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Aufbereitung der Schreckenszeit

Dienstag, 08. Januar 2002, 14:42 Uhr
Nordhausen (nnz). Zu einer Führung durch das ehemalige Außenlager des KZ Mittelbau in Ellrich-Juliushütte lädt die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora am kommenden Sonnabend ein. nnz informiert Sie darüber.


Das mit durchschnittlich 8000 Menschen belegte Lager bestand von Mai 1944 bis April 1945 und war als eines der grauenhaftesten Lager des KZ Mittelbau gefürchtet. Trotz seines nur kurzen Bestehens wurde es zum Todesort Tausender. Nach Kriegsende teilte die deutsch-deutsche Grenze das Lagergelände. Auf östlicher Seite wurden die ehemaligen Häftlingsunterkünfte nach 1952 im zuge der Grenzziehung planiert, auf der Westseite sprengte der Bundesgrenzschutz 1964 die letzten Gebäude, darunter das noch weitgehend erhaltene Krematorium.

Trotz der deutschen „Vergangenheitsbewältigung“ blieben die Grundmauern und andere Lagerreste erhalten. Seit 1989 sind diese auch der Öffentlichkeit wieder zugänglich. Im Rahmen einer Führung wird der Gedenkstätten-Leiter Dr. Jens-Christian Wagner sowohl die schreckliche Vergangenheit des ehemaligen Konzentrationslagers als auch die Geschichte danach veranschaulichen. Die Führung ist kostenlos. Treffpunkt ist am Sonnabend, dem 12. Januar 2002, um 12 Uhr am DB-Bahnhof in Ellrich. Weitere Informationen und Anmeldung zur Führung erhalten Sie bei der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora unter 03631/ 49580.
Autor: nnz

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