Managerin zum Rapport
Mittwoch, 08. November 2006, 13:26 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Freien Demokraten in diesem Landkreis wollen eine Rechenschaft des Regionalmanagements. Das trugen sie auch im Kreisausschuss vor. Die nnz begab sich auf die Spuren dieses Managements.
Im vergangenen Monat war Regionalmanagerin Uta Reinholz auf Tour in Berlin. Im Bundeswirtschaftsministerium musste sie Rechenschaft über die geleistete Arbeit ablegen, so wie die 75 anderen Regionalmanager dieser Republik auch. Jährlich wird zum Rapport in die Bundeshauptstadt eingeladen, schließlich befindet sich dort die Quelle des Geldes, mit dem das Projekt des Regionalmanagements seit dem 1. Dezember 2002 am Laufen gehalten wird.
Auf eine umfangreiche Bilanz kann Uta Reinholz verweisen. Wer als aufmerksamer Leser der nnz das Stichwort Regionalmanagement in die Suche eingibt, der entlockt dem Archiv über 100 Einträge. Nun soll das kein Indiz sein für Engagement oder Intensität, so wie es Parteien gern für sich beanspruchen. Es ist aber ein Indiz für Arbeit.
Im vergangenen Jahr sprach Uta Reinholz ausführlich im Wirtschaftsausschuss des Kreistages über die Arbeit der verschiedenen Projektgruppen. Sechs dieser Gruppen sind es. Sie beschäftigten sich mit Technologie und Netzwerken, über Tourismus bis hin zur Projektgruppe Wirtschaftsförderung. Aufgabe dieser sowie der Management- und der Lenkungsgruppe ist es nicht, die Arbeit anderer Institutionen zu machen. Das Regionalmanagement sucht vielmehr nach gemeinsamen Ansätzen, nach Gemeinsamkeiten und neue Ideen. Vorhandenes mit einander zu verknüpfen, was bislang nebeneinander tätig war, das ist einer der Hauptinhalte. Deshalb auch die Zusammenarbeit mit dem Nordhäuser Unternehmerverband (NUV).
Deshalb sind es auch die Netzwerke, die im Vordergrund stehen und die in die Bilanz einfließen. Das Biogas- und das Baustoffnetzwerk sind da Beispiele. In ihnen haben sich Firmen der Nordhäuser Region zusammengeschlossen mit dem Ziel, neue Projekte, Verfahren vorzustellen und Forschungspotentiale mit einzubinden. Ob nun die Fachhochschule vor Ort oder Einrichtungen in anderen Thüringer Städten wie die Weimarer Bauhaus-Uni – sie arbeiten beim Baustoffnetzwerk miteinander statt nebeneinander.
Auch während der Planungsphase zum Industriegebiet gab es entscheidende Impulse seitens des Regionalmanagements. Klar, die Planungen selbst waren von Fachleuten vorgenommen worden. Doch in kritischen Momenten wurden die Durchbrüche in den Räumen des Regionalmanagements erreicht.
Uta Reinholz und ihre Kolleginnen sind nicht so PR-offensiv wie vielleicht kleinere und größere Parteien, sie machen lieber. Ähnlich ist es beim jüngsten Kind zwischen dem Regionalmanagement und der Harzt-IV-Arbeitsgemeinschaft, dem Unternehmerservice. Nur einige Zahlen der Vollständigkeit halber:
Standortkatalog, jährliche Präsentationen des Landkreises Nordhausen auf der Expo-Real in München, Machbarkeitsstudien zum Geopark, Einführung der Harz-Card, die touristische Präsentation des Landkreises Nordhausen im Internet, länderübergreifende Publikationen zum Gipskarstwanderweg, die Betreibung der Mobilitätszentrale am Nordhäuser Bahnhof, touristische Broschüren, Radwegeführer, Behindertenwegweiser oder Pauschalangebote für Individual- und Busreisende in Kooperation mit dem Nordhäuser Theater oder die Entwicklung der Dachmarke.
Ohne das Regionalmanagement wären diese Beispiele nicht zu realisieren. All das, was an Geld ausgegeben wird, das muss auf Euro und Cent abgerechnet werden. Und zwar dort, von wo aus es in den Landkreis Nordhausen kommt – in Berlin. Zusätzlich werden alle Ausgaben vom Landesverwaltungsamt geprüft und ebenfalls genehmigt. Allein diesen Stellen ist Regionalmanagerin Uta Reinholz zur finanziellen Rechenschaft verpflichtet. Dem Kreistag oder einer Fraktion nicht. Aber: Ein Gespräch mit den Freien Demokraten soll es nach Informationen der nnz Anfang nächster Woche geben.
