Bilanz gezogen
Montag, 06. November 2006, 21:42 Uhr
Nordhausen (nnz). Das Präsidium des FSV Wacker 90 Nordhausen e.V. hat heute die turnusmäßige Mitgliederversammlung genutzt, um eine Bilanz des ersten Arbeits-Jahres zu ziehen. Präsident Detlef Zeitler resümierte Positives, sprach aber auch Unangenehmes an. Die nnz stand heute am Spielfeldrand in der Wiedigsburgklause.
Wer diese Lokalität lange nicht mehr besucht hat, der war erstaunt, mit welchem Flair sie Norbert Schellknecht und sein Team ausgestattet haben. Ein besseres Ambiente für fußballerische Angelegenheiten abseits des realen Spielfeldes gibt es derzeit kaum in Nordhausen. Wacker nutzte die zur Mitgliederversammlung des Jahres 2006. Viele Mitglieder waren gekommen, zusätzliche Stühle mussten rangeschafft werden.
Mit einem Zitat aus der nnz von vor einem Jahr begann Präsident Detlef Zeitler seinen Rechenschaftsbericht. Die erste Männermannschaft zum fussballerischen Flaggschiff der Region zu machen, die Nachwuchsarbeit wieder auf feste Füße stellen das waren die sportlichen Ziele, den Verein schuldenfrei zu machen die anderen. Beides habe man erreicht. Vier Männer- und zehn Nachwuchsmannschaften sind derzeit im Landkreis sowie in Thüringen unterwegs und werben mit ihren Mitteln für Fußball, made bei Wacker.
Und das alles mit einem Budget von 120.000 Euro, das vor allem Dank der Sponsoren möglich geworden war. Seit das neue Präsidium die Arbeit aufgenommen hatte, gab es im Nachwuchsbereich 25 Neuanmeldungen und wer die Highlights zum 100. Geburtstag des Traditionsvereins im vergangenen Jahr miterleben durfte, der konnte sich an einer offensichtlichen positiven Entwicklung freuen, die auch darin ihren Ausdruck findet, dass der Verein mittlerweile schuldenfrei ist.
Es könnten durchaus ein paar mehr Fans sein, die sich alle zwei Wochen die Spiele der Ersten ansehen, wünscht sich das Präsidium. 300 plus X das sind vermutlich die ultimativen Fans. Sie kommen bei strömendem Regen genauso wie bei strahlender Sonne. Sie kommen nach Siegen, aber auch nach Niederlagen. Mehr sollen es werden, die Vereinsspitze will gemeinsam mit den Mitgliedern und Fans nach Ideen suchen. Vielleicht künftig am Sonntag spielen?
Große Probleme bereiten den Verantwortlichen die Zahlungen der Mitgliederbeiträge. So hatte man bei der 1. Männermannschaft gar die Siegprämien kürzen müssen, um Zahlungsdisziplin zu erreichen, schlimm soll es mit der Zahlungsmoral auch bei der zweiten Mannschaft sowie bei den A- und B-Junioren aussehen. Hier habe man die Entschädigung der Übungsleiter einfrieren müssen, bzw. habe dies angedroht.
Die 120.000 Euro Etat rekrutieren sich aus 20.000 Euro Zuschauereinnahmen, 30.000 Euro Bandenwerbung, 15.000 Euro Mitgliedsbeiträgen sowie 60.000 Euro an Sponsoring. Etwas mehr Klarheit zur Ausgabenseite hätten sich die Mitglieder heute schon vom Schatzmeister gewünscht. Auch Bernd Seidenstücker, der schon mal Präsident im Verein war und auch aktuell zu den Hauptsponsoren gehört, forderte mehr Offenheit über die Verwendung der Gelder.
Insgesamt war die Diskussion von einer Interessenslage geprägt, die sich kurz und knapp zusammenfassen lässt: Die Mitglieder, die sich aktiv im Verein einbringen, die werden mehr. Der Verein ist auf einem guten Weg, was auch Kreissportbund-Chef Siegfried Janiszewski und der Geschäftsführer des Thüringer Fußballverbandes, Hans Günter Hänsel, den Wackeren insgesamt attestierten.
Wacker steh auf so formulierte es Detlef Zeitler eingangs seiner Ausführungen. Wacker steht gerade auf, doch es ist noch viel zu tun, damit der Gang gerade und das große Ziel anvisiert werden kann. Aber: das ist auch in anderen Vereinen im Landkreis so. Nur: Wacker Nordhausen, das Nordhäuser Fußballflaggschiff mit derzeit 379 Mitgliedern will mehr, Wacker will dorthin zurück, wo der Verein eigentlich hingehört in die Noch-Oberliga. Wacker will, kann und muß mindestens in Nordthüringen die Nummer 1 in punkto Fussball werden. Diesen Anspruch müssen sich nicht nur die Präsidialen, die Mitglieder und Fans, sondern auch die Macher des politischen und wirtschaftlichen Umfeldes auf ihre Fahnen schreiben.
