Gut reingerutscht?
Montag, 07. Januar 2002, 15:27 Uhr
Ilfeld (nnz). Diese Frage konnten die Einwohner der Gemeinde Ilfeld über den Jahreswechsel zynisch mit Ja! beantworten. Die starken Schneefälle ließen keine Wünsche offen. Wohl aber der Winterdienst. Vom Zustand der Straßen machte sich nnz-Mitarbeiterin Manuela Jauer ein winterliches Bild.
Endlich mal richtig weiße Weihnachten! Viele werden den weißen Segen freudig begrüßt haben, besonders die Kinder. Denn wann hatten wir zuletzt so ein herrliches Winterwetter? Ski- und Schlittenfahrer sind in den letzten Jahren jedenfalls nicht richtig auf ihre Kosten gekommen. Da musste man in den oberen Harzlagen sein Glück versuchen. Doch so schön auch alles aussieht: Ein Großteil der Bewohner von Ilfeld schimpft. Mit dem PKW ist ein anständiges Fahren kaum möglich. Zwar sind die Haupt-Verkehrsstraßen frei (B 4, Hohnsteiner Straße, Johannesstraße, Obertor), die Nebenstraßen lassen allerdings oft zu Wünschen übrig.
Als die starken Schneefälle zur Weihnachtszeit fast dauerhaft anhielten, hatte man große Mühe, mit dem Fahrzeug überhaupt vom Fleck zu kommen. Der Schnee lag teilweise so hoch, dass die Reifen nicht mehr griffen. Besonders betroffen sind sehr schmale Straßen, in denen die Autos teilweise auf der Straße geparkt werden. Was tun bei Gegenverkehr? Ein Ausweichen ist für beide Fahrer nicht einfach, da die hohen Schneeberge von den frei geschippten Bürgersteigen eventuelle Lücken am Straßenrand blockieren. Rückwärts fahren bei den glatten Straßen? Schwierig. Es ist bereits mehrmals passiert, dass Autos in den verschiedenen Situationen stecken geblieben sind. Doch auch in den Kurven sind die ungeräumten Straßen tückisch. Auch, wenn man langsam fährt, ist alles sehr schmierig und rutschig. Die Situation ist zum Beispiel in der Rathenaustraße, in der Weidenstraße, in der Schreiberwiese und den umliegenden Straßen, in der Garten- und Friedrich-Ebert-Straße und im Steinfeld kritisch.
Die Gemeinde Ilfeld hat eine private Firma, die im Ort ansässig ist, damit beauftragt, die Straßen freizuhalten. Wenn der Winterdienst den Schneemassen nur hinterher fahren kann, weil die Kapazitäten nicht ausreichen, um freie und sichere Straßen zu gewährleisten, so sollte die Gemeinde dafür sorgen, dass hier Abhilfe geschaffen wird. Es müssen jedoch nicht nur geringe Kapazitäten schuld an den schlechten Straßen-Verhältnissen sein. Der Schneepflug ist zwar im Einsatz zu sehen, er arbeitet in den Nebenstraßen aber oft nicht sehr effektiv. Des öfteren fährt er nur durch die Straßen hindurch und hat sein Schneeschiebeschild oben. Es liegt nahe, dass der Wirkungsgrad dabei nicht sehr groß ist. Hier läge es ebenfalls an der Gemeinde, die Resultate des Schneepflügens in gewisser Weise zu kontrollieren und bei Mängeln einzuschreiten.
Glücklicherweise sind die Straßen zum großen Teil gestreut, sodass die Situation etwas entschärft wird. Bleibt für andere Gemeinden nur zu hoffen, dass ihre Winterdienste besser in Schuss sind und sie den Bürgern den Winter von einer sicheren, unfallfreien Seite zeigen können. Schließlich sollte man solch eine schneereiche Witterung genießen können und nicht verfluchen müssen.
Manuela Jauer
Autor: nnzEndlich mal richtig weiße Weihnachten! Viele werden den weißen Segen freudig begrüßt haben, besonders die Kinder. Denn wann hatten wir zuletzt so ein herrliches Winterwetter? Ski- und Schlittenfahrer sind in den letzten Jahren jedenfalls nicht richtig auf ihre Kosten gekommen. Da musste man in den oberen Harzlagen sein Glück versuchen. Doch so schön auch alles aussieht: Ein Großteil der Bewohner von Ilfeld schimpft. Mit dem PKW ist ein anständiges Fahren kaum möglich. Zwar sind die Haupt-Verkehrsstraßen frei (B 4, Hohnsteiner Straße, Johannesstraße, Obertor), die Nebenstraßen lassen allerdings oft zu Wünschen übrig.
Als die starken Schneefälle zur Weihnachtszeit fast dauerhaft anhielten, hatte man große Mühe, mit dem Fahrzeug überhaupt vom Fleck zu kommen. Der Schnee lag teilweise so hoch, dass die Reifen nicht mehr griffen. Besonders betroffen sind sehr schmale Straßen, in denen die Autos teilweise auf der Straße geparkt werden. Was tun bei Gegenverkehr? Ein Ausweichen ist für beide Fahrer nicht einfach, da die hohen Schneeberge von den frei geschippten Bürgersteigen eventuelle Lücken am Straßenrand blockieren. Rückwärts fahren bei den glatten Straßen? Schwierig. Es ist bereits mehrmals passiert, dass Autos in den verschiedenen Situationen stecken geblieben sind. Doch auch in den Kurven sind die ungeräumten Straßen tückisch. Auch, wenn man langsam fährt, ist alles sehr schmierig und rutschig. Die Situation ist zum Beispiel in der Rathenaustraße, in der Weidenstraße, in der Schreiberwiese und den umliegenden Straßen, in der Garten- und Friedrich-Ebert-Straße und im Steinfeld kritisch.
Die Gemeinde Ilfeld hat eine private Firma, die im Ort ansässig ist, damit beauftragt, die Straßen freizuhalten. Wenn der Winterdienst den Schneemassen nur hinterher fahren kann, weil die Kapazitäten nicht ausreichen, um freie und sichere Straßen zu gewährleisten, so sollte die Gemeinde dafür sorgen, dass hier Abhilfe geschaffen wird. Es müssen jedoch nicht nur geringe Kapazitäten schuld an den schlechten Straßen-Verhältnissen sein. Der Schneepflug ist zwar im Einsatz zu sehen, er arbeitet in den Nebenstraßen aber oft nicht sehr effektiv. Des öfteren fährt er nur durch die Straßen hindurch und hat sein Schneeschiebeschild oben. Es liegt nahe, dass der Wirkungsgrad dabei nicht sehr groß ist. Hier läge es ebenfalls an der Gemeinde, die Resultate des Schneepflügens in gewisser Weise zu kontrollieren und bei Mängeln einzuschreiten.
Glücklicherweise sind die Straßen zum großen Teil gestreut, sodass die Situation etwas entschärft wird. Bleibt für andere Gemeinden nur zu hoffen, dass ihre Winterdienste besser in Schuss sind und sie den Bürgern den Winter von einer sicheren, unfallfreien Seite zeigen können. Schließlich sollte man solch eine schneereiche Witterung genießen können und nicht verfluchen müssen.
Manuela Jauer
