Alles wird gut
Montag, 16. Oktober 2006, 19:00 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Finanzausschusssitzungen des Nordhäuser Stadtrates haben ihren besonderen Charme. Das geht schon allein aus der Tagesordnung hervor (siehe nnz-Archiv). Aber heute gab es auch einige Informationen.
Da berichtete Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) unter anderem über den zu erwartenden Geldsegen, der sich über dem Nordhäuser Rathaus im kommenden Jahr ausbreiten werde. Über acht Millionen Euro mehr wird es an Gewerbesteuereinnahmen geben, da nimmt sich die eine Million Euro Fusionsprämie für die Eingemeindung von Rodishain und Stempeda wie die Auffüllung der Portokasse an.
Und da sind noch einmal sieben Millionen Euro. Die sind auf der Einnahmeseite des Verwaltungshaushaltes im Haushaltsentwurf für das kommende Jahr zu finden. Das Geld soll der Landkreis zahlen, so die Erwartung im Nordhäuser Rathaus. Sieben Millionen, das ist die Hoffnung aus dem gesamten Kreisumlagestreit (acht Einzelfälle). Dabei wird in den Reihen der Verwaltung auch schon mal gern geflüstert, dass es durchaus auch mehr Euronen sein könnten, es geht in den zweistelligen Bereich.
Den sieben Millionen steht jedoch kein langer Aufenthalt im Verwaltungshaushalt bevor, vielmehr werden sie auf die Reise in den Vermögenshaushalt geschickt. Dort sollen sie den Soll-Fehl-Betrag (städtische Umschreibung für Schulden) gänzlich abbauen. Eile scheint man mit diesem Abbau jedoch nicht zu haben. Wenn die Milliönchen im Jahr 2007 nicht fließen, dann eben im Jahr darauf.
Sollte die städtische Kasse gefüllt sein, dann könnte die Stadtverwaltung Nordhausen wieder kreditfähig sein. Und die dann aufzunehmenden Kredite sind auch schon verplant, damit soll das Sanierungsprogramm an den Schulen fortgesetzt werden. Vermutlich im Jahr 2008. Soweit wird am Markt 1 schon gedacht. Nur einen Fehler hat die ganze Planung. Es ist noch nicht ein Cent geflossen.
Trotzdem noch eine positive Meldung zum Schluß: Die gegenwärtige Pro-Kopf-Verschuldung der Stadt Nordhausen beträgt laut Bürgermeister Jendricke 650 Euro. Die Prognose für 2007 geht gar von 500 Euro aus. Zum Vergleich: Im Jahr 2004 waren es noch 860 Euro. Nun hat diese den Steuerzahlerbund befriedigende Entwicklung natürlich nicht ihre Ursache in der Einsparwut der Verwaltung, sondern einfach in der Tatsache, dass der Stadtverwaltung seit Jahren die Aufnahme von neuen Krediten untersagt ist.
Autor: nnzDa berichtete Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) unter anderem über den zu erwartenden Geldsegen, der sich über dem Nordhäuser Rathaus im kommenden Jahr ausbreiten werde. Über acht Millionen Euro mehr wird es an Gewerbesteuereinnahmen geben, da nimmt sich die eine Million Euro Fusionsprämie für die Eingemeindung von Rodishain und Stempeda wie die Auffüllung der Portokasse an.
Und da sind noch einmal sieben Millionen Euro. Die sind auf der Einnahmeseite des Verwaltungshaushaltes im Haushaltsentwurf für das kommende Jahr zu finden. Das Geld soll der Landkreis zahlen, so die Erwartung im Nordhäuser Rathaus. Sieben Millionen, das ist die Hoffnung aus dem gesamten Kreisumlagestreit (acht Einzelfälle). Dabei wird in den Reihen der Verwaltung auch schon mal gern geflüstert, dass es durchaus auch mehr Euronen sein könnten, es geht in den zweistelligen Bereich.
Den sieben Millionen steht jedoch kein langer Aufenthalt im Verwaltungshaushalt bevor, vielmehr werden sie auf die Reise in den Vermögenshaushalt geschickt. Dort sollen sie den Soll-Fehl-Betrag (städtische Umschreibung für Schulden) gänzlich abbauen. Eile scheint man mit diesem Abbau jedoch nicht zu haben. Wenn die Milliönchen im Jahr 2007 nicht fließen, dann eben im Jahr darauf.
Sollte die städtische Kasse gefüllt sein, dann könnte die Stadtverwaltung Nordhausen wieder kreditfähig sein. Und die dann aufzunehmenden Kredite sind auch schon verplant, damit soll das Sanierungsprogramm an den Schulen fortgesetzt werden. Vermutlich im Jahr 2008. Soweit wird am Markt 1 schon gedacht. Nur einen Fehler hat die ganze Planung. Es ist noch nicht ein Cent geflossen.
Trotzdem noch eine positive Meldung zum Schluß: Die gegenwärtige Pro-Kopf-Verschuldung der Stadt Nordhausen beträgt laut Bürgermeister Jendricke 650 Euro. Die Prognose für 2007 geht gar von 500 Euro aus. Zum Vergleich: Im Jahr 2004 waren es noch 860 Euro. Nun hat diese den Steuerzahlerbund befriedigende Entwicklung natürlich nicht ihre Ursache in der Einsparwut der Verwaltung, sondern einfach in der Tatsache, dass der Stadtverwaltung seit Jahren die Aufnahme von neuen Krediten untersagt ist.
