Schuldiskussion geht im Ausschuss weiter
In Klettenberg geht es auch für die 1. Klasse weiter
Mittwoch, 30. April 2025, 17:27 Uhr
Am Montag hatte der Landkreis zur Elternversammlung nach Klettenberg gerufen, um über die Zukunft der Grundschule zu sprechen. Das Ergebnis war nicht das, was man erwartet hatte, nun muss die Diskussion auf der politischen Ebene weitergehen. Erster Aufschlag ist heute der Schulausschuss, die nnz tickert mit...
16.02 Uhr
Die Vorsitzende des Schulausschusses, Carola Böck, eröffnet die Sitzung. Erst einmal ist das übliche Prozedere abzuarbeiten
16.04 Uhr
Es gibt einen Antrag zur Tagesordnung, der heute morgen von der AfD eingegangen ist. Es geht um die Verbindung der Realschulen Niedersachswerfen und Ellrich, die als "Filialschulen" miteinander kooperieren sollen. Der Punkt soll laut AfD von der Tagesordnung, die Fristen seien zu kurz. Neu ist der Plan nicht, über die Maßnahme wird seit dem vergangenen Jahr diskutiert.
16.05 Uhr
Es muss abgestimmt werden, der Antrag wird mit sechs Stimmen abgelehnt.
16.06 Uhr
Es sind Gäste im Ausschuss, das ist im Schulausschuss nicht immer gegeben, Carola Böck möchte den Anwesenden Rederecht erteilen. Dem wird zugestimmt.
16.07 Uhr
Der Zeitpunkt für die Statements der Gäste kommt sogleich. Ines Sachse Schäfehammer kommt als Schulelternsprecherin aus der Regelschule Niedersachswerfen.
16.08 Uhr
Man habe arbeitsreiche Wochen hinter sich, im Schulgebäude habe sich viel getan. Im Zuge dessen ist angedacht, das Schulkonzept zu ändern, kommende Woche stehen Beratungen an, man möchte eine Gesamtschule werden. Als Vertretung der Eltern wäre es ihr wichtig, den bereits angesprochenen Tagesordnungspunkt zum Filialsystem zu verschieben.
16.09 Uhr
Die Schule sei gut zu erreichen, in der Elternschaft wurde viel diskutiert, man sei sich einig den Standort so erhalten zu wollen.
16.10 Uhr
Das Anliegen muss im Kreistag noch einmal zur Diskussion kommen, die laufende Tagesordnung ist beschlossen. Weitere Wortmeldungen gibt es nicht, die anwesenden Klettenberger hatten am Montag deutlich gemacht, wo sie stehen.
16.11 Uhr
Nächster Punkt: die Gebührensatzung der Horte. Die nnz hatte dazu bereits aus dem Finanzausschuss berichtet. Vorsitzende Böck kritisiert, dass die nötigen Informationen nicht rechtzeitig bis in die Fraktionen vorgedrungen sei.
16.19 Uhr
Direkte Fragen gibt es nicht, ein paar schriftliche Anfragen liegen dem Leiter des Schulverwaltungsamtes, Georg Müller, aber vor. Kurz und knapp: die alte Satzung stammt aus 2013, vom Land war eine neue Kostenordnung lange versprochen, wurde länger erwartet und soll nun endlich kommen. Dazu gehört eine Kostenübernahme der Landesseite, die Gebührenordnung des Kreises muss also überarbeitet werden. Wie es das Gesetz vorsieht sollen die Kosten gestaffelt werden, in der höchsten Einkommensklasse bei einem Kind und der längsten Betreuungszeit würden die Gebühren auf 40 Euro steigen. Damit bewegt man sich dann im Thüringer Mittel. Eine Nordhäuser Besonderheit: im Landkreis gehen 60 Prozent der Einnahmen zurück an die Horte damit die hier selber Investitionen tätigen können. Nach der alten Satzung waren das im Jahr 2024 134.000 Euro, die an die Schulen zurückgingen.
16.22 Uhr
Bei der Rückführung handelt es sich um einen Festbetrag, den die Linke gerne im Zuge der Erhöhung auch angepasst sähe.
