nnz-Rückspiegel: 8. Januar 2001
Dienstag, 08. Januar 2002, 08:17 Uhr
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden.
Neue Ausstellung dokumentiert den Alltag des Todes
In der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora ist heute die Ausstellung Gesichter des Lagers eröffnet worden. Die Exposition in der alten Feuerwache ist bis zum 29. Januar zu den Öffnungszeiten der Gedenkstätte zu besichtigen. Begrüßt wurden die Besucher am Eröffnungstag unter anderem vom Studiendekan für Sozialmanagement an der Nordhäuser Fachhochschule, Prof. Dr. Georg Hey. Gemeinsam mit einer Partnerin hatte sich Prof. Hartmut Bargfrede, der sich intensiv mit Themen des Dritten Reiches beschäftigt, auf Spurensuche gemacht. Innerhalb dieses Projektes ist eine Sammlung von Fotografien aus dem Konzentrationslager Auschwitz und dem Vernichtungslager Birkenau entstanden, die mit beklemmender Klarheit die Maschinerie der Todeslager dokumentieren.
Studienkolleg und Fachhochschule bilden jetzt eine Einheit
Die Fachhochschule Nordhausen und das Studienkolleg Nordhausen wurden mit Beginn dieses Jahre zusammengeführt. Nach der räumlichen Zusammenführung erfolgte nun auch der organisatorische Zusammenschluß. Nach intensiven Beratungen der beiden Einrichtungen mit dem Thüringer Wissenschaftsministerium erfolgte die rechtlich Integration des Kollegs in die Fachhochschule. Diese Neuordnung wurde notwendig, da die bisherige Zugehörigkeit des Studienkollegs zur Pädagogischen Hochschule Erfurt mit deren Zusammenschluß mit der Universität Erfurt nicht weiter fortgeführt werden soll. Das Studienkolleg in Nordhausen trägt zukünftig die Bezeichnung Staatliches Thüringer Studienkolleg. Für die beiden Einrichtungen ergeben sich durch die Zusammenlegung mehrere Synergien. So können die Schüler des Kollegs die Bibliothek und anderen Einrichtungen der Fachhochschule benutzen und ihre Ausbildungsbedingungen verbessern. Die Fachhochschule hingegen profitiert von gut ausgebildeten ausländischen Studieninteressenten, die an der Einrichtung ihr Studium beginnen.
nnz-Orakel hat sich für Günter Uebner erfüllt
Na bitte: Günter Uebner, abgewählter Beigeordneter der Nordhäuser Kreisverwaltung, hat einen neuen Job. Wie nnz bereits am 8. Dezember 2000 orakelte, konnte sich Uebner mit seiner Bewerbung für die Stelle des Amtsleiters für Rettungswesen und Katastrophenschutz durchsetzen. Klar, Uebner verfügte über all die Voraussetzungen, die andere Bewerber überhaupt nicht haben konnten. Und da der Personalrat des Landratsamtes diesmal die Auswahl Uebner nur zur Kenntnis nehmen durfte, ging auch ziemlich alles glatt. Wären da nicht ein Mitbewerber und die SPD-Kreistagsfraktion. Nach nnz-Informationen soll einer der beiden Bewerber eine sogenannte Korrekturanklage angekündigt haben. Die sozialdemokratische Kreistagsfraktion hat in ihrerseits eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Landrat Joachim Claus (CDU) beim Landesverwaltungsamt Weimar (LVA) angestrengt. Darin werden unter anderem die Bedenken angeführt, die nnz bereits Anfang Dezember kommentierte. Die Fraktion geht jedoch noch einem Schritt weiter in ihrer Begründung. Die ausgeschriebene Stelle sollte im neuen Stellenplan künftig wegfallen. Im Juni dieses Jahres beschloß der Kreistag Nordhausen eine neue Organisationsstruktur der Verwaltung, welche vom Landrat selbst vorgeschlagen wurde. Bestandteil dieser neuen Struktur war die Zusammenfassung von Gewerbe/-Ordnungsamt mit dem Amt für Rettungswesen/Brandschutz/Katastrophenschutz. Diese Zusammenlegung wurde unter anderem deshalb vorgeschlagen, weil der Amtsleiter des letzteren Amtes im September dieses Jahres in Ruhestand gegangen ist. Eine Veränderung des Stellenplanes in Form von Streichung der Stelle wurde vom Kreistag mit Beschlußfassung des neuen Haushaltsplanes für 2001 angestrebt. Allerdings hat der Landrat, auch aus diesem Grund, bis heute keinen beschlußfähigen Haushalt für das kommenden Jahr vorgelegt. Nur aus diesem Grund konnte die zur Zeit unbesetzte Stelle nicht gestrichen werden, so die SPD-Fraktion an das LVA.
