Schulneubau in Ifeld
Spatenstich mit Baggerschaufel
Freitag, 20. Dezember 2024, 13:15 Uhr
Am alten Klosterhof, da tut sich was: in Ilfeld wurde heute mit einem symbolischen Spatenstich per Baggerschaufel der Startschuss für den Neubau der Grundschule gegeben. Auch drumherum soll sich in den nächsten Jahren einiges tun…
Stolze 45.000 Quadratmeter ist das alte Gutsgelände groß, dass im Herzen Ilfelds seit Jahrzehnten vor sich hin dämmert. Schon seit den 90er Jahren wird über eine Nutzung nachgedacht, es gab viele Ideen und wenig Taten.
Das soll sich jetzt ändern, für den Spatenstich zum Neubau der Grundschule kam man heute auf dem Baufeld zusammen, um mit dem Bagger das erste Loch zu graben. Rund 2,6 Millionen Euro hat der Kreistag für den Rohbau freigegeben, den die Firma Buchmann Bau aus Bennungen nun realisieren soll. Insgesamt geht man von Kosten in Höhe von 6,5 Millionen Euro aus, führte Landrat Matthias Jendricke Eingangs aus, wobei rund 4,5 Millionen aus Fördermitteln des Landes bestritten werden können.
Der Kreis hat in den letzten Jahren einige alte Schulbauten entkernt, saniert und runderneuert, einen kompletten Neubau sieht man aber nicht alle Tage. Fast fünf Jahre an Vorplanung liegen bereits hinter dem Gemeinschaftskonzept, dass man in Zusammenarbeit mit dem Kyffhäuserkreis beim Land durchgebracht hat und das einige Besonderheiten aufweist.
Die neue Schule wird viele Mütter und Väter haben, an der Projektplanung und -ausführung waren zwei Landkreise und diverse Behörden und Gremien beteiligt (Foto: agl)
Das herausstechendste Merkmal: der neue Schule wird in moderner Holzbauweise errichtet. Man werde mit einem hohen Grad an Vorfertigung an den Bau gehen, heißt es aus dem Frankfurter Architekturbüro "DGJ Architektur". Zweite Besonderheit: das pädagogische Raumkonzept. Dies orientiere sich an einem Marktplatz und ermögliche die verschachtelte Mehrfachnutzung der Räume, die mit einem Lernflur verbunden werden, erklärte Architekt Johannes Rose. Besonderheit Nummer Drei: die Nachnutzung wird mit gedacht. Auch wenn sich die Geburtenrate in Harztor insgesamt in diesem Jahr leicht erholt hat, geht die Prognose eher davon aus, dass die Zahl der Kinder weiter zurückgehen wird. Als Schulstandort ist Ilfeld nicht in Gefahr, im Gegenteil, die Investition sei ein klares Bekenntnis von Kreis und Land für die Schule und den Ort, so Landrat Jendricke. Was aber in 30 oder 40 Jahren ist, weiß niemand. Im Fall der Fälle soll das jetzt neue Haus später auch anderweitig genutzt werden können, etwa als Seniorenheim.
Ob es am Ende so kommt steht in den Sternen. In der Gegenwart hat der Kreistag beschlossen, die Grundschulen in Niedersachswerfen und Ilfeld zur Stärkung beider Standorte als Verbund mit einer gemeinsamen Leitung zu führen. Auch dafür eigne sich die neue Heimstatt auf dem Gutshof dank der direkten Anbindung an den regionalen Bahnverkehr gut. In Ilfeld verspricht die nahe Zukunft nun rege Bautätigkeit, denn die Schule ist nur eines von mehreren Vorhaben.
In direkter Nachbarschaft wird der Kindergarten das alte Backsteingebäude nahe der Bahngleise beziehen, die ersten Arbeiten haben hier bereits begonnen und einen Steinwurf weiter ist die Klosterkammer dabei, einen alten und denkmalgeschützten Flachbau für die Nutzung durch das Forstamt auf Vordermann zu bringen.
