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Viel Geld fürs Wohnen

Donnerstag, 12. Oktober 2006, 11:10 Uhr
Nordhausen (nnz). Wohnen wird immer teuerer. Man denke nur an die ständig steigenden Energiekosten. Wie viel Geld die Thüringer für die molligen vier Wände ausgeben, das hat jetzt die nnz erfahren.


Ein Haushalt muss deutschlandweit im Durchschnitt rund 30 Prozent seines Etats für Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe aufbringen. In Thüringen verzeichnete diese Warengruppe nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im September 2006 mit 2,5 Prozent nach den Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken (+ 3,3 Prozent) die zweithöchste Jahresteuerungsrate.

Bei allen ausgewählten Positionen - Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe - lag das Preisniveau im September 2006 über dem des vergleichbaren Vorjahresmonats. Mit 0,4 Prozent war der Preisanstieg bei den Wohnungsnettomieten noch am niedrigsten. Die Preise für die regelmäßige Instandhaltung und Reparatur der Wohnung stiegen binnen Jahresfrist um 3,4 Prozent. Wohnungsnebenkosten verteuerten sich um 6,4 Prozent, darunter als Spitzenreiter die Gebühren für die Müllabfuhr mit 22,0 Prozent.

Die Preise für die Wasserversorgung stiegen im gleichen Zeitraum um 4,8 Prozent. Für Strom, Gas und andere Brennstoffe mussten die Mieter im September 2006 wesentlich tiefer in die Tasche greifen als im September 2005. An der Spitze lagen hier die Preise für Gas (+ 15,2 Prozent), gefolgt von den Gebühren für Zentralheizung und Fernwärme (+ 9,9 Prozent). Strom verteuerte sich in den letzten 12 Monaten um 4,9 Prozent.
Autor: nnz

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