nnz-online

nnz-Polizeibericht am Mittwoch

Mittwoch, 11. Oktober 2006, 12:53 Uhr
Nordhausen (nnz). Es gibt so manche Sachen, die altgediente Polizeibeamte erlebt haben. Gestern ist jedoch eine neue Episode hinzu gekommen. Und die endete in der Psychiatrie.


In den frühen Morgenstunden des Dienstags kam es in Wolkramshausen zu einem Unfall, bei dem ein Sachschaden von fast 3000 € entstand. Nach Angaben eines Kradfahrers befuhr er gegen 05.25 Uhr die Sondershäuser Straße und bemerkte auf Höhe der Einmündung zum Schleifweg einen geparkten LKW. Er bremste sein Krad zu stark ab und rutschte auf die Gegenfahrbahn, wo er mit einem PKW kollidierte. Zum Glück wurde niemand verletzt und die Beteiligten kamen mit dem Schrecken davon.


Gegen 09.30 Uhr stand ein Autofahrer im Einmündungsbereich Kirchberg / Nordhäuser Straße in Niedersachswerfen und wollte auf die Nordhäuser Straße auffahren. Da reger Fahrzeugverkehr herrschte, konzentrierte er sich nach eigenen Angaben voll auf den Straßenverkehr. Als er eine Lücke entdeckte, fuhr er auf die Straße auf. Eine Fußgängerin, die gegenüber auf dem Bürgersteig stand, wollte die Lücke ebenfalls ausnutzen und überquerte die Fahrbahn. Beide Beteiligten übersahen den jeweils anderen, was zu einem Zusammenstoß führte. Die Fußgängerin stürzte und zog sich leichte Verletzungen zu.


Bei einer Geschwindigkeitskontrolle wurden in der Ortslage Hesserode zwischen 17.40 Uhr und 19.20 Uhr 45 Fahrzeuge gemessen. Vier Autofahrer waren schneller als die erlaubten 30 km/h und können nun mit einem Bußgeldverfahren, mindestens einem Monat Fahrverbot sowie 3 Punkten in der Flensburger Sünderkartei rechnen. Die „Schnellsten“ waren mit 67 km/h ein 30-jähriger Mann aus dem Landkreis Nordhausen sowie eine 33-jährige Autofahrerin aus dem Kyffhäuserkreis. Mit 65 km/h wurde eine 22-jährigen Nordhäuserin und mit 64 km/h eine 20-jährige Sondershäuserin geblitzt. Ein weiterer Autofahrer musste ebenfalls zur Verantwortung gezogen werden, da er mit seinem Handy am Ohr während der Fahrt telefonierte.


Durch mehrere Anrufe von Kraftfahrern wurde heute gegen 6.00 Uhr mitgeteilt, dass sich ein Radfahrer auf der A 38 in Richtung Halle befindet. Dieser wurde durch die eingesetzten Beamten im Bereich der Hungertalbrücke festgestellt und angehalten. Eine Verständigung war nur durch Gestik möglich, da die Person augenscheinlich nicht sprechen konnte. Bei der Durchsuchung wurde bekannt, dass es sich um einen 43-jährigen Mann aus Göttingen handelt. Dieser wurde ständig aggressiver und schien nicht mehr Herr seiner Sinne zu sein. Er rannte plötzlich wieder auf die Autobahn und schwenkte dabei eine russische Fahne. Nachdem die Beamten ihn eingeholt hatten, verhielt er sich noch aggressiver, holte eine 70 cm lange Metallkette aus seiner Hosentasche und ging damit auf die Polizisten los. Der Angriff wurde abgewehrt, der Mann festgenommen und vorerst in die Psychiatrie gebracht.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de