nnz-online

nnz-Rückspiegel: 10. Januar 2001

Donnerstag, 10. Januar 2002, 07:30 Uhr
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden.


„Miss Deutschland 2001“ kommt aus Nordhausen
Die neue „Miss Deutschland 2001“ kommt aus Nordhausen und heißt Claudia Bechstein. Eine Prominentenjury von Sportlern, Medien- und Showstars wählte die schwarzhaarige Marketingassistentin am späten Abend in Kaiserslautern zur schönsten Frau Deutschlands. Beim Wettbewerb mußte sich die 22-jährige im Unterhaltungszentrum Riverside in Badeanzug und Abendkleid gegen 15 Mitbewerberinnen durchsetzen. Mit ihrem Sieg hat sich Claudia Bechstein für die Wahl der „Miss Universe“ im Mai in Puerto Rico qualifiziert. Der Wettbewerb wurde vom MGO Komitee Miss Deutschland ausgerichtet. Verona Feldbusch war eine der bisher prominentesten Miss-Siegerinnen. Der inzwischen patentrechtlich geschützte Titel „Miss Germany“ wird von einem anderen Unternehmen erst demnächst vergeben.


Schulentwicklungsplanung bislang sachlich diskutiert
Die bisherige Diskussion zur Nordhäuser Schulentwicklungsplanung verlief bislang sehr sachlich und konstruktiv. Zu dieser Einschätzung gelangte Bürgermeister Klaus Wahlbuhl (SPD) gegenüber der nnz. In dieser Woche fanden und finden dazu Schulkonferenzen statt, unter anderem in Niedersalza, Krimderode und Sundhausen. Bereits im Dezember beschäftigten sich die Schulelternsprecher der Stadt Nordhausen mit diesem Thema (nnz berichtete). Wahlbuhl gab jedoch auch zu, daß die Eltern der von einer Schließung betroffenen Schulen „nicht glücklich über diesen Umstand seien“, doch letztlich weiß der Kommunalpolitiker das bisher eindeutige Votum des Stadtrates hinter sich. Der hatte sich im Dezember einstimmig für den bisherigen Entwurf ausgesprochen. Vorgesehen sind mittelfristig fünf Grundschulen und vier Regelschulen im Stadtgebiet.

Wahlbuhl machte im nnz-Gespräch auch deutlich, daß in den kommenden Jahren ein Investitionsprogramm für die verbleibenden Schulen anlaufen müsse. Dabei werden die Gelder, die für die Bewirtschaftung der zu schließenden Schulen bislang notwendig waren, nicht einfach eingespart, sondern für die Sanierung der verbleibenden Häuser eingesetzt. Dabei handelt es sich um eine Summe von rund 800.000 Mark pro Jahr. Das allein reicht freilich nicht aus, um das gesteckte Ziel zu erreichen. Hilfe muß vor allem vom Land Thüringen kommen. So will die Stadt Nordhausen erreichen, daß eine Schule in das sogenannte „Plattenbau-Programm für Schulen“ des Landes aufgenommen werde. Hierzu soll es weitere Gespräche mit Minister Trautvetter geben.


Deusa Bleicherode stellt morgen Antrag auf Insolvenz
Die Deusa Solbergwerke und Aufbereitungs GmbH in Bleicherode steht vor dem Aus. Morgen wird die Geschäftsleitung des Unternehmens beim Nordhäuser Amtsgericht einen Antrag auf Insolvenz einreichen. Nach Aussagen der Unternehmensleitung seien in den zurückliegenden Monaten zwar Verhandlungen mit potentiellen Investoren geführt worden, diese konnten bis heute jedoch nicht zu einem befriedigenden Ergebnis gebracht werden. Seit September des vergangenen Jahres hätte sich die Geschäftsführung nach der Wiederaufnahme der Produktion um Partner bemüht.

Für die Belegschaft und den Betriebsrat stellt sich die Situation jedoch gänzlich anders dar. Nach dem Besuch des Bundeskanzlers in Nordhausen am 23. August 2000 habe es im Bundeswirtschaftsministerium und im Kanzleramt intensive Bemühungen um einen neuen Partner für die Bleicheröder gegeben. Einer der Partner war die Kali + Salz AG aus Kassel. „In deren Konzept seien jedoch die Herren der Geschäftsleitung nicht mehr vorgesehen gewesen“, so Betriebsratsvorsitzender Falko Kauf gegenüber der nnz. Namentlich benannte er Klaus-Dieter Leusch, Jürgen Krumbein und Frank Walkhoff. Klar, daß diese Herren nicht auf den Partner aus Kassel gesetzt, sondern die Verhandlungen „konsequent verhindert“ hätten. So wurde die Possehl Erzkontor GmbH aus Lübeck favorisiert, die nun auch die Verhandlungen mit dem künftigen Insolvenzverwalter führen soll. Doch auch die Bemühungen der Herren aus Lübeck hätten nur die Insolvenz zum Ergebnis gehabt.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de