Autor: nnzNeue Ausstellung dokumentiert den Alltag des Todes
In der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora ist heute die Ausstellung Gesichter des Lagers eröffnet worden. Die Exposition in der alten Feuerwache ist bis zum 29. Januar zu den Öffnungszeiten der Gedenkstätte zu besichtigen. Begrüßt wurden die Besucher am Eröffnungstag unter anderem vom Studiendekan für Sozialmanagement an der Nordhäuser Fachhochschule, Prof. Dr. Georg Hey. Gemeinsam mit einer Partnerin hatte sich Prof. Hartmut Bargfrede, der sich intensiv mit Themen des Dritten Reiches beschäftigt, auf Spurensuche gemacht. Innerhalb dieses Projektes ist eine Sammlung von Fotografien aus dem Konzentrationslager Auschwitz und dem Vernichtungslager Birkenau entstanden, die mit beklemmender Klarheit die Maschinerie der Todeslager dokumentieren.
Studienkolleg und Fachhochschule bilden jetzt eine Einheit
Die Fachhochschule Nordhausen und das Studienkolleg Nordhausen wurden mit Beginn dieses Jahre zusammengeführt. Nach der räumlichen Zusammenführung erfolgte nun auch der organisatorische Zusammenschluß. Nach intensiven Beratungen der beiden Einrichtungen mit dem Thüringer Wissenschaftsministerium erfolgte die rechtlich Integration des Kollegs in die Fachhochschule. Diese Neuordnung wurde notwendig, da die bisherige Zugehörigkeit des Studienkollegs zur Pädagogischen Hochschule Erfurt mit deren Zusammenschluß mit der Universität Erfurt nicht weiter fortgeführt werden soll. Das Studienkolleg in Nordhausen trägt zukünftig die Bezeichnung Staatliches Thüringer Studienkolleg. Für die beiden Einrichtungen ergeben sich durch die Zusammenlegung mehrere Synergien. So können die Schüler des Kollegs die Bibliothek und anderen Einrichtungen der Fachhochschule benutzen und ihre Ausbildungsbedingungen verbessern. Die Fachhochschule hingegen profitiert von gut ausgebildeten ausländischen Studieninteressenten, die an der Einrichtung ihr Studium beginnen.
nnz-Orakel hat sich für Günter Uebner erfüllt
Na bitte: Günter Uebner, abgewählter Beigeordneter der Nordhäuser Kreisverwaltung, hat einen neuen Job. Wie nnz bereits am 8. Dezember 2000 orakelte, konnte sich Uebner mit seiner Bewerbung für die Stelle des Amtsleiters für Rettungswesen und Katastrophenschutz durchsetzen. Klar, Uebner verfügte über all die Voraussetzungen, die andere Bewerber überhaupt nicht haben konnten. Und da der Personalrat des Landratsamtes diesmal die Auswahl Uebner nur zur Kenntnis nehmen durfte, ging auch ziemlich alles glatt. Wären da nicht ein Mitbewerber und die SPD-Kreistagsfraktion. Nach nnz-Informationen soll einer der beiden Bewerber eine sogenannte Korrekturanklage angekündigt haben. Die sozialdemokratische Kreistagsfraktion hat in ihrerseits eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Landrat Joachim Claus (CDU) beim Landesverwaltungsamt Weimar (LVA) angestrengt. Darin werden unter anderem die Bedenken angeführt, die nnz bereits Anfang Dezember kommentierte. Die Fraktion geht jedoch noch einem Schritt weiter in ihrer Begründung. Die ausgeschriebene Stelle sollte im neuen Stellenplan künftig wegfallen. Im Juni dieses Jahres beschloß der Kreistag Nordhausen eine neue Organisationsstruktur der Verwaltung, welche vom Landrat selbst vorgeschlagen wurde. Bestandteil dieser neuen Struktur war die Zusammenfassung von Gewerbe/-Ordnungsamt mit dem Amt für Rettungswesen/Brandschutz/Katastrophenschutz. Diese Zusammenlegung wurde unter anderem deshalb vorgeschlagen, weil der Amtsleiter des letzteren Amtes im September dieses Jahres in Ruhestand gegangen ist. Eine Veränderung des Stellenplanes in Form von Streichung der Stelle wurde vom Kreistag mit Beschlußfassung des neuen Haushaltsplanes für 2001 angestrebt. Allerdings hat der Landrat, auch aus diesem Grund, bis heute keinen beschlußfähigen Haushalt für das kommenden Jahr vorgelegt. Nur aus diesem Grund konnte die zur Zeit unbesetzte Stelle nicht gestrichen werden, so die SPD-Fraktion an das LVA.
