Die Konsolidierung ist vorbei (1)
Dienstag, 14. November 2006, 07:21 Uhr
Nordhausen (nnz). Die ersten Prüfer sind derzeit in der Kreissparkasse Nordhausen zu Gange. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass sich das Geschäftsjahr seinem Ende zuneigt. Für nnz Grund genug nachfragen, was es gebacht hat, das Jahr 2006? Das erste Jahr ohne Rudolf Mund und mit neuem Konzept in der Hauptstelle.
Für Sparkassenvorstand Wolfgang Asche sind die Jahre der Konsolidierung vorbei. Von 1999 bis 2005 hatte sich das Wachstum – vormals im zweistelligen Bereich – deutlich abgeschwächt. Probleme bereitete den Bankern vor allem das Kreditgeschäft. Hier jedoch habe es in den vergangenen zehn Monaten eine deutliche Belebung gegeben. Vor allem im Firmenkundengeschäft. Zwar konnte der Bestandsrückgang auch 2006 nicht durch das Neugeschäft ausgeglichen werden, doch der Trend würde jetzt in die richtige Richtung zeigen, nach oben. Das Ziel, das Wolfgang Asche im nnz-Gespräch ausgegeben hat, macht es deutlich: Im kommenden Jahr werde es keine Schrumpfung mehr geben.
Dieser positive Trend, inklusive Ausblick, ist für Asche auch ein Indiz, dass sich die Wirtschaft im Landkreis Nordhausen deutlich belebt habe, die Unternehmen seien wesentlich investitionsfreudiger als noch vor Jahresfrist. Viele Unternehmen sind bereits heute gut aufgestellt, sie stehen einfach besser da. Das Konzept ist solide, die Ausstattung mit Eigenkapital hat sich verbessert. Wir sehen nicht nur Ersatzinvestitionen, sondern auch die Finanzierung von materiellen Neuanschaffungen, so der Banker. Für ihn zeigt sich damit auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze.
Vor allem Vorhaben im Bereich der regenerativen Energien wollen finanziert sein. Energie aus nachwachsenden Rohstoffen oder Photovoltaik sind die Renner. Und da will die Kreissparkasse nicht hinten anstehen. Auf das Dach des ehemaligen City-Hotels soll eine Anlage installiert werden, die Sonnenenergie in Strom und damit in bare Münze umwandelt. Asche verrät: Im Landkreis sind derzeit einige größere Anlagen der Gewinnung von Energie aus nachwachsenden Rohstoffen in Planung. Die Palette reiche bis zur Nutzung der Erdwärme.
Neben dem Firmenkundengeschäft hat sich die Kreissparkasse in diesem Jahr verstärkt dem Kreditgeschäft für Privatkunden zugewandt. Wir wollten damit natürlich zurück zu unseren Wurzeln, unsere Leistungen den Menschen hier vor Ort anbieten, freut sich Wolfgang Asche angesichts deutlicher Steigerungen. Etwas verhaltener wird der KSK-Vorstand, wenn es um den Einlagenbereich geht. Da spürte man am Kornmarkt doch den Drang der Kunden, vor der Mehrwertsteuererhöhung noch einmal die eine oder anderen Anschaffung zu tätigen oder Renovierungen vorzuziehen.
Zum anderen tobt gerade im Anlagebereich ein immens harter Wettbewerb. Weiterhin würden auch die Gesetzlichkeiten zu Hartz IV ihre Spuren im Spar- und Anlageverhalten hinterlassen, Geld fließt weiterhin ab. Der Einlagenbestand der Kreissparkasse wird in diesem Jahr ganz schwer zu halten sein, wird am Kornmarkt prognostiziert, gestiegene Energiekosten in den privaten Haushalten und der permanente Einwohnerschwund im Landkreis Nordhausen würden ein übriges tun.
Deutlich zugenommen hat das Wertpapiergeschäft in diesem Jahr, vor allem wird noch auf Fonds gesetzt, unsere Kunden sind immer noch sehr vorsichtig und konservativ in ihrer Anlagestrategie. Dennoch: Die Immobilienfonds hätten sich stabilisiert, und das einstige hausgemachte Deka-Problem sei in seinen Auswirkungen nicht mehr zu spüren.
Wolfgang Asche wirbt neben den Fonds auch für die Riester-Rente. Sie wäre eine ideale Ergänzung für die individuelle Altersvorsorge, die eine immer größere Bedeutung erhalte. Doch der Vorständler muss eingestehen, dass alle Werbung der Sparkasse bislang nur etwa 20 Prozent der Kunden erreicht habe.
