Ganz leicht
Donnerstag, 26. Oktober 2006, 11:20 Uhr
Nordhausen (nnz). Haben Sie da Gefühl gehabt, dass die Preise sich gegenüber September nicht erhöht haben? Dann lagen Sie mit Ihrem Gefühl fast richtig, wie die neuesten Zahlen in der nnz belegen...
Die Verbraucherpreise in Thüringen stiegen nach Berechnungen des Thüringer Landesamtes für Statistik von Mitte September bis Mitte Oktober 2006 um 0,1 Prozent auf einen Indexstand von 111,0 (Basisjahr 2000 = 100). Der leichte Anstieg der Verbraucherpreise ist maßgeblich auf die Preisentwicklung bei alkoholischen Getränken und Tabakwaren um 3,3 Prozent zurückzuführen. Im zurückliegenden Monat stiegen die Preise für Bier um 0,7 Prozent, dennoch fiel der Preisanstieg für alkoholische Getränke mit 0,5 Prozent wesentlich geringer aus, als der für Tabakwaren. Raucher zahlten im Oktober 4,9 Prozent mehr für Tabakwaren als noch im September.
Die Preise für 'Bekleidung und Schuhe' stiegen den dritten Monat infolge. Nach 0,8 Prozent im August und 1,4 Prozent im September zogen die Preise im Oktober nochmals um 0,5 Prozent an. In allen drei Monaten lagen sowohl die Preise für Bekleidung, als auch die für Schuhe über dem jeweiligen Vormonatsniveau.
Im Oktober mussten die Kunden u.a. für 'Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke' (- 0,8 Prozent), 'Verkehr' (- 0,7 Prozent) sowie 'Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen' (- 0,4 Prozent) weniger bezahlen als noch im September. Waren es im Bereich 'Verkehr' die binnen Monatsfrist nochmals gesunkenen Preise (- 2,8 Prozent) für Kraft- und Schmierstoffe für Privatfahrzeuge, so bestimmten saisonale Faktoren die Preisentwicklung in den beiden anderen Bereichen.
Saisonabhängige Nahrungsmittel gingen im Oktober im Preis um 4,5 Prozent zurück, darunter Obst und Gemüse um 2,1 Prozent. Allerdings verlief die Preisentwicklung bei Obst und Gemüse gegenläufig. Einem Preisanstieg bei Obst um 0,2 Prozent standen Preisnachlässe bei Gemüse um 7,5 Prozent entgegen. Wesentlich weniger als im September mussten die Kunden u.a. für Blumenkohl (- 52,8 Prozent), Salat (- 32,4 Prozent), Gurken (- 28,2 Prozent), Weißkohl (- 18,1 Prozent) und Zucchini (- 17,9 Prozent) bezahlen.
Die rückläufige Preisentwicklung im Bereich 'Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen' um 0,4 Prozent hat ihre Ursache in saisonalbedingten Preisrückgängen bei Beherbergungsdienstleistungen um 3,1 Prozent.
Der leichte Preisanstieg von Mitte September bis Mitte Oktober 2006 (+ 0,1 Prozent), führte im Zusammenhang mit dem weiterhin hohen Preisniveau im Oktober 2005 (Jahresteuerungsrate 2,3 Prozent) zu einem Anstieg der Jahresteuerungsrate im Oktober 2006 auf 1,4 Prozent (Vormonat 1,2 Prozent). Das ist der zweitniedrigste Wert in diesem Jahr.
In 9 der 12 Warenhauptgruppen stiegen die Preise gegenüber Oktober 2005. An der Spitze auch hier der Bereich 'Alkoholische Getränke, Tabakwaren' mit einer Jahresteuerungsrate von 3,8 Prozent. Neben den Preisen für Tabakwaren (+ 4,8 Prozent) zogen auch die Preise für alkoholische Getränke (+ 2,0 Prozent) an. Mit 4,4 bzw. 3,8 Prozent bestimmten die Jahresteuerungsraten für Spirituosen bzw. Wein den Gesamtindex dieser Warenhauptgruppe.
Es folgte der Bereich 'Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke'. Hier betrug die Jahresteuerungsrate 2,9 Prozent. Dabei lag die Teuerungsrate bei alkoholfreien Getränken mit + 3,3 Prozent, darunter Mineralwasser, Säfte und Limonaden mit + 5,4 Prozent, noch höher als bei Nahrungsmitteln mit + 2,8 Prozent. Bestimmend auch hier die Preisentwicklung bei Obst (+ 7,5 Prozent) und Gemüse (+ 10,9 Prozent).
Die dritthöchste Preissteigerung wurde binnen Jahresfrist für den Bereich 'Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe' mit 2,3 Prozent ermittelt. Innerhalb dieses Bereiches verzeichneten die Wohnungsnebenkosten mit 6,4 Prozent - darunter die Müllabfuhr mit 22,0 Prozent - den stärksten Anstieg. Es folgten die Ausgaben für Strom, Gas und andere Brennstoffe mit 6,0 Prozent. Spitzenreiter war hier der Preisanstieg für Gas mit 15,8 Prozent. Die Gebühren für Zentralheizung, Fernwärme u.a. erhöhten sich um 8,9 Prozent. Strom wurde gegenüber Oktober 2005 um 4,9 Prozent teuerer. Einzig bei flüssigem Brennstoff ging der Preis zurück. Leichtes Heizöl war im Oktober 2006 um 5,5 Prozent preiswerter zu haben als im Oktober 2005.
In 3 der 12 Warenhauptgruppen lag das Preisniveau im Oktober 2006 unter dem des Vorjahresmonates. Im Einzelnen waren das die Bereiche 'Nachrichtenübermittlung' (- 2,5 Prozent), 'Verkehr' (- 1,2 Prozent) sowie 'Bekleidung und Schuhe' (- 0,2 Prozent).