16.25 Uhr
Sollte das Land die Betriebskosten übernehmen, sollte man die Sachkosten an den Bedarf anpassen, schlägt Stefan Nüßle vor. Hier könne und sollte man das Land in die Pflicht nehmen.
16.26 Uhr
Tim Rosenstock gibt zu Bedenken, dass man bisher nur Bekundungen der Landesseite aber keine konkreten Aussagen habe. Kommt die Übernahme nicht wie angekündigt, müsste man in der Folge die Gebühren wieder senken.
16.28 Uhr
Läuft die Sache wie angekündigt, würde der Freistaat die Gebühren für die Elternseite in Gänze schultern. Kommt das nicht, bliebe der gestiegene Beitrag von (im Maximum) 15 Euro an den Eltern hängen bleiben.
16.30 Uhr
Beschließen kann der Schulausschuss dazu nicht, wohl aber ein Votum abgeben. CDU und Bürgerliste würden zustimmen, die AfD würde sich den Argumenten der Linken anschließen, so auch die SPD. Rüdiger Neitzke würde für die Grünen der gegebenen Vorlage zustimen. Soweit die Stimmungslage des Ausschusses.
16.32 Uhr
Nun geht es weiter mit der Schulnetzplanung, darin enthalten ist auch die Causa Klettenberg. Hinzu kommt die Situation in Niedersachswerfen, über die man seit einem halben Jahr diskutiert. Von der Landesseite wurden Kooperationen vorgeschlagen, führt der zuständige Beigeordnete Stefan Nüßle aus.
16.33 Uhr
Die personellen Ressourcen sind überall knapp, allen voran bei den Regelschulen sowie den Förder- und Berufsschulen.
16.35 Uhr
Die Versammlung in Klettenberg sei "hoch emotional" geführt und intensiv diskutiert worden. Der Geburtentrend, der zu den Schwierigkeiten geführt hat, wird sich in den nächsten Jahren eher nicht bessern. Der Vorschlag des Landkreises läuft auf ein "Filialmodell" für Klettenberg und Ellrich hinaus.
16.36 Uhr
Heißt: vor allem in personeller Hinsicht arbeitet man enger zusammen und hilft sich gegenseitig aus. Klasse 3 und 4 blieben in Klettenberg erhalten, die Klassen 1 und 2 könnten zusammengelegt werden. Das würde den Bestand in der nächsten Zeit sichern, sagt Nüßle.
16.37 Uhr
Damit hätte man Option Drei gezogen, die am Montag besprochen wurden und die, die in Klettenberg den meisten Anklang finden sollte. Langfristig gelöst ist das Problem damit nicht unbedingt, in den Folgejahren wird man sehen müssen, wie sich die Belegung der Schule entwickelt.
16.38 Uhr
Punkt zwei ist Niedersachswerfen. Hier hatte es im letzten Jahr einen Aufruf und Proteste der Eltern gegeben, der Unterrichtsausfall war nicht mehr tragbar. Man reagierte mit Notabordnungen, die Lösung des Problems sollte sich auch hier in vertiefter Kooperation finden.
16.43 Uhr
Das Filialmodell würde am Ende die personellen Ressourcen hebeln und sei leichter zu organisieren, als die jetzigen Abordnungen, sagt Nüßle. Die Standortfrage stehe nicht im Raum, "nicht einmal im Ansatz", so Nüßle weiter. Abgesichert werden muss der Betrieb für das nächste Schuljahr. Über andere Schulmodelle kann man immer noch reden. Die laufende Planung läuft bis 2028, spätestens ab 2026 redet man also wieder über die Schulnetzplanung, da wäre der rechte Zeitpunkt, alternative Ansätze zu planen. Die Schaffung einer Gesamt- oder Gemeinschaftsschule werde Zeit brauchen, im Minimum zwei Jahre, schätzt Nüßle.
16.44 Uhr
Was die Schule jetzt brauche, sei eine Lösung die für die nächsten Jahre tragbar ist und die Personalfrage absichere. Der konzeptionellen Weiterentwicklung stehe das Filialmodell nicht im Wege. Die Entscheidung sei eine rein personelle.
