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Wegen Dauerstress:

Ausfälle bei Berufstätigen in Thüringen auf Höchststand

Sonntag, 30. März 2025, 10:32 Uhr
Wenn Berufstätige ständig unter Strom stehen, wenn ihnen alles zu viel wird und sie einfach nicht mehr können, werden sie häufig wegen akuter Belastungsreaktionen und Anpassungsstörungen krankgeschrieben...

Wie Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse zeigen, kamen 2024 in Thüringen aufgrund dieser Diagnose 120,5 Fehltage auf 100 Arbeitnehmer*innen – so viele wie noch nie in der jüngeren Vergangenheit. Zum Vergleich: Im Vorjahr 2023 fehlten Berufstätige im Freistaat 114,5 Tage wegen stressbedingter Belastungen. Vor fünf Jahren im Vor-Corona-Jahr 2019 waren es noch fast 88 Tage.

Mit Blick auf 2024 bedeutet das einen Anstieg um gut 37 Prozent. Im Bundesländervergleich liegt Thüringen damit deutlich unter dem deutschlandweiten Mittel von 51 Prozent. Das größte Plus im Fünfjahres-Vergleich verzeichnet die KKH mit gut 71 Prozent in Schleswig-Holstein, das geringste mit 34 Prozent in Rheinland-Pfalz. Mit Blick auf die Fehlzeiten liegt der Freistaat mit seinen aktuell 120,5 Tagen pro 100 Berufstätige wiederum über dem Bundesdurchschnitt von rund 112 Tagen. Im Saarland registriert die KKH mit fast 176 die meisten Ausfalltage wegen Dauerstress, in Baden-Württemberg mit gut 81 Tagen die wenigsten.

Neben der Betreuung durch ein umfassendes betriebliches Gesundheitsmanagement und einer ganzheitlichen Aufklärung durch Hausärzte können Betroffene bereits selbst viel tun, damit Stress gar nicht erst auf die Gesundheit schlägt. Die Art des Umgangs mit emotionalen Belastungen spielt dabei eine wesentliche Rolle.
Autor: red

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