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Eiszeit – Kein Märchen

Donnerstag, 09. November 2006, 15:55 Uhr
Nordhausen (nnz). Angehende Erzieherinnen und ein angehender Erzieher haben sich zum Ende ihrer dreijährigen Ausbildung bei der Bildungsakademie Pro Vita in Nordhausen auf ein ganz anderes Terrain begeben – sie spielen Theater. Was sie da auf die Bühne bringen, das geht unter die Haut.

Eiszeit (Foto: theater) Eiszeit (Foto: theater)


Das Stück „Eiszeit“ ist von einer ihrer Mitschülerinnen – Sandy Scheufler – selbst geschrieben und widmet sich einem Thema, dass man fast täglich in den Zeitungen liest, leider. Es geht um den Missbrauch von Kindern.

Die 25 jungen Leute aus ganz Thüringen und Sachsen Anhalt wollen nach Abschluss ihrer Ausbildung in Kindergärten, Schulhorten aber auch in Kinderheimen oder als Tagesmütter sowie in der Suchtberatung arbeiten. Drei Jahre haben sie gelernt, was Kinder brauchen. Den 20 bis 33jährigen liegt deshalb das Wohl der Mädchen und Jungen besonders am Herzen. Sie haben aber in ihrer Arbeit auch gespürt, dass es leider im wirklichen Leben nicht immer so rosig für die Kinder aussieht. Ihr Theaterstück „Eiszeit“ ist deshalb auch ein Appell an die Erwachsenen. Den Eintrittspreis wollen die jungen Leute dem Kinderhospiz zur Verfügung stellen.

In dem Stück „Eiszeit“ geht es um ein Geschwisterpaar, bei dem der Junge in die Fänge der Königin gerät. Eine Lichtgestalt hilft der Schwester, ihren kleinen Bruder zu befreien. Grundgerüst ist die Geschichte Schneekönigin. Es geht aber auch um Gewalt im Elternhaus, um Einsamkeit, um Hilflosigkeit und auch um Hoffnung.

Die Klasse hatte bereits im vergangenen Jahr schon ein Stück zum Thema „Mobbingopfer“ gemacht und in der Akademie aufgeführt. „Eiszeit“ ist für alle ein besonderer Höhepunkt, der die künftigen Erzieher ins Theater bringt. Das Stück wird am 15. November um 19.30 Uhr im Theater unterm Dach in Nordhausen aufgeführt.
Autor: nnz

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