16.46 Uhr
Im gesamten Schulamtsbereich Nordthüringen fehlen für die Realschulen aktuell 48 Lehrer, Tendenz steigend. Das Problem sei signifikant und werde am Ende sich nicht nur in Niedersachswerfen niederschlagen.
16.46 Uhr
Nach Nachfrage stellt Nüßle noch einmal klar, dass eine Standortschließung nicht zur Debatte stehe. Man habe gar keinen Raum, über 200 Schüler unterzubringen. Wer anderes behaupte, betreibe vor allem politische Stimmungsmache.
16.51 Uhr
Das Lehrerproblem werde sich mittelfristig nicht lösen lassen, sagt Nüßle, Schulleiter Andreas Trump pflichtet bei. Zu wenige angehende Lehrer wählen die Realschule, Seiteneinsteiger haben es schwer, weil erfahrene und ausgebildete Kollegen fehlen.
16.53 Uhr
Andreas Leupold fragt wie viele Lehrkräfte an den jeweiligen Standorten im kommenden Jahr vor Ort wären. Wer übernimmt die Stellvertretung?
16.54 Uhr
Man werde an jeder Stelle die Möglichkeit haben, über diese Fragen zu diskutieren, das sei das Primat des Kreistages. Man könne den Personalkörper gemeinsam einsetzen und besser auf Ausfälle reagieren, über die Besetzung entscheide aber das Schulamt in Worbis. Es gehe nicht um einen gegen den anderen, man müsse Lösungen finden, bei denen die Kinder im Mittelpunkt stehen.
16.56 Uhr
Im Moment gibt es in Niedersachswerfen keinen Schulleiter, beim Filialmodell gebe es das in der Theorie. In der Praxis werde jemand vor Ort für den Standort zuständig sein, für diese tägliche Arbeit müsse jemand bestimmt werden, ohne zwingend den Titel Schulleiter zu tragen, erläutert Andreas Trump, der die Kooperation des Herder-Gymnasiums mit dem Ilfelder Gymnasium noch in Erinnerung hat.
17.11 Uhr
Der nächste Punkt auf der Tagesordnung dreht sich um die Investitionen in der Schulnetzplanungen.
17.17 Uhr
Im Plan stehen an vorderster Stelle der Neubau der Grundschule Ilfeld, Investitionen an den Grundschulen in Ellrich und Heringen, die Sanierung der Turnhalle der Bleicheröder Regelschule sowie die räumliche Zusammenlegung der Berufschulteile (SBZ).
17.18 Uhr
Zum SBZ und dem Förderzentrum habe man sich viel mit den Schulleitern ausgetauscht, sagt Georg Müller. Für die Berufsschule steht eine Campuslösung im Raum und im Zuge dessen sei St. Martin wieder mit in die Diskussion gekommen.
17.19 Uhr
Die jetzigen Räume des Förderzentrums seien schon jetzt zu klein, man muss auf Nordhausen Ost ausweichen und auch hier werde es knapp, so Müller weiter.
17.21 Uhr
Ein etwaiger Umzug stehe noch lange nicht im Raum, es gehe um strategische Planungen für die Zukunft. In Anbetracht steigender Schülerzahlen würde für das Förderzentrum in der Straße der Genossenschaften vieles einfacher.
17.24 Uhr
Die Neuausrichtung zu St. Martin habe ihn überrascht, sagt Rüdiger Neitzke, auch in der Schule habe man nichts gewusst. Dem alten Stand nach würden die Schülerzahlen eher sinken, auch wegen stärkerer Inklusionsmaßnahmen an anderen Schulen.
17.24 Uhr
Der Standort am Rande der Stadt bringe deutliche Nachteile für die Arbeit der Förderschule mit sich, sagt Neitzke.
17.26 Uhr
Das Landratsamt war zuletzt im Januar im Gespräch mit der Schule, gibt Stefan Nüßle zu Protokoll. Am jetztigen Standort könne man nicht mehr bauen. Die Signale dass der Platz nicht mehr reiche seien von der Schule über das Schulamt gekommen. In der Straße der Genossenschaft habe man auch Vorteile, wie die Turnhalle. Neitzke bittet um eine Ausschusssitzung in St. Martin. Das sollte kein Problem sein.
