Karate Do Kwai
Den Angreifer an die Leine genommen
Mittwoch, 26. Februar 2025, 08:34 Uhr
Am vergangenen Samstag fand in der Aula des Nordhäuser Humboldt-Gymnasiums der Jahreslehrgang der Selbstverteidigungsgruppe des Karate-Do-Kwai Nordhausen statt. Zu diesem Termin reisten erneut über 30 Teilnehmer aus fünf Bundesländern an...
Sogar ein Münchner nahm den langen Weg aus der bayerischen Hauptstadt in den Südharz gern auf sich. Das Thema diesmal: die Abwehr verschiedener Angriffe unter Zuhilfenahme eines Stricks.
Wenn man angegriffen wird und gezwungen ist, sich oder andere zu verteidigen, stehen meist nur wenige Mittel zur Verfügung. Zudem muss stets die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. Eine mögliche Lösung ist der Einsatz eines Stricks.
Natürlich hat nicht jeder ein kurzes Seil bei sich, doch für die praktische Anwendung eignen sich auch ein Gürtel, ein Riemen, eine Krawatte – oder ganz modern: ein Ladekabel. Schaut man sich einmal in Ruhe um, entdeckt man zahlreiche Alltagsgegenstände, die einem Strick ähneln.
Unter der Anleitung des Nordhäuser Cheftrainers Frank Pelny, der erneut von Sebastian Edelmann aus Leipzig unterstützt wurde, konnten die Teilnehmer den Einsatz dieses ungewöhnlichen Hilfsmittels in einer Art Drill erlernen. Anschaulich wurde demonstriert, wie man auf Angriffe mit Fäusten, Tritten, Stöcken oder sogar Messern im Notfall adäquat reagieren könnte.
In der Aula des Nordhäuser Humboldt-Gymnasiums fand der Jahreslehrgang der Selbstverteidigungsgruppe des Karate-Do-Kwai statt (Foto: Karate Do Kwai)
Natürlich wäre in einer Selbstverteidigungssituation die Flucht die erste und vernünftigste Reaktion. Doch es gibt unzählige Gründe, warum sie nicht möglich sein könnte. Deshalb erlernten die Selbstverteidiger verschiedene Techniken und übten sie wiederholt mit einem Partner. Dabei spielte es keine Rolle, welche Vorkenntnisse jemand mitbrachte. Der Lehrgang war für alle Kampfkünstler geeignet – ob aus dem Karate, dem Judo oder ähnlichen Systemen. Selbst Anfänger konnten die methodischen Abläufe verinnerlichen und erfolgreich anwenden.
Ergänzt wurde der Strick-Drill durch ausführliche Beispiele zum Verhalten in Bedrohungssituationen. Auch der Theorieteil zum Thema Schnelligkeitstraining fügte sich perfekt in das Gesamtkonzept des Lehrgangs ein.
Die letzte Trainingseinheit war der Verteidigungsfähigkeit gewidmet. Der Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf der waffenlosen Abwehr von Faust- und Fußangriffen. Diese wurden nach den Prinzipien der SaCO-Selbstverteidigung trainiert – einer Übungsgruppe des Nordhäuser Karatevereins, die sich der Selbstverteidigung für jedermann verschrieben hat.
Der Karate-Do-Kwai Nordhausen bietet verschiedene Trainingsgruppen für Karate an – abgestimmt auf Alter und Leistungsstand. So können bereits Kinder ab acht Jahren mit Karate beginnen.
Für Kobudō (Waffenkarate) und SaCO-Selbstverteidigung ist ein Mindestalter von 14 Jahren erforderlich. Besonders bei Frauen beliebt ist Karate-Aerobic, das sich ideal zur Verbesserung der Fitness eignet. Zudem gibt es eine Übungsgruppe für Qi-Gong. Die Kleinsten (4–7 Jahre) werden in der Ninja-Kids-Gruppe spielerisch an den Sport herangeführt. Wer sich weniger für Kampfsport interessiert, ist in der Gruppe Basis-Fit gut aufgehoben.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.karate-nordhausen.de, telefonisch unter NDH 60 47 36 oder direkt zu den Trainingszeiten in der Sporthalle Spendekirchhof des Humboldt-Gymnasiums in der Münzgasse.