Autor: nnzIm vergangenen Monat war Regionalmanagerin Uta Reinholz auf Tour in Berlin. Im Bundeswirtschaftsministerium musste sie Rechenschaft über die geleistete Arbeit ablegen, so wie die 75 anderen Regionalmanager dieser Republik auch. Jährlich wird zum Rapport in die Bundeshauptstadt eingeladen, schließlich befindet sich dort die Quelle des Geldes, mit dem das Projekt des Regionalmanagements seit dem 1. Dezember 2002 am Laufen gehalten wird.
Auf eine umfangreiche Bilanz kann Uta Reinholz verweisen. Wer als aufmerksamer Leser der nnz das Stichwort Regionalmanagement in die Suche eingibt, der entlockt dem Archiv über 100 Einträge. Nun soll das kein Indiz sein für Engagement oder Intensität, so wie es Parteien gern für sich beanspruchen. Es ist aber ein Indiz für Arbeit.
Im vergangenen Jahr sprach Uta Reinholz ausführlich im Wirtschaftsausschuss des Kreistages über die Arbeit der verschiedenen Projektgruppen. Sechs dieser Gruppen sind es. Sie beschäftigten sich mit Technologie und Netzwerken, über Tourismus bis hin zur Projektgruppe Wirtschaftsförderung. Aufgabe dieser sowie der Management- und der Lenkungsgruppe ist es nicht, die Arbeit anderer Institutionen zu machen. Das Regionalmanagement sucht vielmehr nach gemeinsamen Ansätzen, nach Gemeinsamkeiten und neue Ideen. Vorhandenes mit einander zu verknüpfen, was bislang nebeneinander tätig war, das ist einer der Hauptinhalte. Deshalb auch die Zusammenarbeit mit dem Nordhäuser Unternehmerverband (NUV).
Deshalb sind es auch die Netzwerke, die im Vordergrund stehen und die in die Bilanz einfließen. Das Biogas- und das Baustoffnetzwerk sind da Beispiele. In ihnen haben sich Firmen der Nordhäuser Region zusammengeschlossen mit dem Ziel, neue Projekte, Verfahren vorzustellen und Forschungspotentiale mit einzubinden. Ob nun die Fachhochschule vor Ort oder Einrichtungen in anderen Thüringer Städten wie die Weimarer Bauhaus-Uni – sie arbeiten beim Baustoffnetzwerk miteinander statt nebeneinander.
Auch während der Planungsphase zum Industriegebiet gab es entscheidende Impulse seitens des Regionalmanagements. Klar, die Planungen selbst waren von Fachleuten vorgenommen worden. Doch in kritischen Momenten wurden die Durchbrüche in den Räumen des Regionalmanagements erreicht.
Uta Reinholz und ihre Kolleginnen sind nicht so PR-offensiv wie vielleicht kleinere und größere Parteien, sie machen lieber. Ähnlich ist es beim jüngsten Kind zwischen dem Regionalmanagement und der Harzt-IV-Arbeitsgemeinschaft, dem Unternehmerservice. Nur einige Zahlen der Vollständigkeit halber:
Standortkatalog, jährliche Präsentationen des Landkreises Nordhausen auf der Expo-Real in München, Machbarkeitsstudien zum Geopark, Einführung der Harz-Card, die touristische Präsentation des Landkreises Nordhausen im Internet, länderübergreifende Publikationen zum Gipskarstwanderweg, die Betreibung der Mobilitätszentrale am Nordhäuser Bahnhof, touristische Broschüren, Radwegeführer, Behindertenwegweiser oder Pauschalangebote für Individual- und Busreisende in Kooperation mit dem Nordhäuser Theater oder die Entwicklung der Dachmarke.
Ohne das Regionalmanagement wären diese Beispiele nicht zu realisieren. All das, was an Geld ausgegeben wird, das muss auf Euro und Cent abgerechnet werden. Und zwar dort, von wo aus es in den Landkreis Nordhausen kommt – in Berlin. Zusätzlich werden alle Ausgaben vom Landesverwaltungsamt geprüft und ebenfalls genehmigt. Allein diesen Stellen ist Regionalmanagerin Uta Reinholz zur finanziellen Rechenschaft verpflichtet. Dem Kreistag oder einer Fraktion nicht. Aber: Ein Gespräch mit den Freien Demokraten soll es nach Informationen der nnz Anfang nächster Woche geben.