17.27 Uhr
Weitere Fragen gibt es nicht. Ein Votum wird noch abgegeben, an das sind die Fraktionen des Kreistages aber nicht gebunden. Der interessante Teil ist damit vorbei, die bindenden Entscheidungen fallen dann am 13. Mai in großer Runde.
Autor: red16.02 Uhr
Die Vorsitzende des Schulausschusses, Carola Böck, eröffnet die Sitzung. Erst einmal ist das übliche Prozedere abzuarbeiten
16.04 Uhr
Es gibt einen Antrag zur Tagesordnung, der heute morgen von der AfD eingegangen ist. Es geht um die Verbindung der Realschulen Niedersachswerfen und Ellrich, die als "Filialschulen" miteinander kooperieren sollen. Der Punkt soll laut AfD von der Tagesordnung, die Fristen seien zu kurz. Neu ist der Plan nicht, über die Maßnahme wird seit dem vergangenen Jahr diskutiert.
16.05 Uhr
Es muss abgestimmt werden, der Antrag wird mit sechs Stimmen abgelehnt.
16.06 Uhr
Es sind Gäste im Ausschuss, das ist im Schulausschuss nicht immer gegeben, Carola Böck möchte den Anwesenden Rederecht erteilen. Dem wird zugestimmt.
16.07 Uhr
Der Zeitpunkt für die Statements der Gäste kommt sogleich. Ines Sachse Schäfehammer kommt als Schulelternsprecherin aus der Regelschule Niedersachswerfen.
16.08 Uhr
Man habe arbeitsreiche Wochen hinter sich, im Schulgebäude habe sich viel getan. Im Zuge dessen ist angedacht, das Schulkonzept zu ändern, kommende Woche stehen Beratungen an, man möchte eine Gesamtschule werden. Als Vertretung der Eltern wäre es ihr wichtig, den bereits angesprochenen Tagesordnungspunkt zum Filialsystem zu verschieben.
16.09 Uhr
Die Schule sei gut zu erreichen, in der Elternschaft wurde viel diskutiert, man sei sich einig den Standort so erhalten zu wollen.
16.10 Uhr
Das Anliegen muss im Kreistag noch einmal zur Diskussion kommen, die laufende Tagesordnung ist beschlossen. Weitere Wortmeldungen gibt es nicht, die anwesenden Klettenberger hatten am Montag deutlich gemacht, wo sie stehen.
16.11 Uhr
Nächster Punkt: die Gebührensatzung der Horte. Die nnz hatte dazu bereits aus dem Finanzausschuss berichtet. Vorsitzende Böck kritisiert, dass die nötigen Informationen nicht rechtzeitig bis in die Fraktionen vorgedrungen sei.
16.19 Uhr
Direkte Fragen gibt es nicht, ein paar schriftliche Anfragen liegen dem Leiter des Schulverwaltungsamtes, Georg Müller, aber vor. Kurz und knapp: die alte Satzung stammt aus 2013, vom Land war eine neue Kostenordnung lange versprochen, wurde länger erwartet und soll nun endlich kommen. Dazu gehört eine Kostenübernahme der Landesseite, die Gebührenordnung des Kreises muss also überarbeitet werden. Wie es das Gesetz vorsieht sollen die Kosten gestaffelt werden, in der höchsten Einkommensklasse bei einem Kind und der längsten Betreuungszeit würden die Gebühren auf 40 Euro steigen. Damit bewegt man sich dann im Thüringer Mittel. Eine Nordhäuser Besonderheit: im Landkreis gehen 60 Prozent der Einnahmen zurück an die Horte damit die hier selber Investitionen tätigen können. Nach der alten Satzung waren das im Jahr 2024 134.000 Euro, die an die Schulen zurückgingen.
16.22 Uhr
Bei der Rückführung handelt es sich um einen Festbetrag, den die Linke gerne im Zuge der Erhöhung auch angepasst sähe.
16.25 Uhr
Sollte das Land die Betriebskosten übernehmen, sollte man die Sachkosten an den Bedarf anpassen, schlägt Stefan Nüßle vor. Hier könne und sollte man das Land in die Pflicht nehmen.