Autor: nnzDie Verbraucherpreise in Thüringen stiegen nach Berechnungen des Thüringer Landesamtes für Statistik von Mitte September bis Mitte Oktober 2006 um 0,1 Prozent auf einen Indexstand von 111,0 (Basisjahr 2000 = 100). Der leichte Anstieg der Verbraucherpreise ist maßgeblich auf die Preisentwicklung bei alkoholischen Getränken und Tabakwaren um 3,3 Prozent zurückzuführen. Im zurückliegenden Monat stiegen die Preise für Bier um 0,7 Prozent, dennoch fiel der Preisanstieg für alkoholische Getränke mit 0,5 Prozent wesentlich geringer aus, als der für Tabakwaren. Raucher zahlten im Oktober 4,9 Prozent mehr für Tabakwaren als noch im September.
Die Preise für 'Bekleidung und Schuhe' stiegen den dritten Monat infolge. Nach 0,8 Prozent im August und 1,4 Prozent im September zogen die Preise im Oktober nochmals um 0,5 Prozent an. In allen drei Monaten lagen sowohl die Preise für Bekleidung, als auch die für Schuhe über dem jeweiligen Vormonatsniveau.
Im Oktober mussten die Kunden u.a. für 'Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke' (- 0,8 Prozent), 'Verkehr' (- 0,7 Prozent) sowie 'Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen' (- 0,4 Prozent) weniger bezahlen als noch im September. Waren es im Bereich 'Verkehr' die binnen Monatsfrist nochmals gesunkenen Preise (- 2,8 Prozent) für Kraft- und Schmierstoffe für Privatfahrzeuge, so bestimmten saisonale Faktoren die Preisentwicklung in den beiden anderen Bereichen.
Saisonabhängige Nahrungsmittel gingen im Oktober im Preis um 4,5 Prozent zurück, darunter Obst und Gemüse um 2,1 Prozent. Allerdings verlief die Preisentwicklung bei Obst und Gemüse gegenläufig. Einem Preisanstieg bei Obst um 0,2 Prozent standen Preisnachlässe bei Gemüse um 7,5 Prozent entgegen. Wesentlich weniger als im September mussten die Kunden u.a. für Blumenkohl (- 52,8 Prozent), Salat (- 32,4 Prozent), Gurken (- 28,2 Prozent), Weißkohl (- 18,1 Prozent) und Zucchini (- 17,9 Prozent) bezahlen.
Die rückläufige Preisentwicklung im Bereich 'Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen' um 0,4 Prozent hat ihre Ursache in saisonalbedingten Preisrückgängen bei Beherbergungsdienstleistungen um 3,1 Prozent.
Der leichte Preisanstieg von Mitte September bis Mitte Oktober 2006 (+ 0,1 Prozent), führte im Zusammenhang mit dem weiterhin hohen Preisniveau im Oktober 2005 (Jahresteuerungsrate 2,3 Prozent) zu einem Anstieg der Jahresteuerungsrate im Oktober 2006 auf 1,4 Prozent (Vormonat 1,2 Prozent). Das ist der zweitniedrigste Wert in diesem Jahr.
In 9 der 12 Warenhauptgruppen stiegen die Preise gegenüber Oktober 2005. An der Spitze auch hier der Bereich 'Alkoholische Getränke, Tabakwaren' mit einer Jahresteuerungsrate von 3,8 Prozent. Neben den Preisen für Tabakwaren (+ 4,8 Prozent) zogen auch die Preise für alkoholische Getränke (+ 2,0 Prozent) an. Mit 4,4 bzw. 3,8 Prozent bestimmten die Jahresteuerungsraten für Spirituosen bzw. Wein den Gesamtindex dieser Warenhauptgruppe.
Es folgte der Bereich 'Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke'. Hier betrug die Jahresteuerungsrate 2,9 Prozent. Dabei lag die Teuerungsrate bei alkoholfreien Getränken mit + 3,3 Prozent, darunter Mineralwasser, Säfte und Limonaden mit + 5,4 Prozent, noch höher als bei Nahrungsmitteln mit + 2,8 Prozent. Bestimmend auch hier die Preisentwicklung bei Obst (+ 7,5 Prozent) und Gemüse (+ 10,9 Prozent).
Die dritthöchste Preissteigerung wurde binnen Jahresfrist für den Bereich 'Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe' mit 2,3 Prozent ermittelt. Innerhalb dieses Bereiches verzeichneten die Wohnungsnebenkosten mit 6,4 Prozent - darunter die Müllabfuhr mit 22,0 Prozent - den stärksten Anstieg. Es folgten die Ausgaben für Strom, Gas und andere Brennstoffe mit 6,0 Prozent. Spitzenreiter war hier der Preisanstieg für Gas mit 15,8 Prozent. Die Gebühren für Zentralheizung, Fernwärme u.a. erhöhten sich um 8,9 Prozent. Strom wurde gegenüber Oktober 2005 um 4,9 Prozent teuerer. Einzig bei flüssigem Brennstoff ging der Preis zurück. Leichtes Heizöl war im Oktober 2006 um 5,5 Prozent preiswerter zu haben als im Oktober 2005.
In 3 der 12 Warenhauptgruppen lag das Preisniveau im Oktober 2006 unter dem des Vorjahresmonates. Im Einzelnen waren das die Bereiche 'Nachrichtenübermittlung' (- 2,5 Prozent), 'Verkehr' (- 1,2 Prozent) sowie 'Bekleidung und Schuhe' (- 0,2 Prozent).
