Nordhäuser in Berlin
Sonntag, 22. Oktober 2006, 18:58 Uhr
Nordhausen (nnz). Am Samstag haben Hunderttausende gegen die Politik der Bundesregierung protestiert. Mit dabei waren auch Gewerkschafter und Sympathisanten aus dem Landkreis Nordhausen. Einige Bilder verdanken wir unserem Leser Helmut Michel.
Die Nordhäuser waren mit zwei Bussen nach Berlin gefahren. Die zentrale Kundgebung fand jedoch in Stuttgart statt. Dort warnte DGB-Chef Michael Sommer vor einer dauerhaften Schädigung der Demokratie in Deutschland, wenn die Bundesregierung nicht umkehre und ihre Reformen nicht am Maßstab sozialer Gerechtigkeit ausrichte. "Die Wahlerfolge der Nazis, die wachsende Politikverdrossenheit, die Abkehr von den großen Volksparteien, die Tatsache, dass immer weniger Menschen zur Wahl gehen, sollten nicht nur uns ein Warnsignal sein", sagte Sommer.
Der DGB-Chef forderte einen Verzicht auf die Gesundheitsreform in ihrer geplanten Form zu Gunsten einer solidarischen Bürgerversicherung, die Einführung eines existenzsichernden Mindestlohns sowie stärkere Anstrengungen zur Vermittlung von Ausbildungsplätzen für Jugendliche.
Sommer kritisierte auch die SPD und die Pläne von Arbeitsminister und Vizekanzler Franz Müntefering für eine Arbeitszeit bis 67 Jahren. "Menschen, die mit 50 Jahren aus den Betrieben geekelt werden, zu sagen, sie sollten bis 67 arbeiten, ist blanker Hohn", rief Sommer.
Autor: nnzDie Nordhäuser waren mit zwei Bussen nach Berlin gefahren. Die zentrale Kundgebung fand jedoch in Stuttgart statt. Dort warnte DGB-Chef Michael Sommer vor einer dauerhaften Schädigung der Demokratie in Deutschland, wenn die Bundesregierung nicht umkehre und ihre Reformen nicht am Maßstab sozialer Gerechtigkeit ausrichte. "Die Wahlerfolge der Nazis, die wachsende Politikverdrossenheit, die Abkehr von den großen Volksparteien, die Tatsache, dass immer weniger Menschen zur Wahl gehen, sollten nicht nur uns ein Warnsignal sein", sagte Sommer.
Der DGB-Chef forderte einen Verzicht auf die Gesundheitsreform in ihrer geplanten Form zu Gunsten einer solidarischen Bürgerversicherung, die Einführung eines existenzsichernden Mindestlohns sowie stärkere Anstrengungen zur Vermittlung von Ausbildungsplätzen für Jugendliche.
Sommer kritisierte auch die SPD und die Pläne von Arbeitsminister und Vizekanzler Franz Müntefering für eine Arbeitszeit bis 67 Jahren. "Menschen, die mit 50 Jahren aus den Betrieben geekelt werden, zu sagen, sie sollten bis 67 arbeiten, ist blanker Hohn", rief Sommer.