16.26 Uhr
Tim Rosenstock gibt zu Bedenken, dass man bisher nur Bekundungen der Landesseite aber keine konkreten Aussagen habe. Kommt die Übernahme nicht wie angekündigt, müsste man in der Folge die Gebühren wieder senken.
16.28 Uhr
Läuft die Sache wie angekündigt, würde der Freistaat die Gebühren für die Elternseite in Gänze schultern. Kommt das nicht, bliebe der gestiegene Beitrag von (im Maximum) 15 Euro an den Eltern hängen bleiben.
16.30 Uhr
Beschließen kann der Schulausschuss dazu nicht, wohl aber ein Votum abgeben. CDU und Bürgerliste würden zustimmen, die AfD würde sich den Argumenten der Linken anschließen, so auch die SPD. Rüdiger Neitzke würde für die Grünen der gegebenen Vorlage zustimen. Soweit die Stimmungslage des Ausschusses.
16.32 Uhr
Nun geht es weiter mit der Schulnetzplanung, darin enthalten ist auch die Causa Klettenberg. Hinzu kommt die Situation in Niedersachswerfen, über die man seit einem halben Jahr diskutiert. Von der Landesseite wurden Kooperationen vorgeschlagen, führt der zuständige Beigeordnete Stefan Nüßle aus.
16.33 Uhr
Die personellen Ressourcen sind überall knapp, allen voran bei den Regelschulen sowie den Förder- und Berufsschulen.
16.35 Uhr
Die Versammlung in Klettenberg sei "hoch emotional" geführt und intensiv diskutiert worden. Der Geburtentrend, der zu den Schwierigkeiten geführt hat, wird sich in den nächsten Jahren eher nicht bessern. Der Vorschlag des Landkreises läuft auf ein "Filialmodell" für Klettenberg und Ellrich hinaus.
16.36 Uhr
Heißt: vor allem in personeller Hinsicht arbeitet man enger zusammen und hilft sich gegenseitig aus. Klasse 3 und 4 blieben in Klettenberg erhalten, die Klassen 1 und 2 könnten zusammengelegt werden. Das würde den Bestand in der nächsten Zeit sichern, sagt Nüßle.
16.37 Uhr
Damit hätte man Option Drei gezogen, die am Montag besprochen wurden und die, die in Klettenberg den meisten Anklang finden sollte. Langfristig gelöst ist das Problem damit nicht unbedingt, in den Folgejahren wird man sehen müssen, wie sich die Belegung der Schule entwickelt.
16.38 Uhr
Punkt zwei ist Niedersachswerfen. Hier hatte es im letzten Jahr einen Aufruf und Proteste der Eltern gegeben, der Unterrichtsausfall war nicht mehr tragbar. Man reagierte mit Notabordnungen, die Lösung des Problems sollte sich auch hier in vertiefter Kooperation finden.
16.43 Uhr
Das Filialmodell würde am Ende die personellen Ressourcen hebeln und sei leichter zu organisieren, als die jetzigen Abordnungen, sagt Nüßle. Die Standortfrage stehe nicht im Raum, "nicht einmal im Ansatz", so Nüßle weiter. Abgesichert werden muss der Betrieb für das nächste Schuljahr. Über andere Schulmodelle kann man immer noch reden. Die laufende Planung läuft bis 2028, spätestens ab 2026 redet man also wieder über die Schulnetzplanung, da wäre der rechte Zeitpunkt, alternative Ansätze zu planen. Die Schaffung einer Gesamt- oder Gemeinschaftsschule werde Zeit brauchen, im Minimum zwei Jahre, schätzt Nüßle.
16.44 Uhr
Was die Schule jetzt brauche, sei eine Lösung die für die nächsten Jahre tragbar ist und die Personalfrage absichere. Der konzeptionellen Weiterentwicklung stehe das Filialmodell nicht im Wege. Die Entscheidung sei eine rein personelle.
16.46 Uhr
Im gesamten Schulamtsbereich Nordthüringen fehlen für die Realschulen aktuell 48 Lehrer, Tendenz steigend. Das Problem sei signifikant und werde am Ende sich nicht nur in Niedersachswerfen niederschlagen.
