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AfD zur Sanierung in der Hufelandstraße

Düben-Schaumann: SWG lässt Mieter im Stich

Samstag, 05. April 2025, 11:02 Uhr
Harte Kritik übt AfD-Stadträtin und Landtagsabgeordnete Kerstin Düben-Schaumann an der SWG wegen ihres Umgangs mit den Mietern der Hufelandstraße in Nordhausen-Nord...

Zahlreiche, oft langjährige Mieter müssen ihre Wohnungen verlassen, da die Gebäude umfassend saniert werden. In einer Anfrage wollte die AfD wissen, welche Unterstützung die SWG den betroffenen Mietern bietet – die Antwort von SWG-Chefin Inge Klaan sorgt nun für Empörung.

"Was die SWG hier abliefert, hat mit ihrem Auftrag und ihrer sozialen Verantwortung als öffentliche Wohnungsgesellschaft nichts mehr zu tun", so Düben-Schaumann. Weder gebe es konkrete Hilfen beim Umzug noch eine Entschädigung für Einbauten. "Die Mieter werden im Regen stehen gelassen. Das werden wir nicht unwidersprochen hinnehmen."

Frau Klaan habe die Anfragen sehr wortreich beantwortet, konkret ergäben sich aus der Antwort der SWG jedoch folgende Punkte, so Frau Düben-Schaumann:
  • "Unverbindliche Unterstützung: Die SWG bietet zwar Ersatzwohnungen an, diese sind jedoch meist nicht barrierefrei oder liegen in anderen Stadtteilen. Zudem ist der Wohnungsmarkt in Nordhausen-Nord angespannt.
  • Keine finanzielle Hilfe: Umzugskosten, Ummeldegebühren oder Kosten für Neuanschaffungen müssen die Mieter selbst tragen.
  • Neuverträge und höhere Mieten: Bestehende Mietverträge verlieren ihre Gültigkeit, und Rückkehr zu alten Mietpreisen ist nicht möglich. Die geplante Kaltmiete soll unter 10 Euro pro Quadratmeter liegen, doch die endgültige Berechnung steht noch aus.
  • Unklare Ersparnisse bei Nebenkosten: Die SWG verspricht eine Senkung der Heizkosten durch moderne Technik, kann jedoch keine garantierte Ersparnis nennen.
  • Keine gesicherte Rückkehr: Mieter, die nach der Sanierung zurückkehren möchten, haben keinen vertraglichen Anspruch auf eine Wohnung."


Düben-Schaumann resümiert: "Das bedeutet für die Mieter: Zwangsauszug, finanzielle Mehrbelastung, unsichere Rückkehrmöglichkeiten und höhere Mieten. Damit agiert die
SWG wie ein gewöhnlicher Privatvermieter und ignoriert ihren sozialen Auftrag. Menschen mit geringen Einkommen und Rentner werden aus ihrem Stadtteil verdrängt."
Autor: red

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