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Schulneubau in Ilfeld

Grundstein für die Zukunft

Montag, 12. Mai 2025, 14:30 Uhr
Wenn es um die Schulen im Landkreis geht, dann hielten die letzten Wochen oft genug schlechte Nachrichten und hitzige Debatten bereit. Heute konnte man in Ilfeld einen Kontrapunkt setzen: die Grundsteinlegung für die neue Grundschule stand an. Mit dem Rohbau aus Holz soll es nun zügig vorangehen…

Die große Bodenplatte des neuen Schulgebäudes gab für die Ilfelder Zweitklässler heute schon einen tollen Spielplatz ab (Foto: agl) Die große Bodenplatte des neuen Schulgebäudes gab für die Ilfelder Zweitklässler heute schon einen tollen Spielplatz ab (Foto: agl)


In Ilfeld blickt man auf gute 500 Jahre Schulgeschichte zurück. Der wird man im Laufe der nächsten Monate ein weiteres Kapitel hinzufügen können: in direkter Nachbarschaft zur alten Klosterschule entsteht gerade ein neues Schulgebäude für den Ilfelder Nachwuchs.

Knapp 80 Kinder ist der im Moment stark zusammen mit den Schülern aus Niedersachswerfen kommt der Verbund der beiden Harztor-Grundschulen auf 245 Kinder. Die nächsten Jahre sehen gut aus, für eine Einzügige Schule bringen die knapp 3.000 Ilfelder Einwohner noch genügend Nachwuchs auf die Welt.

In Zeiten, in denen akut über Kinderschwund und Schulschließungen debattiert wird ist das Bauvorhaben ein Funken Hoffnung. Der alte DDR-Bau ist in die Jahre gekommen und nicht mehr sinnvoll zu betreiben, sagte Landrat Jendricke am Mittag, ein kompletter Schulneubau sei trotz der Notwendigkeit keine Selbstverständlichkeit, nicht für die Region und auch nicht für Thüringen.

Nach der heutigen Grundsteinlegung soll es zügig weiter gehen, in den nächsten Wochen sollen die Holzwände hochgezogen werden (Foto: agl) Nach der heutigen Grundsteinlegung soll es zügig weiter gehen, in den nächsten Wochen sollen die Holzwände hochgezogen werden (Foto: agl)


Rund 4,5 Millionen Euro Fördermittel erhält man aus Erfurt, weitere zwei Millionen muss der Kreis selber beisteuern. Die finanzielle Rückendeckung aus Erfurt erhielt man auch, weil man in Kooperation mit dem Kyffhäuserkreis neue Wege geht. Gemeinsam geplant wurde ein Neubau in Holzbauweise, der idealerweise auch auf andere Regionen und Rahmenbedingungen übertragbar sein soll.

Die Bodenplatte besteht weiter aus Beton und wird noch ein paar Tage Ruhe brauchen, danach soll das einstöckige Gebäude schnell in die Höhe wachsen. „Wir können 12 bis 15 Wände am Tag hochziehen, das wird Spaß machen da zuzuschauen“, verspricht der Bauleiter der Firma Buchmann Bau aus Rottleberode. Es sei gut zu sehen, dass Holz als Baustoff wieder mehr Verwendung finde.

In knapp drei Monaten könnte der Rohbau bereits stehen, das Richtfest für den Neubau dürfte also nicht lange auf sich warten lassen. Der finale Einzug soll zum Schulstart 2026 erfolgen. Heute wollte aber erst einmal die Zeitkapsel versenkt werden. Neben Münzgeld, Tageszeitung und Schulchronik haben hier auch Ideen der Grundschüler zu ihrer Wunschschule der Zukunft Eingang gefunden - mit Sauna, Schwimmbad oder Kino. Ganz so gut ausgestattet wird es in den Nordhäuser Schulen wohl in den nächsten Jahrzehnten nicht zu gehen, der Neubau darf aber durchaus als kleiner Lichtblick gelten.
Angelo Glashagel
Autor: red

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