16.46 Uhr
Nach Nachfrage stellt Nüßle noch einmal klar, dass eine Standortschließung nicht zur Debatte stehe. Man habe gar keinen Raum, über 200 Schüler unterzubringen. Wer anderes behaupte, betreibe vor allem politische Stimmungsmache.
16.51 Uhr
Das Lehrerproblem werde sich mittelfristig nicht lösen lassen, sagt Nüßle, Schulleiter Andreas Trump pflichtet bei. Zu wenige angehende Lehrer wählen die Realschule, Seiteneinsteiger haben es schwer, weil erfahrene und ausgebildete Kollegen fehlen.
16.53 Uhr
Andreas Leupold fragt wie viele Lehrkräfte an den jeweiligen Standorten im kommenden Jahr vor Ort wären. Wer übernimmt die Stellvertretung?
16.54 Uhr
Man werde an jeder Stelle die Möglichkeit haben, über diese Fragen zu diskutieren, das sei das Primat des Kreistages. Man könne den Personalkörper gemeinsam einsetzen und besser auf Ausfälle reagieren, über die Besetzung entscheide aber das Schulamt in Worbis. Es gehe nicht um einen gegen den anderen, man müsse Lösungen finden, bei denen die Kinder im Mittelpunkt stehen.
16.56 Uhr
Im Moment gibt es in Niedersachswerfen keinen Schulleiter, beim Filialmodell gebe es das in der Theorie. In der Praxis werde jemand vor Ort für den Standort zuständig sein, für diese tägliche Arbeit müsse jemand bestimmt werden, ohne zwingend den Titel Schulleiter zu tragen, erläutert Andreas Trump, der die Kooperation des Herder-Gymnasiums mit dem Ilfelder Gymnasium noch in Erinnerung hat.
17.11 Uhr
Der nächste Punkt auf der Tagesordnung dreht sich um die Investitionen in der Schulnetzplanungen.
17.17 Uhr
Im Plan stehen an vorderster Stelle der Neubau der Grundschule Ilfeld, Investitionen an den Grundschulen in Ellrich und Heringen, die Sanierung der Turnhalle der Bleicheröder Regelschule sowie die räumliche Zusammenlegung der Berufschulteile (SBZ).
17.18 Uhr
Zum SBZ und dem Förderzentrum habe man sich viel mit den Schulleitern ausgetauscht, sagt Georg Müller. Für die Berufsschule steht eine Campuslösung im Raum und im Zuge dessen sei St. Martin wieder mit in die Diskussion gekommen.
17.19 Uhr
Die jetzigen Räume des Förderzentrums seien schon jetzt zu klein, man muss auf Nordhausen Ost ausweichen und auch hier werde es knapp, so Müller weiter.
17.21 Uhr
Ein etwaiger Umzug stehe noch lange nicht im Raum, es gehe um strategische Planungen für die Zukunft. In Anbetracht steigender Schülerzahlen würde für das Förderzentrum in der Straße der Genossenschaften vieles einfacher.
17.24 Uhr
Die Neuausrichtung zu St. Martin habe ihn überrascht, sagt Rüdiger Neitzke, auch in der Schule habe man nichts gewusst. Dem alten Stand nach würden die Schülerzahlen eher sinken, auch wegen stärkerer Inklusionsmaßnahmen an anderen Schulen.
17.24 Uhr
Der Standort am Rande der Stadt bringe deutliche Nachteile für die Arbeit der Förderschule mit sich, sagt Neitzke.
17.26 Uhr
Das Landratsamt war zuletzt im Januar im Gespräch mit der Schule, gibt Stefan Nüßle zu Protokoll. Am jetztigen Standort könne man nicht mehr bauen. Die Signale dass der Platz nicht mehr reiche seien von der Schule über das Schulamt gekommen. In der Straße der Genossenschaft habe man auch Vorteile, wie die Turnhalle. Neitzke bittet um eine Ausschusssitzung in St. Martin. Das sollte kein Problem sein.
17.27 Uhr
Weitere Fragen gibt es nicht. Ein Votum wird noch abgegeben, an das sind die Fraktionen des Kreistages aber nicht gebunden. Der interessante Teil ist damit vorbei, die bindenden Entscheidungen fallen dann am 13. Mai in großer Runde.
