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Vernachlässigung der Verkehrsinfrastruktur mit fatalen Folgen

Mittwoch, 01. November 2000, 19:04 Uhr
Nordhausen (nnz). Am Wochenende hatte die nnz über die künftigen Prioritäten der Landesregierung zum Einsatz der Gelder aus der UMTS-Auktion berichtet. Nach Aussage des SPD-Landtagsabgeordneten Richard Dewes werde es nur im Bereich der B 247 eine Ortsumgehung in Nordthüringen geben, der Ausbau der Bundesstraße 4 soll im wahrsten Sinne des Wortes "auf der Strecke bleiben". Zu diesem Thema hat uns nnz-Leser Andreas Wieninger folgendes Statement geschickt:
"Leinefelde und Mühlhausen sind per Straße durch den Ausbau der B 247 und per Bahn durch die ausgebaute und mit Neigetechniktriebwagen zu befahrende Kursbuchstrecke 604 in Zukunft verkehrlich gut an Erfurt angebunden. Der östliche Teil des Kyffhäuserkreises und Artern werden ebenfalls durch den Neubau der A 71 sowie über die, auf der Kursbuchstrecke 595 verkehrenden Stadtexpress Züge, bei denen auch wieder über eine Weiterführung ohne Umsteigen bis Magdeburg nachgedacht wird, gut angebunden sein.
Wird in den kommenden Jahren die wie bisher vorgesehene Verbesserung der Anbindung des Landkreises und der Stadt Nordhausen sowie des westlichen Teils des Kyffhäuserkreises und der Stadt Sondershausen per Straße durch den Ausbau der Bundesstraße 4 und per Bahn der Kursbuchstrecke 601 nach Erfurt nicht umgesetzt, so wird dies fatale Folgen für diese Regionen haben.
Sie werden allein durch die Tatsache der über einer Stunde liegenden Fahrzeiten nach Erfurt von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung in Thüringen abgekoppelt. Die Fertigstellung der A 38 im Jahre 2005 wird dadurch zwangsläufig eine wirtschaftliche Umorientierung der Unternehmen in die Wirtschaftsräume Göttingen/Kassel sowie Halle/Leipzig mit sich bringen und diese kann diesen dann auch nur angeraten werden."
Autor: nnz

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