Keine Rücksicht auf Befindlichkeiten
Donnerstag, 10. Januar 2002, 14:01 Uhr
Nordhausen (nnz). Seit dem 1. Juli des vergangenen Jahres lebt der Südharzer Tourismusverband e.V. Wie sieht die Bilanz nach einem halben Jahr aus? nnz hat nachgefragt.
Der Tourismus der Region Nordhausen soll in diesem Jahr offensiver als bisher vermarktet werden und zwar als einheitliches Angebot. Dieses Ziel haben sich die Macher des neuen Verbandes auf ihre Fahnen geschrieben. Das erste Produkt dieser Überlegungen war die Aufnahme der Region in den Buchungskatalog des HVV für dieses Jahr. Marketing kostet Geld, das weiß auch Uta Hirselandt. Jede der zwei Seiten für Nordhausen und der einen für Neustadt kostete schlaffe 1.800 Euro. Doch diese Investition soll sich auszahlen.
Ausgezahlt hat sich bislang die Aktivierung des THÜRIS-Knotens in Nordhausen. Dieses zentrale Thüringer Buchungssystem wurde bis Ende Juni grob vernachlässigt, um es vornehm auszudrücken. Die Bilanz macht das deutlich. In der zweiten Jahreshälfte 2001 wurden über dieses System 243 Buchungen für die Region vorgenommen, in den ersten sechs Monaten waren es Null. Es wurde einfach nicht mit diesem System gearbeitet, Anfragen für die Region wurden in ausgewählte Hotels umgeleitet oder in den Südharz, meint Hirselandt.
Wie im vergangenen Jahr sollen auch 2002 wieder Messen besucht werden. Erstes Highlight ist die ITB im März in Berlin. Bis dahin soll ein neues Gastgeberverzeichnis für den Landkreis Nordhausen gedruckt sein. Das letzte datiert aus dem Jahr 1998. Rund 190 Hotels, Pensionen oder private Zimmervermieter sollen in dem Werk aufgelistet und kurz beschrieben werden. Avisiert sind nach Berlin weitere Messeauftritte in Gemeinschaft mit der Thüringer Tourismus GmbH. Der Verband finanziert sich über Mitgliedsbeiträge, Zuschüsse vom Landkreis sowie durch Fördermittel. Förderer gibt es auch im Landkreis Nordhausen, die Kreissparkasse halft zum Beispiel mit einer Anschubfinanzierung von 20.000 Mark.
Oftmals hängt Uta Hirselandt zwischen den Seilen, die ein Netz aus Abhängigkeiten und persönlichen Befindlichkeiten darstellen. Doch darauf will sie sich nicht einlassen, will darauf keine Rücksicht nehmen. Den Tourismus soll der neue Verband voranbringen. Hier bedarf es vieler Helfer. Ein Partner ist zum Beispiel die Fachhochschule. Die Ergebnisse einer Online-Befragung sollen nicht nur bald veröffentlicht, sondern auch zum Ausgangspunkt einer Marketingkonzeption werden.
Autor: nnzDer Tourismus der Region Nordhausen soll in diesem Jahr offensiver als bisher vermarktet werden und zwar als einheitliches Angebot. Dieses Ziel haben sich die Macher des neuen Verbandes auf ihre Fahnen geschrieben. Das erste Produkt dieser Überlegungen war die Aufnahme der Region in den Buchungskatalog des HVV für dieses Jahr. Marketing kostet Geld, das weiß auch Uta Hirselandt. Jede der zwei Seiten für Nordhausen und der einen für Neustadt kostete schlaffe 1.800 Euro. Doch diese Investition soll sich auszahlen.
Ausgezahlt hat sich bislang die Aktivierung des THÜRIS-Knotens in Nordhausen. Dieses zentrale Thüringer Buchungssystem wurde bis Ende Juni grob vernachlässigt, um es vornehm auszudrücken. Die Bilanz macht das deutlich. In der zweiten Jahreshälfte 2001 wurden über dieses System 243 Buchungen für die Region vorgenommen, in den ersten sechs Monaten waren es Null. Es wurde einfach nicht mit diesem System gearbeitet, Anfragen für die Region wurden in ausgewählte Hotels umgeleitet oder in den Südharz, meint Hirselandt.
Wie im vergangenen Jahr sollen auch 2002 wieder Messen besucht werden. Erstes Highlight ist die ITB im März in Berlin. Bis dahin soll ein neues Gastgeberverzeichnis für den Landkreis Nordhausen gedruckt sein. Das letzte datiert aus dem Jahr 1998. Rund 190 Hotels, Pensionen oder private Zimmervermieter sollen in dem Werk aufgelistet und kurz beschrieben werden. Avisiert sind nach Berlin weitere Messeauftritte in Gemeinschaft mit der Thüringer Tourismus GmbH. Der Verband finanziert sich über Mitgliedsbeiträge, Zuschüsse vom Landkreis sowie durch Fördermittel. Förderer gibt es auch im Landkreis Nordhausen, die Kreissparkasse halft zum Beispiel mit einer Anschubfinanzierung von 20.000 Mark.
Oftmals hängt Uta Hirselandt zwischen den Seilen, die ein Netz aus Abhängigkeiten und persönlichen Befindlichkeiten darstellen. Doch darauf will sie sich nicht einlassen, will darauf keine Rücksicht nehmen. Den Tourismus soll der neue Verband voranbringen. Hier bedarf es vieler Helfer. Ein Partner ist zum Beispiel die Fachhochschule. Die Ergebnisse einer Online-Befragung sollen nicht nur bald veröffentlicht, sondern auch zum Ausgangspunkt einer Marketingkonzeption werden.