Daher war es auch mehr als eine Geste, dass Landrat Joachim Claus (CDU) heute an der Mitgliederversammlung teilnahm, ein Vertreter der Stadtverwaltung war allerdings nicht auszumachen. Dort soll es aber am Freitag eine größere Runde zu geplanten Baumaßnahmen geben: Der Aufstockung des Sozialgebäudes und der Errichtung eines Kunstrasenplatzes.
Autor: nnzWer diese Lokalität lange nicht mehr besucht hat, der war erstaunt, mit welchem Flair sie Norbert Schellknecht und sein Team ausgestattet haben. Ein besseres Ambiente für fußballerische Angelegenheiten abseits des realen Spielfeldes gibt es derzeit kaum in Nordhausen. Wacker nutzte die zur Mitgliederversammlung des Jahres 2006. Viele Mitglieder waren gekommen, zusätzliche Stühle mussten rangeschafft werden.
Mit einem Zitat aus der nnz von vor einem Jahr begann Präsident Detlef Zeitler seinen Rechenschaftsbericht. Die erste Männermannschaft zum fussballerischen Flaggschiff der Region zu machen, die Nachwuchsarbeit wieder auf feste Füße stellen das waren die sportlichen Ziele, den Verein schuldenfrei zu machen die anderen. Beides habe man erreicht. Vier Männer- und zehn Nachwuchsmannschaften sind derzeit im Landkreis sowie in Thüringen unterwegs und werben mit ihren Mitteln für Fußball, made bei Wacker.
Und das alles mit einem Budget von 120.000 Euro, das vor allem Dank der Sponsoren möglich geworden war. Seit das neue Präsidium die Arbeit aufgenommen hatte, gab es im Nachwuchsbereich 25 Neuanmeldungen und wer die Highlights zum 100. Geburtstag des Traditionsvereins im vergangenen Jahr miterleben durfte, der konnte sich an einer offensichtlichen positiven Entwicklung freuen, die auch darin ihren Ausdruck findet, dass der Verein mittlerweile schuldenfrei ist.
Es könnten durchaus ein paar mehr Fans sein, die sich alle zwei Wochen die Spiele der Ersten ansehen, wünscht sich das Präsidium. 300 plus X das sind vermutlich die ultimativen Fans. Sie kommen bei strömendem Regen genauso wie bei strahlender Sonne. Sie kommen nach Siegen, aber auch nach Niederlagen. Mehr sollen es werden, die Vereinsspitze will gemeinsam mit den Mitgliedern und Fans nach Ideen suchen. Vielleicht künftig am Sonntag spielen?
Große Probleme bereiten den Verantwortlichen die Zahlungen der Mitgliederbeiträge. So hatte man bei der 1. Männermannschaft gar die Siegprämien kürzen müssen, um Zahlungsdisziplin zu erreichen, schlimm soll es mit der Zahlungsmoral auch bei der zweiten Mannschaft sowie bei den A- und B-Junioren aussehen. Hier habe man die Entschädigung der Übungsleiter einfrieren müssen, bzw. habe dies angedroht.
Die 120.000 Euro Etat rekrutieren sich aus 20.000 Euro Zuschauereinnahmen, 30.000 Euro Bandenwerbung, 15.000 Euro Mitgliedsbeiträgen sowie 60.000 Euro an Sponsoring. Etwas mehr Klarheit zur Ausgabenseite hätten sich die Mitglieder heute schon vom Schatzmeister gewünscht. Auch Bernd Seidenstücker, der schon mal Präsident im Verein war und auch aktuell zu den Hauptsponsoren gehört, forderte mehr Offenheit über die Verwendung der Gelder.
Insgesamt war die Diskussion von einer Interessenslage geprägt, die sich kurz und knapp zusammenfassen lässt: Die Mitglieder, die sich aktiv im Verein einbringen, die werden mehr. Der Verein ist auf einem guten Weg, was auch Kreissportbund-Chef Siegfried Janiszewski und der Geschäftsführer des Thüringer Fußballverbandes, Hans Günter Hänsel, den Wackeren insgesamt attestierten.
Wacker steh auf so formulierte es Detlef Zeitler eingangs seiner Ausführungen. Wacker steht gerade auf, doch es ist noch viel zu tun, damit der Gang gerade und das große Ziel anvisiert werden kann. Aber: das ist auch in anderen Vereinen im Landkreis so. Nur: Wacker Nordhausen, das Nordhäuser Fußballflaggschiff mit derzeit 379 Mitgliedern will mehr, Wacker will dorthin zurück, wo der Verein eigentlich hingehört in die Noch-Oberliga. Wacker will, kann und muß mindestens in Nordthüringen die Nummer 1 in punkto Fussball werden. Diesen Anspruch müssen sich nicht nur die Präsidialen, die Mitglieder und Fans, sondern auch die Macher des politischen und wirtschaftlichen Umfeldes auf ihre Fahnen schreiben.
Daher war es auch mehr als eine Geste, dass Landrat Joachim Claus (CDU) heute an der Mitgliederversammlung teilnahm, ein Vertreter der Stadtverwaltung war allerdings nicht auszumachen. Dort soll es aber am Freitag eine größere Runde zu geplanten Baumaßnahmen geben: Der Aufstockung des Sozialgebäudes und der Errichtung eines Kunstrasenplatzes.

