Neue Feuerwehr
Donnerstag, 26. Oktober 2006, 18:30 Uhr
Nordhausen (nnz). Für die Berufsfeuerwehr, die Freiwilligen Feuerwehren Nordhausen-Mitte, Salza und Krimderode soll in der Zorgestraße eine neue gemeinsame Feuerwache gebaut werden. Die Vorbereitungen dazu haben gestern Abend die Stadträte beschlossen. Aber: Es bleiben Fragen.
Für den Neubau sollen zirka 20 Flurstücke zu einer Fläche von insgesamt 12.500 Quadratmeter zusammengeführt werden. Die Stadträte ermächtigten jetzt die Verwaltung, alle hierzu notwendigen Planungen zu veranlassen und die für dieses Vorhaben notwendigen Mittel bereitzustellen. Die Investition würde den Vermögenshaushalt der Stadt in den Jahren bis 2010 mit sieben Millionen Euro belasten.
Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) betonte: Sollte das Land jedoch auch die Sanierung des Altstandortes fördern, dann konzentrieren wir uns natürlich darauf. Die Berufsfeuerwehr der Stadt Nordhausen besteht seit 140 Jahren und wurde nach der Wende per Gesetz in die Verantwortung der Stadtverwaltung übernommen. In dem 1935 erbauten Gebäude in der Hohekreuzstraße, das 1945 nach einem Bombenangriff zerstört und wieder aufgebaut wurde, versehen zurzeit 36 Beschäftigte rund um die Uhr Dienst. Wert- und Instandhaltungsmaßnahmen wurden nach billigem Ermessen durchgeführt.
Die gesetzlich vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung bestätigt wesentliche Mängel im Zuschnitt der Gebäudesubstanz und bei der Nutzung durch die Einsatzkräfte, die zum Teil erheblich gefährdet sind, heißt es in der Begründung des Beschlusses. So seien die Lichtraumprofile für die Ein- und Ausfahrtstore viel zu klein, die Bewegungsflächen um die eingestellten Fahrzeuge erreichen ebenfalls nicht die vorgeschriebenen Maße. Darüber hinaus gebe es keine Abgasabsauganlagen und einige Fahrzeugeinstellräume seien einsturzgefährdet, so die Begründung.
Mit einem Neubau in der Zorgestraße würde dann auch die Möglichkeit bestehen, die Feuerwehren in der Kernstadt zu zentralisieren, so dass nicht unwesentliche Synergieeffekte verbucht werden könnten. Dazu gehören Mieteinsparungen, weniger Instandhaltungsmaßnahmen, Konzentration der Kräfte und Mittel. Insgesamt wurden 9 Standortvorschläge auf ihre Eignung nach Flächengröße, Grundstückserwerb, Verkehrsanbindung und geografische Lage geprüft.
Aus den drei favorisierten Standorten Geseniusstraße (ehemals Kraftverkehr), Freifläche Darrweg/Zeppelinweg und Zorgestraße wurde letztendlich der Standort Zorgestraße ausgesucht.
Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren laut Beschlussvorlage die zentrale Lage in der Stadt, die schnelle Erreichbarkeit brandschutzrelevanter Schwerpunkte (A 38, Gewerbegebiete, Nordbrand), die unmittelbare Lage an der Nord/Süd- und Ost/West-Achse, die ausreichend große Fläche, die gute Möglichkeit durch geeignete architektonische Gestaltung einen attraktiven Blickfang aus städtebaulicher Sicht zu schaffen. Darüber hinaus könne eventuell ein Teil der bereits vorhandenen Gebäudesubstanz genutzt werden und die Errichtung einer Kleinsportanlage sei aufgrund der Flächengröße ebenfalls möglich.
Nun kann man über die Notwendigkeit eines Neubaus trefflich streiten. Ob der Standort Zorgestraße nun unbedingt als zentral innerhalb der Rolandstadt eingeschätzt wird, darüber kann zum Beispiel diskutiert werden. Doch ein anderer Punkt ist nicht nur für Laien unverständlich. Angenommen: In Salza brennt es. Dann werden die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert. Die fahren mit ihren Privatfahrzeugen quer durch die Stadt, um an der Zorgestraße an ihre Geräte und Fahrzeuge zu kommen. Dann geht es mit Blaulicht wieder zurück nach Salza. Ähnlich verhält es sich mit der FFW Krimderode.
