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Rodel-Chaos in Rothesütte

Samstag, 05. Januar 2002, 18:47 Uhr
Rothesütte (nnz). Nach Rothesütte wurde heute zum Rodeln eingeladen. Hunderte zog es hinaus in den Harz, das Chaos war perfekt.


Mutig Das hätten sich die Organisatoren des „Rodelns im Fackelschein“ beim besten Willen nicht erträumt. Hunderte Menschen waren am späten Nachmittag mit ihren Schlitten in dem kleinen Harzörtchen unterwegs. So weit ­ so gut! Doch sie brachten nicht nur die Holz- und Plastikschlitten hinauf auf den Berg, sondern auch ihre Autos. Der höchst gelegenen Ort des Landkreises Nordhausen war damit schier überfordert. Nicht nur die Bundesstraße B 4 war zeitweise dicht, alle Nebenstraßen und irgendwelche Abstellflächen waren belegt. In Richtung Sophienhof drängelte sich die Blechkolonne rund einen Kilometer zwischen Schneebergen.

Doch die Rodelsüchtigen nahmen das kleine oder große Chaos mit Humor auf, sie wollten einfach nur mal den Hang runter rodeln. Wer außer Atem war, der konnte sich einen Glühwein oder Tee einverleiben. Auch für den Magen war in Form von Bratwürsten gesorgt. Diese Veranstaltung und vor allem die Resonanz darauf hat jedoch wieder einmal gezeigt, wie „hungrig“ die Menschen auf derartige Events sind. Da muß es nicht immer die „mega-geile“ Ski-Party sein, es reichen ein Hang und ein paar Leute, die sich aufschwingen und mal was organisieren. Die Tradition des „Rodelns bei Fackelschein“ sollte auf jeden Fall beibehalten werden. Vielleicht geht das auch irgendwo anders rund um Rothesütte. Den Organisatoren aus dem Ort jedenfalls ein großes Dankeschön - irgendwie sind sie ja doch mit diesem Chaos zurechtgekommen.
Autor: nnz

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