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Bilanz und Ausblick in der Traditionsbrennerei

"Ein richtig gutes Jahr"

Freitag, 03. Januar 2025, 18:00 Uhr
Im meist besuchten Museum der Rolandstadt empfing heute dessen Leiter Thomas Müller die Vertreter von Funk, Fernsehen und Presse zu einer informativen Schau auf Gewesenes und Kommendes. Ein doppeltes Heimspiel für den Ex-Journalisten …

Thomas Müller ist mit Leib und Seele Chef der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei  (Foto: Eva Maria Wiegand) Thomas Müller ist mit Leib und Seele Chef der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei (Foto: Eva Maria Wiegand)

Die Korn-Lounge im Brenngebäude der altehrwürdigen Nordhäuser Traditionsbrennerei, wo sonst Gin und Korn verkostet werden, bot heute Kaffee und Wasser an, was dem Anlass entsprechend - der offiziellen Pressekonferenz zum anstehenden Veranstaltungsjahr - völlig angemessen erschien.

Es sei ein „richtig gutes Jahr gewesen“ strahlte der Chef des bestbesuchten Nordhäuser Museums und resümierte professionell und strukturiert für seine ehemaligen Kollegen das vergangene Jahr 2024. Es fanden über 41.000 Menschen den Weg in die Grimmelallee, wo das imposante Häuserensemble im Innenhof der Hausnummer 11 liebevoll hergerichtet auf seine Gäste wartet. 29.000 von ihnen wollten die musealen Angebote sehen, weitere 12.000 frequentierten immerhin den Museumsshop und erwarben die eine oder andere Köstlichkeit aus dem Portfolio der Nordhäuser Traditionsbrennerei. Thomas Müller ist es bewusst, dass die hervorragenden Zahlen auch damit zusammenhängen, dass es anregende Getränke sowohl zu kaufen als auch bei Führungen zu kosten gibt. Bis zu 15 solcher Führungen durch die heiligen Hallen (und Keller) pro Wochenende absolvierten die Gästeführer mitunter; mit vier Angestellten und einigen Honorarkräften bewältigte Müller übers Jahr den Ansturm auf sein deutschlandweit einzigartiges Etablissement.

Die Vor-Corona-Zahlen an Besuchern seien wieder erreicht worden, zeigte er sich zufrieden und verwies auf den stolzen Wert einer fünfundneunzigprozentigen Auslastung seiner angebotenen Veranstaltungen. Die Busse mit den Harz-Touristen kamen wieder in größerer Zahl, allein 40 davon angefüllt mit holländischen Besuchern. Aber auch viele Belgier entdeckten im abgelaufenen Jahr das geschichtsträchtige Gebäude-Kleinod mit den flüssigen und hochprozentigen Verführungen. Und weil in Müllers Ägide nicht nur das Äußere und die Getränkepalette beeindruckt, ist es kaum verwunderlich, dass die letzte der heimelig-verwunschenen Adventsausstellungen den Besucherrekord für solcherlei Expositionen auf über 5.000 nach oben schraubte.

Im gut sortierten Veranstaltungsmix aus Kleinkunst, Open Airs, Theater, Kabarett, Tastings und Märkten liegt hier der Schlüssel des Erfolges ebenso wie in der interessanten und lehrreichen Gestaltung aller zugänglichen Räume, einschließlich der Brennabteilung, in der bei den angesagten Brenntagen der geneigte Hobbydestilleur seinen eigenen Gin herstellen kann. Weil Ambiente, Angebot und Service so gut harmonieren sind bereits heute die ersten Veranstaltungen des neuen Jahres heiß begehrt und Eintrittskarten für den Dezember werden schon gebucht.

Annähernd 80 Veranstaltungen wird es 2025 in der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei geben und Thomas Müller freut sich auf Highlights wie einen „Udo-Jürgens-Abend“, eine Musical-Show und einen Schlagerabend mit dem Lokalmatador Kevin Neon. Doch auch das Gastspiel der Dresdner „Herkuleskeule“ und das sommerliche Open Air mit dem Tenortrio FELLAS oder die Konzertreihe mit der lebenden Jukebox Ronald Gäßlein wecken Vorfreude aufs neue Jahr. Er wolle ein Publikum an die Traditionsbrennerei heranführen, das sonst eher nicht den Weg in die ehemalige Destillerie finden würde, betont der ideenreiche Spiritus Rector aller Aktivitäten. Einen Ostermarkt soll der Innenhof wieder erleben, ein Erntedankfest im Herbst und natürlich die dann bereits 19. Adventsausstellung. Dazwischen diverse Tastings für Eierlikör, Whisky, Gin und natürlich Korn, das Stammprodukt aus dem Hause Nordbrand.

Im Jahresflyer (am Artikel als .pdf-Datei angehängt) wirbt Thomas Müller für stolze 80 Veranstaltungen in diesem Jahr (Foto: Eva Maria Wiegand) Im Jahresflyer (am Artikel als .pdf-Datei angehängt) wirbt Thomas Müller für stolze 80 Veranstaltungen in diesem Jahr (Foto: Eva Maria Wiegand)

Eine neue Kooperation ist entstanden mit dem Förderverein der Nordhäuser Straßenbahnfreunde, was in eine Verkostung bei laufender Fahrt in der Traditionsbahn münden wird; mit dem Bratwurstmuseum in Mühlhausen soll zusammen gearbeitet werden und auch mit dem Harzer Hexenreich wird die Traditionsbrennerei gemeinsame Sache machen, wenn dort der Startschuss fällt.

Ein ganz besonderes Erlebnis verspricht aber im Sommer die „Kornfahrt in die Goldene Aue“ zu werden, an der mit Winfried Schmitt und Thomas Müller gleich zwei Professoren Zwanziger teilnehmen und die Reisenden sicherlich so gut unterhalten werden, dass die im Bus vor lachen kaum zum trinken kommen.

Zu trinken bietet die Traditionsbrennerei auch 2025 wieder exzellente und exklusive Tropfen aus ihrer eigenen „Linie 1507“ an. Darunter ein Bergwerkskorn anlässlich des 900. Geburtstags der Nachbarstadt Sondershausen, aber auch einen holzfassgelagerten neuen Gin (schon im Februar!) und im Herbst einen Kornbrand, der in einem echten Chardonnay-Fass gereift ist. Schließlich wird pünktlich vor Weihnachten die Abfüllung eines neuen Whiskys aus dem Hause Grimmelallee 11 all die Leute erfreuen, die gern ausgefallene Geschenke zum Fest verteilen wollen. Geschmacklich überzeugen können sich die Anwärter bereits in den zwanzig Tastings (wie man heutzutage eine Verkostung nennt), die von Januar bis Ende November in den Räumlichkeiten des Museums angeboten werden.

Wenn wir Ihnen jetzt Appetit gemacht haben sollten, können wir hier leider keine Korn- oder Ginspezialitäten offerieren, aber dafür im angehängten Flyer das komplette Programm der touristisch bedeutendsten Einrichtung des Landkreises Nordhausen. Für Thomas Müllers Engagement und seine einfallsreiche Begeisterung, mit der er die Brenntradition und damit auch die Geschichte Nordhausens an geneigte Interessierte vermittelt, kann man ihm eigentlich nicht genug Dank aussprechen. Prost!
Olaf Schulze
Autor: osch

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