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nnz-Rückspiegel: Bilanz und Diskussion

Donnerstag, 02. November 2006, 06:45 Uhr
Nordhausen (nnz). Vor einem Jahr zog die Führungsriege einer Nordhäuser Institution eine erste Bilanz. Was an diesem 2. November 2005 noch interessant und berichtenswert war, das erfahren Sie schon am Morgen mit nur einem Klick.


Spaß und Mut
Seit 15 Monaten agiert die neue Führungsriege des Nordhäuser Theaters in der Rolandstadt. Heute zog Intendant Lars Tietje eine erste Zwischenbilanz. Die Stadträte und die nnz hörten aufmerksam zu. Das Theater in Nordhausen sei klein aber fein und es habe den Trennungsschmerz vom eigenen Schauspiel recht gut verkraftet, meinte Tietje zum Auftakt. Und in der Tat, in der ersten Spielzeit gab es einige künstlerische Paukenschläge wie zum Beispiel mit Tosca und auch anderen Aufführungen. 88.820 Zuschauer hatten sich die 348 Vorstellungen angesehen. Da Zuschauerzahlen noch nie (seit der Wende) so hoch lagen und relativ wenig Vorstellungen (Wegfall der Schauspielsparte) angeboten wurden, gibt es einen Klasseschnitt von 218 Zuschauern je Vorstellung. In der tiefsten Pirklbauer-Ära (2002/2003) waren 150 ...ausführlich im nnz-Archiv


Fragen der Nordhäuser
Der Fortbestand des Vereinshauses Thomas Mann interessierte Jost Rünger, den ehrenamtlichen Geschäftsführer des Kulturbundes in Europa. Wie weiter, so seine Frage. Eigentlich wollte die Stadtverwaltung ja eine Erhebung der Betriebskosten vornehmen lassen. Das wurde Anfang Mai bei einem Gespräch im Vereinshaus versprochen. Man sei jedoch noch nicht soweit, heute die Antwort von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD).


Ohne Diskussion
Eigentlich sollte es heute eine Diskussion zum Agenda-21-Bericht der Stadtverwaltung geben, doch die Stadträte hatten keinerlei Nachfragen und Diskussionsbedarf. Das gleiche Schicksal ereilte die Gleichstellungsbeauftragte der Stadtverwaltung, Stephanie Müller. Sie referierte unter anderem über Gender-Mainstreaming und eine Tagung in Gotha (siehe nnz-Archiv). Das schien das Stadträte-Kollektiv dann doch zu langweilen, auch hier keine Nachfragen.


Kaum Veränderung, aber Hoffnung
Zwei Investoren waren nach der Ausschreibung in überregionalen Tageszeitungen bereits im Rathaus und haben sich weitere Informationen zur geplanten Bebauung des Pferdemarktes eingeholt, sagte heute Bau- und Wirtschaftsdezernent Dietrich Beyse (CDU) den Stadträten. Weitere Gesprächstermine würden anstehen. Bislang hätten 28 Investoren und Lebensmittelketten die Unterlagen abgefordert. Das sei noch bis Anfang Januar möglich. Einen Monat später könne mit dem Abriß der ehemaligen Polizeidirektion begonnen werden, so Beyse.


Die Schere ist überall
Die Schere zwischen Ost und West klafft in vielen gesellschaftlichen Bereichen weiter auseinander. Mit einem Trend, der auch für den Landkreis Nordhausen fatale Folgen haben wird, mussten sich die Mitglieder des Kreisausschusses auseinandersetzen. Die nnz hatte bereits gestern berichtet, dass die Kosten für die Betreuung Obdachloser weiter gestiegen sind und vermutlich auch weiter steigen werden. Aber auch die Kosten für die Betreuung älterer Menschen werden nach oben gehen. Im Landkreis Nordhausen werden immer mehr alte Frauen und Männer in Alten- und Pflegeheimen betreut. Das kostet viel Geld. In vielen Fällen reichen Rente und der Beitrag aus der Pflegekasse nicht aus, um die Kosten zu decken. Das ist vor allem dann der Fall, wenn die Menschen von der Pflegestufe 1 in die Stufe 3 wechseln ...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnz

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