Bundestagswahl 2025
Nordthüringen hat gewählt
Sonntag, 23. Februar 2025, 20:52 Uhr
Die Thüringer AfD kann jubeln an diesem Abend, bis auf den Erfurter Wahlkreis dominieren die Kandidaten der Partei und auch bei der Zweitstimme rückt Thüringen ein deutliches Stück nach rechts. Der Erfolg hat auch den Direktkandidat für Nordthüringen überrascht…
Noch sind nicht alle Wahlbezirke ausgezählt, das Ergebnis ist aber dennoch mehr als deutlich: mit einem Anteil von 39,8 Prozent der Stimmen (Stand 20.53 Uhr) liegt Christopher Drößler deutlich vor dem Zweitplatzierten, David Gregosz von der CDU. Der Christdemokrat kam auf 27,9 Prozent der Stimmen und war leider am Abend telefonisch nicht zu erreichen. Das Ergebnis habe er in dieser Deutlichkeit nicht erwartet, sagt Drößler der nnz. Ich hätte gedacht das es zwischen mir und dem Kandidaten der CDU enger wird, das es jetzt so ausgegangen ist, da bin ich echt baff. Bereits morgen geht es für Drößler nach Berlin, die konstituierende Sitzung der Fraktion steht an, die auch die ersten Posten vergibt, da werde er dann sehen, wo er sich wiederfindet, sagt Drößler.
Im Freistaat konnte die AfD ihr Ergebnis im Vergleich zur letzten Bundestagswahl 2021 deutlich steigern und liegt aktuell bei einem Plus von etwa 14,8 Prozent. Größter Verlierer des Wahlabends in Thüringen ist die SPD mit einem Minus von 14,7 Prozent. Das Bündnis Sarah Wagenknecht kommt auf 9,4 Prozent, muss im Bund aber zur Stunde noch um den Einzug in den Bundestag bangen. Die Union hingegen konnte ihr Ergebnis leicht steigern, mit einem Plus von 1,7 Prozent lassen sich aber keine Bäume ausreißen. Erwartet schwach geht der Abend für FDP und Grüne in Thüringen aus, die Liberalen kommen auf 2,8 Prozentpunkte, ein Minus von 6,2 Prozent im Vergleich zu 2021, die Grünen sinken in der Wählergunst um drei Punkte auf 4,2 Prozent. Leicht im Plus liegt die Linke, hier konnte man mit 13,9 Prozent der Wählerstimmen etwa 3,6 Punkte gutmachen.
Entsprechend gut die Stimmung auch bei der Linken Direktkandidaten, Donata Vogtschmidt, die auf Listenplatz 2 hinter Bodo Ramelow stand, der einzige Kandidat dieses Abends, der der AfD ein Direktmandat abtrotzen konnte. Für uns ist das ein großartiges Ergebnis, es hat sich bezahlt gemacht, dass wir zu unseren Werten gestanden und uns nicht verkauft haben. Wir werden jetzt mit den Menschen und unseren vielen Neumitgliedern den nächsten Bundestag rocken, sagt Kandidatin Vogtschmidt gegenüber der nnz. Unter den jungen Wählern lag die Linke in der Gunst bundesweit noch vor der AfD. Bei vielen jungen Leute und vor allem auch jungen Frauen seien die Themen der Partei gut angekommen, auch das ein gutes Zeichen, so Vogtschmidt. In Berlin werde man schnell loslegen, man wolle Schwung in die Sache bringen, die ersten Anträge würden bereits geschrieben.
Angelo Glashagel
Autor: redNoch sind nicht alle Wahlbezirke ausgezählt, das Ergebnis ist aber dennoch mehr als deutlich: mit einem Anteil von 39,8 Prozent der Stimmen (Stand 20.53 Uhr) liegt Christopher Drößler deutlich vor dem Zweitplatzierten, David Gregosz von der CDU. Der Christdemokrat kam auf 27,9 Prozent der Stimmen und war leider am Abend telefonisch nicht zu erreichen. Das Ergebnis habe er in dieser Deutlichkeit nicht erwartet, sagt Drößler der nnz. Ich hätte gedacht das es zwischen mir und dem Kandidaten der CDU enger wird, das es jetzt so ausgegangen ist, da bin ich echt baff. Bereits morgen geht es für Drößler nach Berlin, die konstituierende Sitzung der Fraktion steht an, die auch die ersten Posten vergibt, da werde er dann sehen, wo er sich wiederfindet, sagt Drößler.
Im Freistaat konnte die AfD ihr Ergebnis im Vergleich zur letzten Bundestagswahl 2021 deutlich steigern und liegt aktuell bei einem Plus von etwa 14,8 Prozent. Größter Verlierer des Wahlabends in Thüringen ist die SPD mit einem Minus von 14,7 Prozent. Das Bündnis Sarah Wagenknecht kommt auf 9,4 Prozent, muss im Bund aber zur Stunde noch um den Einzug in den Bundestag bangen. Die Union hingegen konnte ihr Ergebnis leicht steigern, mit einem Plus von 1,7 Prozent lassen sich aber keine Bäume ausreißen. Erwartet schwach geht der Abend für FDP und Grüne in Thüringen aus, die Liberalen kommen auf 2,8 Prozentpunkte, ein Minus von 6,2 Prozent im Vergleich zu 2021, die Grünen sinken in der Wählergunst um drei Punkte auf 4,2 Prozent. Leicht im Plus liegt die Linke, hier konnte man mit 13,9 Prozent der Wählerstimmen etwa 3,6 Punkte gutmachen.
Entsprechend gut die Stimmung auch bei der Linken Direktkandidaten, Donata Vogtschmidt, die auf Listenplatz 2 hinter Bodo Ramelow stand, der einzige Kandidat dieses Abends, der der AfD ein Direktmandat abtrotzen konnte. Für uns ist das ein großartiges Ergebnis, es hat sich bezahlt gemacht, dass wir zu unseren Werten gestanden und uns nicht verkauft haben. Wir werden jetzt mit den Menschen und unseren vielen Neumitgliedern den nächsten Bundestag rocken, sagt Kandidatin Vogtschmidt gegenüber der nnz. Unter den jungen Wählern lag die Linke in der Gunst bundesweit noch vor der AfD. Bei vielen jungen Leute und vor allem auch jungen Frauen seien die Themen der Partei gut angekommen, auch das ein gutes Zeichen, so Vogtschmidt. In Berlin werde man schnell loslegen, man wolle Schwung in die Sache bringen, die ersten Anträge würden bereits geschrieben.
Angelo Glashagel