Perspektivisch soll auch der große Innenhof zwischen den Stallungen wieder genutzt werden, sagt Harztors Bürgermeister, Stephan Klante. Der Spatenstich heute sei daher auch ein erster Schritt, um wieder Leben in den historischen Ortskern Ilfelds zu bringen.
Angelo Glashagel
Autor: redStolze 45.000 Quadratmeter ist das alte Gutsgelände groß, dass im Herzen Ilfelds seit Jahrzehnten vor sich hin dämmert. Schon seit den 90er Jahren wird über eine Nutzung nachgedacht, es gab viele Ideen und wenig Taten.
Das soll sich jetzt ändern, für den Spatenstich zum Neubau der Grundschule kam man heute auf dem Baufeld zusammen, um mit dem Bagger das erste Loch zu graben. Rund 2,6 Millionen Euro hat der Kreistag für den Rohbau freigegeben, den die Firma Buchmann Bau aus Bennungen nun realisieren soll. Insgesamt geht man von Kosten in Höhe von 6,5 Millionen Euro aus, führte Landrat Matthias Jendricke Eingangs aus, wobei rund 4,5 Millionen aus Fördermitteln des Landes bestritten werden können.
Der Kreis hat in den letzten Jahren einige alte Schulbauten entkernt, saniert und runderneuert, einen kompletten Neubau sieht man aber nicht alle Tage. Fast fünf Jahre an Vorplanung liegen bereits hinter dem Gemeinschaftskonzept, dass man in Zusammenarbeit mit dem Kyffhäuserkreis beim Land durchgebracht hat und das einige Besonderheiten aufweist.
Die neue Schule wird viele Mütter und Väter haben, an der Projektplanung und -ausführung waren zwei Landkreise und diverse Behörden und Gremien beteiligt (Foto: agl)
Das herausstechendste Merkmal: der neue Schule wird in moderner Holzbauweise errichtet. Man werde mit einem hohen Grad an Vorfertigung an den Bau gehen, heißt es aus dem Frankfurter Architekturbüro "DGJ Architektur". Zweite Besonderheit: das pädagogische Raumkonzept. Dies orientiere sich an einem Marktplatz und ermögliche die verschachtelte Mehrfachnutzung der Räume, die mit einem Lernflur verbunden werden, erklärte Architekt Johannes Rose. Besonderheit Nummer Drei: die Nachnutzung wird mit gedacht. Auch wenn sich die Geburtenrate in Harztor insgesamt in diesem Jahr leicht erholt hat, geht die Prognose eher davon aus, dass die Zahl der Kinder weiter zurückgehen wird. Als Schulstandort ist Ilfeld nicht in Gefahr, im Gegenteil, die Investition sei ein klares Bekenntnis von Kreis und Land für die Schule und den Ort, so Landrat Jendricke. Was aber in 30 oder 40 Jahren ist, weiß niemand. Im Fall der Fälle soll das jetzt neue Haus später auch anderweitig genutzt werden können, etwa als Seniorenheim.
Ob es am Ende so kommt steht in den Sternen. In der Gegenwart hat der Kreistag beschlossen, die Grundschulen in Niedersachswerfen und Ilfeld zur Stärkung beider Standorte als Verbund mit einer gemeinsamen Leitung zu führen. Auch dafür eigne sich die neue Heimstatt auf dem Gutshof dank der direkten Anbindung an den regionalen Bahnverkehr gut. In Ilfeld verspricht die nahe Zukunft nun rege Bautätigkeit, denn die Schule ist nur eines von mehreren Vorhaben.
In direkter Nachbarschaft wird der Kindergarten das alte Backsteingebäude nahe der Bahngleise beziehen, die ersten Arbeiten haben hier bereits begonnen und einen Steinwurf weiter ist die Klosterkammer dabei, einen alten und denkmalgeschützten Flachbau für die Nutzung durch das Forstamt auf Vordermann zu bringen.
Perspektivisch soll auch der große Innenhof zwischen den Stallungen wieder genutzt werden, sagt Harztors Bürgermeister, Stephan Klante. Der Spatenstich heute sei daher auch ein erster Schritt, um wieder Leben in den historischen Ortskern Ilfelds zu bringen.
Angelo Glashagel







