Bei Protest mitmachen
Montag, 30. Oktober 2006, 12:08 Uhr
Nordhausen (nnz). Kaum ein Gesetzentwurf ist jemals so vehement von Fachleuten kritisiert worden wie die aktuelle Gesundheitsreform. Was die Apotheker im Landkreis Nordhausen dazu sagen, das hat die nnz erfahren.
Auch die Nordhäuser Apotheken werden sich am Mittwoch an den bundesweiten Protesten beteiligen. Die Vorhaben der Koalition bedrohen das System der wohnort- und zeitnahen Versorgung der Patienten, sagt die Pressesprecherin der Nordhäuser Apotheken, Julie Garke. Die Folgen wären gerade in einem ländlich geprägten Landkreis wie Nordhausen besonders spürbar. Mit Demonstrationen wie am Mittwoch in Leipzig solle die Politik nochmals eindringlich auf die Folgen ihres Handelns hingewiesen werden, sagt die Apothekerin.
Am Mittwoch kann es deshalb zu längeren Wartezeiten kommen, weil viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Nordhäuser Apotheken zu der zentralen ostdeutschen Protestkundgebung in die Messestadt fahren. Wir möchten um Verständnis für diese Einschränkung im Service bitten, sagt Julie Garke. Denn neben den Folgen für die Patienten bedrohen die Einschnitte durch die Reformvorhaben auch eine Vielzahl qualifizierter Arbeitsplätze.
Die Nordhäuser Apotheker fordern die Politik auf, die Einwände der Fachleute ernst zu nehmen. Wir sind keine Lobbygruppe, der es um Verteidigung ihrer Pfründe geht. Wir sind als Heilberufler in erster Linie dem Wohlergehen der Patienten verpflichtet, sagt die Apothekerin. Sie fordert insbesondere den Nordthüringer CDU-Bundestagsabgeordneten Manfred Grund und den Thüringer Sozialminister Klaus Zeh (CDU) auf, ihren Einfluß geltend zu machen, dass es im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens zu einem sachlichen, an den Interessen der Patienten ausgerichteten Dialog aller Beteiligten kommt, in dem Leistungserbringer aber auch Vertreter von Krankenkassen nicht in beleidigender Weise von der Politik abqualifiziert werden.
Wir Nordhäuser Apotheker sind für einen solchen Dialog offen und gern bereit, mit allen Interessierten über die vorliegenden Konzepte zu diskutieren. Nicht nur am Mittwoch wird dazu eine gute Gelegenheit sein.
Autor: nnzAuch die Nordhäuser Apotheken werden sich am Mittwoch an den bundesweiten Protesten beteiligen. Die Vorhaben der Koalition bedrohen das System der wohnort- und zeitnahen Versorgung der Patienten, sagt die Pressesprecherin der Nordhäuser Apotheken, Julie Garke. Die Folgen wären gerade in einem ländlich geprägten Landkreis wie Nordhausen besonders spürbar. Mit Demonstrationen wie am Mittwoch in Leipzig solle die Politik nochmals eindringlich auf die Folgen ihres Handelns hingewiesen werden, sagt die Apothekerin.
Am Mittwoch kann es deshalb zu längeren Wartezeiten kommen, weil viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Nordhäuser Apotheken zu der zentralen ostdeutschen Protestkundgebung in die Messestadt fahren. Wir möchten um Verständnis für diese Einschränkung im Service bitten, sagt Julie Garke. Denn neben den Folgen für die Patienten bedrohen die Einschnitte durch die Reformvorhaben auch eine Vielzahl qualifizierter Arbeitsplätze.
Die Nordhäuser Apotheker fordern die Politik auf, die Einwände der Fachleute ernst zu nehmen. Wir sind keine Lobbygruppe, der es um Verteidigung ihrer Pfründe geht. Wir sind als Heilberufler in erster Linie dem Wohlergehen der Patienten verpflichtet, sagt die Apothekerin. Sie fordert insbesondere den Nordthüringer CDU-Bundestagsabgeordneten Manfred Grund und den Thüringer Sozialminister Klaus Zeh (CDU) auf, ihren Einfluß geltend zu machen, dass es im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens zu einem sachlichen, an den Interessen der Patienten ausgerichteten Dialog aller Beteiligten kommt, in dem Leistungserbringer aber auch Vertreter von Krankenkassen nicht in beleidigender Weise von der Politik abqualifiziert werden.
Wir Nordhäuser Apotheker sind für einen solchen Dialog offen und gern bereit, mit allen Interessierten über die vorliegenden Konzepte zu diskutieren. Nicht nur am Mittwoch wird dazu eine gute Gelegenheit sein.