Mit einer Zentralisierung der Freiwilligen Feuerwehren geht ja eigentlich deren Charakter als die Feuerwehr vor Ort verloren. Und wie es mit dem Kindergarten in der Zorgestraße weitergeht, das war heute aus der Stadtverwaltung nicht zu erfahren. Die Kita ist sehr beliebt, vor allem von Eltern, die aus Richtung Osten zur Arbeit in die Kreisstadt fahren.
Autor: nnzFür den Neubau sollen zirka 20 Flurstücke zu einer Fläche von insgesamt 12.500 Quadratmeter zusammengeführt werden. Die Stadträte ermächtigten jetzt die Verwaltung, alle hierzu notwendigen Planungen zu veranlassen und die für dieses Vorhaben notwendigen Mittel bereitzustellen. Die Investition würde den Vermögenshaushalt der Stadt in den Jahren bis 2010 mit sieben Millionen Euro belasten.
Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) betonte: Sollte das Land jedoch auch die Sanierung des Altstandortes fördern, dann konzentrieren wir uns natürlich darauf. Die Berufsfeuerwehr der Stadt Nordhausen besteht seit 140 Jahren und wurde nach der Wende per Gesetz in die Verantwortung der Stadtverwaltung übernommen. In dem 1935 erbauten Gebäude in der Hohekreuzstraße, das 1945 nach einem Bombenangriff zerstört und wieder aufgebaut wurde, versehen zurzeit 36 Beschäftigte rund um die Uhr Dienst. Wert- und Instandhaltungsmaßnahmen wurden nach billigem Ermessen durchgeführt.
Die gesetzlich vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung bestätigt wesentliche Mängel im Zuschnitt der Gebäudesubstanz und bei der Nutzung durch die Einsatzkräfte, die zum Teil erheblich gefährdet sind, heißt es in der Begründung des Beschlusses. So seien die Lichtraumprofile für die Ein- und Ausfahrtstore viel zu klein, die Bewegungsflächen um die eingestellten Fahrzeuge erreichen ebenfalls nicht die vorgeschriebenen Maße. Darüber hinaus gebe es keine Abgasabsauganlagen und einige Fahrzeugeinstellräume seien einsturzgefährdet, so die Begründung.
Mit einem Neubau in der Zorgestraße würde dann auch die Möglichkeit bestehen, die Feuerwehren in der Kernstadt zu zentralisieren, so dass nicht unwesentliche Synergieeffekte verbucht werden könnten. Dazu gehören Mieteinsparungen, weniger Instandhaltungsmaßnahmen, Konzentration der Kräfte und Mittel. Insgesamt wurden 9 Standortvorschläge auf ihre Eignung nach Flächengröße, Grundstückserwerb, Verkehrsanbindung und geografische Lage geprüft.
Aus den drei favorisierten Standorten Geseniusstraße (ehemals Kraftverkehr), Freifläche Darrweg/Zeppelinweg und Zorgestraße wurde letztendlich der Standort Zorgestraße ausgesucht.
Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren laut Beschlussvorlage die zentrale Lage in der Stadt, die schnelle Erreichbarkeit brandschutzrelevanter Schwerpunkte (A 38, Gewerbegebiete, Nordbrand), die unmittelbare Lage an der Nord/Süd- und Ost/West-Achse, die ausreichend große Fläche, die gute Möglichkeit durch geeignete architektonische Gestaltung einen attraktiven Blickfang aus städtebaulicher Sicht zu schaffen. Darüber hinaus könne eventuell ein Teil der bereits vorhandenen Gebäudesubstanz genutzt werden und die Errichtung einer Kleinsportanlage sei aufgrund der Flächengröße ebenfalls möglich.
Nun kann man über die Notwendigkeit eines Neubaus trefflich streiten. Ob der Standort Zorgestraße nun unbedingt als zentral innerhalb der Rolandstadt eingeschätzt wird, darüber kann zum Beispiel diskutiert werden. Doch ein anderer Punkt ist nicht nur für Laien unverständlich. Angenommen: In Salza brennt es. Dann werden die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert. Die fahren mit ihren Privatfahrzeugen quer durch die Stadt, um an der Zorgestraße an ihre Geräte und Fahrzeuge zu kommen. Dann geht es mit Blaulicht wieder zurück nach Salza. Ähnlich verhält es sich mit der FFW Krimderode.
Mit einer Zentralisierung der Freiwilligen Feuerwehren geht ja eigentlich deren Charakter als die Feuerwehr vor Ort verloren. Und wie es mit dem Kindergarten in der Zorgestraße weitergeht, das war heute aus der Stadtverwaltung nicht zu erfahren. Die Kita ist sehr beliebt, vor allem von Eltern, die aus Richtung Osten zur Arbeit in die Kreisstadt fahren.