Wie es mit der Bilanz des Jahres 2006 aussieht, welche Vorhaben es geben wird und wie die Neugestaltung der Hauptstelle bei den Kunden angekommen ist, das erfahren Sie im zweiten Teil des Beitrages.
Autor: nnzFür Sparkassenvorstand Wolfgang Asche sind die Jahre der Konsolidierung vorbei. Von 1999 bis 2005 hatte sich das Wachstum – vormals im zweistelligen Bereich – deutlich abgeschwächt. Probleme bereitete den Bankern vor allem das Kreditgeschäft. Hier jedoch habe es in den vergangenen zehn Monaten eine deutliche Belebung gegeben. Vor allem im Firmenkundengeschäft. Zwar konnte der Bestandsrückgang auch 2006 nicht durch das Neugeschäft ausgeglichen werden, doch der Trend würde jetzt in die richtige Richtung zeigen, nach oben. Das Ziel, das Wolfgang Asche im nnz-Gespräch ausgegeben hat, macht es deutlich: Im kommenden Jahr werde es keine Schrumpfung mehr geben.
Dieser positive Trend, inklusive Ausblick, ist für Asche auch ein Indiz, dass sich die Wirtschaft im Landkreis Nordhausen deutlich belebt habe, die Unternehmen seien wesentlich investitionsfreudiger als noch vor Jahresfrist. Viele Unternehmen sind bereits heute gut aufgestellt, sie stehen einfach besser da. Das Konzept ist solide, die Ausstattung mit Eigenkapital hat sich verbessert. Wir sehen nicht nur Ersatzinvestitionen, sondern auch die Finanzierung von materiellen Neuanschaffungen, so der Banker. Für ihn zeigt sich damit auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze.
Vor allem Vorhaben im Bereich der regenerativen Energien wollen finanziert sein. Energie aus nachwachsenden Rohstoffen oder Photovoltaik sind die Renner. Und da will die Kreissparkasse nicht hinten anstehen. Auf das Dach des ehemaligen City-Hotels soll eine Anlage installiert werden, die Sonnenenergie in Strom und damit in bare Münze umwandelt. Asche verrät: Im Landkreis sind derzeit einige größere Anlagen der Gewinnung von Energie aus nachwachsenden Rohstoffen in Planung. Die Palette reiche bis zur Nutzung der Erdwärme.
Neben dem Firmenkundengeschäft hat sich die Kreissparkasse in diesem Jahr verstärkt dem Kreditgeschäft für Privatkunden zugewandt. Wir wollten damit natürlich zurück zu unseren Wurzeln, unsere Leistungen den Menschen hier vor Ort anbieten, freut sich Wolfgang Asche angesichts deutlicher Steigerungen. Etwas verhaltener wird der KSK-Vorstand, wenn es um den Einlagenbereich geht. Da spürte man am Kornmarkt doch den Drang der Kunden, vor der Mehrwertsteuererhöhung noch einmal die eine oder anderen Anschaffung zu tätigen oder Renovierungen vorzuziehen.
Zum anderen tobt gerade im Anlagebereich ein immens harter Wettbewerb. Weiterhin würden auch die Gesetzlichkeiten zu Hartz IV ihre Spuren im Spar- und Anlageverhalten hinterlassen, Geld fließt weiterhin ab. Der Einlagenbestand der Kreissparkasse wird in diesem Jahr ganz schwer zu halten sein, wird am Kornmarkt prognostiziert, gestiegene Energiekosten in den privaten Haushalten und der permanente Einwohnerschwund im Landkreis Nordhausen würden ein übriges tun.
Deutlich zugenommen hat das Wertpapiergeschäft in diesem Jahr, vor allem wird noch auf Fonds gesetzt, unsere Kunden sind immer noch sehr vorsichtig und konservativ in ihrer Anlagestrategie. Dennoch: Die Immobilienfonds hätten sich stabilisiert, und das einstige hausgemachte Deka-Problem sei in seinen Auswirkungen nicht mehr zu spüren.
Wolfgang Asche wirbt neben den Fonds auch für die Riester-Rente. Sie wäre eine ideale Ergänzung für die individuelle Altersvorsorge, die eine immer größere Bedeutung erhalte. Doch der Vorständler muss eingestehen, dass alle Werbung der Sparkasse bislang nur etwa 20 Prozent der Kunden erreicht habe.
Wie es mit der Bilanz des Jahres 2006 aussieht, welche Vorhaben es geben wird und wie die Neugestaltung der Hauptstelle bei den Kunden angekommen ist, das erfahren Sie im zweiten Teil des Beitrages.
