz-online
11 Jahre, 27 Gemälde

Nordhäuser Künstler stellt in Warschau aus

Mittwoch, 14. Mai 2025, 16:17 Uhr
Seit vergangenem Freitag ist ein Querschnitt des bisherigen Schaffens des Nordhäuser Künstlers Jürgen Rennebach in der polnischen Hauptstadt Warschau zu sehen...

Zugleich ist es die erste Ausstellung eines Malers in der 1816 gegründeten renommierten „Akademie der Schönen Künste“, der nicht aus Polen stammt.

„Ein Nordhäuser Künstler stellt seine Werke auf Initiative aus unserer Partnerstadt Ostrów Wielkopolski in der polnischen Hauptstadt aus! Das ist ein neues und ganz wunderbares Kapitel der Nordhäuser Kunstlandschaft und unserer gemeinsamen Städtepartnerschaft“, so Oberbürgermeister Kai Buchmann.

Die Realisierung der Kunstausstellung fußt auf der jahrelangen kulturellen Zusammenarbeit zwischen der Partnerstädten Nordhausen und Ostrów Wielkopolski und kam durch das große Engagement der ehemaligen Bürgermeisterin von Ostrów Wielkopolski und heutigen Senatorin Ewa Matecka im Sejm zustande.

Vernissage in Warschau (Foto: Stadt Nordhausen) Vernissage in Warschau (Foto: Stadt Nordhausen)


Mit einer Auswahl von 27 Gemälden aus den Jahren 2013 bis 2024 stellt sich der Künstler Jürgen Rennebach in Warschau vor. Hierbei handelt es sich um einen kleinen Querschnitt aus seinem bisherigen Schaffen. Sowohl thematisch wie auch malerisch. Gezeigt werden Arbeiten zu verschiedenen Themenschwerpunkten und Bildfamilien. Zu nennen sind Natur und Landschaft, Reiseeindrücke, Länder und Städte, Mensch und Zivilisation und Erotik. Charakteristisch hierbei sind klare Zeichnung, leuchtende Farben und eine kräftige Pinselführung. Die Balance zwischen Heiterkeit und Melancholie verleiht den Arbeiten Tiefe und Weite.

„Unsere Stadt Nordhausen kann stolz auf die Kreativität seiner Künstlerinnen und Künstler sein. Sie tragen den guten Ruf Nordhausens und Thüringens in die Welt und sind Botschafter für unseren Freistaat. Überdies ist die Ausstellung des Nordhäuser Künstlers Jürgen Rennebach ein wichtiges Signal für eine weitere Stärkung und Vertiefung des Kulturaustauschs der Kommunen und Regionen beider Länder. In diesem Jahr begeht die Städtepartnerschaft Nordhausen – Ostrów Wielkopolski das 30-jährige Jubiläum,“ so Buchmann weiter.

Empfang in der Deutschen Botschaft Warschau (Foto: Stadt Nordhausen) Empfang in der Deutschen Botschaft Warschau (Foto: Stadt Nordhausen)


Der Eröffnung vorausgegangen war am Mittwoch ein Empfang beim Kulturattaché Dr. Lorenz Barth und weiteren Vertretern der diplomatischen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in der Republik Polen in der Deutschen Botschaft. Am Tag darauf schlossen sich fruchtbare Gespräche über Kultur und Kunst mit Vertretern der polnischen Regierung, Professoren der Akademie der Schönen Künste und einem Galeristen aus Ostrów Wielkopolski an.

Am Freitag, 9. Mai wurde die Ausstellung „Morgenkühle“ um 18:00 Uhr feierlich eröffnet. Aufgrund eines brutalen Tötungsdeliktes in der Universität Warschau zwei Tage zuvor, war eine solidarische fünftägige Trauer in Warschau ausgerufen. Theater, Kinos und Einrichtungen jeglicher Art blieben geschlossen. Die Ausstellungseröffnung konnte trotzdem in einem kleinen Rahmen geschehen.
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de