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Gutachten für Nordhäuser Theater

Donnerstag, 10. Januar 2002, 16:22 Uhr
Nordhausen (nnz). Dagmar Schipanski (CDU) will ein neues Gutachten für mögliche Strukturen der Theater Eisenach-Rudolstadt und Nordhausen in Auftrag geben. Sie erwarte vom Deutschen Bühnenverein Lösungsvorschläge ähnlich den Empfehlungen der Everding-Kommission von 1997.


Mit einbezogenen werden sollen auch die Orchester Gotha-Suhl, Jena und die Vogtland-Philharmonie. „Alle Einzelüberlegungen, die auf einem Beharren der Strukturen beruhen, bedeuten Schrumpfen der Theater“, sagte die Ministerin. „Genau das wollen wir aber vermeiden.“ Bisher würde jedoch alles Für und Wider von den unterschiedlichen Seiten sehr unterschiedlich gesehen.
Der ursprünglich vom Ministerium geplante Theaterverbund von Nordhausen, über Eisenach bis Rudolstadt war im Oktober gescheitert. Die Theater hatten auf ihrer derzeitigen Trägerstruktur und einem vollen Drei-Sparten-Programm bestanden. „Voraussetzung für eine Lösung in diesen Regionen Thüringens ist jedoch eine Einigung der Theater Erfurt und Weimar in der Mitte Thüringens“, sagte Schipanski. In diesem Theaterstreit gibt es nach ihrer Meinung sichtbare Annäherungen. Arbeits- und Lenkungsausschuss diskutierten konstruktiv über eine Fusion beider Häuser. „Es gibt einen Fragenkatalog, der vollständig beantwortet werden kann“, ist Schipanski sicher.

Seit Frühjahr 2001 schlagen die Diskussionen über notwendige Strukturveränderungen der Theater und Orchester in Thüringen hohe Wellen. Seitdem verhandelt Schipanski mit den Trägern über die Finanzierung aller Theater und Orchester von 2004 bis 2008. Die Bühnen seien wegen steigender Personalkosten in der jetzigen Form nicht mehr finanzierbar. Das Land will die Mittel für Theater und Orchester bis 2008 auf rund 60 Millionen Euro (117 Mio Mark) stabil halten.
Autor: nnz

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