Sven Schröter, Karate-Do-Kwai Nordhausen
Autor: redSogar ein Münchner nahm den langen Weg aus der bayerischen Hauptstadt in den Südharz gern auf sich. Das Thema diesmal: die Abwehr verschiedener Angriffe unter Zuhilfenahme eines Stricks.
Wenn man angegriffen wird und gezwungen ist, sich oder andere zu verteidigen, stehen meist nur wenige Mittel zur Verfügung. Zudem muss stets die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. Eine mögliche Lösung ist der Einsatz eines Stricks.
Natürlich hat nicht jeder ein kurzes Seil bei sich, doch für die praktische Anwendung eignen sich auch ein Gürtel, ein Riemen, eine Krawatte – oder ganz modern: ein Ladekabel. Schaut man sich einmal in Ruhe um, entdeckt man zahlreiche Alltagsgegenstände, die einem Strick ähneln.
Unter der Anleitung des Nordhäuser Cheftrainers Frank Pelny, der erneut von Sebastian Edelmann aus Leipzig unterstützt wurde, konnten die Teilnehmer den Einsatz dieses ungewöhnlichen Hilfsmittels in einer Art Drill erlernen. Anschaulich wurde demonstriert, wie man auf Angriffe mit Fäusten, Tritten, Stöcken oder sogar Messern im Notfall adäquat reagieren könnte.
In der Aula des Nordhäuser Humboldt-Gymnasiums fand der Jahreslehrgang der Selbstverteidigungsgruppe des Karate-Do-Kwai statt (Foto: Karate Do Kwai)
Natürlich wäre in einer Selbstverteidigungssituation die Flucht die erste und vernünftigste Reaktion. Doch es gibt unzählige Gründe, warum sie nicht möglich sein könnte. Deshalb erlernten die Selbstverteidiger verschiedene Techniken und übten sie wiederholt mit einem Partner. Dabei spielte es keine Rolle, welche Vorkenntnisse jemand mitbrachte. Der Lehrgang war für alle Kampfkünstler geeignet – ob aus dem Karate, dem Judo oder ähnlichen Systemen. Selbst Anfänger konnten die methodischen Abläufe verinnerlichen und erfolgreich anwenden.
Ergänzt wurde der Strick-Drill durch ausführliche Beispiele zum Verhalten in Bedrohungssituationen. Auch der Theorieteil zum Thema Schnelligkeitstraining fügte sich perfekt in das Gesamtkonzept des Lehrgangs ein.
Die letzte Trainingseinheit war der Verteidigungsfähigkeit gewidmet. Der Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf der waffenlosen Abwehr von Faust- und Fußangriffen. Diese wurden nach den Prinzipien der SaCO-Selbstverteidigung trainiert – einer Übungsgruppe des Nordhäuser Karatevereins, die sich der Selbstverteidigung für jedermann verschrieben hat.
Der Karate-Do-Kwai Nordhausen bietet verschiedene Trainingsgruppen für Karate an – abgestimmt auf Alter und Leistungsstand. So können bereits Kinder ab acht Jahren mit Karate beginnen.
Für Kobudō (Waffenkarate) und SaCO-Selbstverteidigung ist ein Mindestalter von 14 Jahren erforderlich. Besonders bei Frauen beliebt ist Karate-Aerobic, das sich ideal zur Verbesserung der Fitness eignet. Zudem gibt es eine Übungsgruppe für Qi-Gong. Die Kleinsten (4–7 Jahre) werden in der Ninja-Kids-Gruppe spielerisch an den Sport herangeführt. Wer sich weniger für Kampfsport interessiert, ist in der Gruppe Basis-Fit gut aufgehoben.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.karate-nordhausen.de, telefonisch unter NDH 60 47 36 oder direkt zu den Trainingszeiten in der Sporthalle Spendekirchhof des Humboldt-Gymnasiums in der Münzgasse.
Sven Schröter, Karate-Do-Kwai Nordhausen
