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Seit 16 Jahren am Markt

Mittwoch, 25. Oktober 2006, 13:03 Uhr
Nordhausen (nnz). Axel Heck gilt als bodenständig, ist aber auch schon mal zum Risiko bereit. Seit 16 Jahren ist der Immobilienfachmann am Nordhäuser Markt. Ab und zu schaut er jedoch auch schon mal über den Nordhäuser Tellerrand.


Die Firma Axel-Heck-Immobilien wurde im Jahr 1990 gegründet. Alles begann damals in Salza mit dem Kauf eines alten Fachwerkhauses. Das ließ Axel Heck sanieren und vermietete die Wohnungen. In den Anfangsjahren war das unternehmerische Handeln des heute 38jährigen Nordhäusers auf die Rolandstadt beschränkt. Weitere drei Häuser in Salza sowie unter anderem die Gaststätten „Kneiff Garten“ und „Felix“ gehören weiterhin zum Bestand der Firma, die mittlerweile auf 15 Mitarbeiter angewachsen ist. Seit dem vergangenen Jahr ist das Unternehmen Mitglied im Nordhäuser Unternehmerverband (NUV).

Das Bestreben von Axel Heck, größere Wohnanlagen in Nordhausen zu erwerben, wurde durch den damals vorhandenen Wohnungsmarkt eher beschnitten denn gefördert. Es gab die großen „Platzhirsche“ SWG und WBG. Und so schaute Unternehmer Heck über den Thüringer Tellerrand hinaus. Ab dem Jahr 1997 engagierte er sich in Halle (Sachsen-Anhalt). Im Stadtteil „Frohe Zukunft“ erwarb er eine 1941 gebaute Wohnanlage, in Schmölln (Ostthüringen) begann in den kommenden Jahren die Vermarktung von Gelände und Immobilien einer ehemaligen Knopffabrik. In Nordhausen baute Axel Heck mit einem Investitionsaufwand von rund drei Millionen DM zwei Kondi-Märkte.

Das Vorhaben mit der wohl größten Außenwirkung ist die Erschließung und Vermarktung des damaligen Wohnungsbaugebietes „Kirschweg II“, dem heutigen Wiesenweg. Hier bewies Axel Heck Durchstehvermögen, mittlerweile sind die dortigen Grundstücke so gut wie verkauft und bebaut. Dieser Erfolg war ausschlaggebend dafür, dass im kommenden Jahr mit einem weiteren Areal begonnen werden soll. Entlang der Gumpe werden 20.000 Quadratmeter erschlossen, 18 Grundstücke sollen hier vermarktet werden.

Das größte innerstädtische Vorhaben begann für die Unternehmensgruppe Heck, zu der inzwischen auch eine Baufirma gehört, im Jahr 2001 am Standort Grimmelallee. Vor einigen Wochen konnte die ehemalige Kautabakfabrik „Grimm & Triepel“ (ehem. RFT) an die Mieter übergeben werden. „Der Immobilienmarkt in Nordhausen ist mit den Jahren wieder gesund geworden“, schätzt Axel Heck ein. Das Rückbauprogramm der beiden großen Wohnungsunternehmen greift, die Fachhochschule spielt für diese Wirtschaftsbranche eine große Rolle. 30 Studenten hat das Unternehmen mittlerweile als Mieter, von den 200 Mietwohnungen sind gerade mal drei nicht vermietet. Natürlich läuft auch bei diesem Nordhäuser Unternehmen nicht alles glatt. Die größten Hemmnisse gibt es bei der Finanzierung von Vorhaben. Die großen Privatbanken hätten sich komplett aus dem Geschäft zurückgezogen. „Für die ist Ostdeutschland ein Ausschlußgebiet“, schätzt Axel Heck ein. Sein Partner ist die Kreissparkasse. Deren Wollen werde aber zunehmend von dem Gesetzen des Bundes und der EU beschnitten. Für Heck ist das Kreditwesengesetz einfach investitionsfeindlich.

Axel Heck macht dennoch weiter: Das Brauerei-Gelände am Nordhäuser Taschenberg wird für eine Investition vorbereitet, in der ehemaligen Frauenklinik an der Riemannstraße entstehen Eigentumswohnungen. Von den zehn Wohnungen sind sechs bereits verkauft. Der Markt ist also immer noch da und auch das Vertrauen, dass die Geschäftspartner und Mieter dem Gespür von Axel Heck und seinen Mitarbeitern entgegenbringen.
Autor: nnz

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