Problem Schrankenbaum ist gelöst
Donnerstag, 10. Januar 2002, 14:19 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Zeiten der Beschaffung von Ersatzteilen sollten eigentlich seit mehr als zehn Jahren der Vergangenheit angehören. Nicht so für die Deutsche Bahn AG, wie ein Beispiel aus dem Landkreis Nordhausen zeigt.
"Wir sind bisher davon ausgegangen, dass wir im Südharz schon alles erlebt haben, was die Deutsche Bahn uns bieten könnte. Doch wir haben die Phantasie dieses Unternehmens offenbar unterschätzt" kommentiert Michael Reinboth, Sprecher der Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz", die derzeit herrschenden Zustände auf der Schienenstrecke Ellrich - Nordhausen. Zwischen Woffleben und Niedersachswerfen nämlich müssen alle Züge seit Wochen einen Zwangshalt einlegen, der 1-2 Minuten Fahrzeit kostet. Die Schranke am Bahnübergang beim Ausbesserungswerk ist seit dem 20.12.01 defekt - und wird nicht repariert!
Das bedeutet für alle Züge: Halten, Sichten, Tuten und langsam drüberfahren. Die Gefährdung des öffentlichen Verkehrs ist aber dennoch offensichtlich. "Es ist völlig unverständlich, dass sich die Bahn mit der Reparatur einer Schranke derart viel Zeit lässt. Das hätte es - um eine viel strapazierte Formulierung zu gebrauchen - früher nicht gegeben, weder bei Reichs- noch Bundesbahn" seufzt Reinboth, der darauf setzt, dass die nunmehr verantwortliche REGENT-Mannschaft bei der Bahn sich dieses Problems kurzfristig annehmen wird.
Die DB AG teilte der Initiative hierzu folgendes mit:
Zu dem von Ihnen geschilderten Ereignis am Bahnübergang bei Woffleben können wir Ihnen Folgendes mitteilen: Am 23. Dezember vergangenen Jahres zerbrach bei winterlichen Verhältnissen einer der beiden Schrankenbäume des besagten Bahnübergangs; ein entsprechendes Ersatzteil wurde unverzüglich bestellt. Aufgrund der außergewöhnlichen Länge des Schrankenbaumes (13,10 m) handelt es sich allerdings um ein regelrechtes Einzelstück, dessen Anfertigung eine gewisse Zeit beansprucht. Laut Auskunft der Herstellerfirma ist mit der Lieferung nicht vor Anfang Februar zu rechnen. Die von Ihnen erläuterten Zugverspätungen sind selbstverständlich auch für uns ein Ärgernis, jedoch unvermeidbar. Die DB AG ist aus Sicherheitsgründen - und nicht zuletzt aus rechtlichen Gesichtspunkten - dazu verpflichtet, die dort verkehrenden Züge mit Schritttempo über den Bahnübergang zu leiten, solange dieser gestört ist.
Anmerkung der nnz-Redaktion: Wir haben heute dieses Schrankenproblem unter die Lupe genommen. Ein nnz-Mitarbeiter war vor Ort und siehe da: Die Schranke ist heute Vormittag repariert worden. Freie Fahrt ist also wieder angesagt, Dankeschön, DB AG!
Autor: nnz"Wir sind bisher davon ausgegangen, dass wir im Südharz schon alles erlebt haben, was die Deutsche Bahn uns bieten könnte. Doch wir haben die Phantasie dieses Unternehmens offenbar unterschätzt" kommentiert Michael Reinboth, Sprecher der Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz", die derzeit herrschenden Zustände auf der Schienenstrecke Ellrich - Nordhausen. Zwischen Woffleben und Niedersachswerfen nämlich müssen alle Züge seit Wochen einen Zwangshalt einlegen, der 1-2 Minuten Fahrzeit kostet. Die Schranke am Bahnübergang beim Ausbesserungswerk ist seit dem 20.12.01 defekt - und wird nicht repariert!
Das bedeutet für alle Züge: Halten, Sichten, Tuten und langsam drüberfahren. Die Gefährdung des öffentlichen Verkehrs ist aber dennoch offensichtlich. "Es ist völlig unverständlich, dass sich die Bahn mit der Reparatur einer Schranke derart viel Zeit lässt. Das hätte es - um eine viel strapazierte Formulierung zu gebrauchen - früher nicht gegeben, weder bei Reichs- noch Bundesbahn" seufzt Reinboth, der darauf setzt, dass die nunmehr verantwortliche REGENT-Mannschaft bei der Bahn sich dieses Problems kurzfristig annehmen wird.
Die DB AG teilte der Initiative hierzu folgendes mit:
Zu dem von Ihnen geschilderten Ereignis am Bahnübergang bei Woffleben können wir Ihnen Folgendes mitteilen: Am 23. Dezember vergangenen Jahres zerbrach bei winterlichen Verhältnissen einer der beiden Schrankenbäume des besagten Bahnübergangs; ein entsprechendes Ersatzteil wurde unverzüglich bestellt. Aufgrund der außergewöhnlichen Länge des Schrankenbaumes (13,10 m) handelt es sich allerdings um ein regelrechtes Einzelstück, dessen Anfertigung eine gewisse Zeit beansprucht. Laut Auskunft der Herstellerfirma ist mit der Lieferung nicht vor Anfang Februar zu rechnen. Die von Ihnen erläuterten Zugverspätungen sind selbstverständlich auch für uns ein Ärgernis, jedoch unvermeidbar. Die DB AG ist aus Sicherheitsgründen - und nicht zuletzt aus rechtlichen Gesichtspunkten - dazu verpflichtet, die dort verkehrenden Züge mit Schritttempo über den Bahnübergang zu leiten, solange dieser gestört ist.
Anmerkung der nnz-Redaktion: Wir haben heute dieses Schrankenproblem unter die Lupe genommen. Ein nnz-Mitarbeiter war vor Ort und siehe da: Die Schranke ist heute Vormittag repariert worden. Freie Fahrt ist also wieder angesagt, Dankeschön, DB AG!
