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Schere immer noch offen

Mittwoch, 11. Oktober 2006, 10:04 Uhr
Nordhausen (nnz). Das Berufsbratungsjahr 2005/2006 ist abgeschlossen. Die Regionaldirektion der Bundesarbeitsagentur zog jetzt eine Bilanz für Thüringen. Befriedigen kann die nicht.


Im Berufsberatungsjahr 2005/2006 meldeten sich über 30.200 Jugendliche bei den Agenturen für Arbeit in Thüringen als Lehrstellenbewerber (gg. Vorjahr: - 500), die vor allem als Waren- und Dienstleistungskaufleute, in Metallberufen, Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufen, Bau- und Baunebenberufen, Körperpflege-, Hauswirtschaftliche und Reinigungsberufe, Ernährungsberufen, Sicherheits-, Sozial- und Erziehungsberufen, als Elektriker sowie in Landwirtschaftsberufen ausgebildet werden wollten.

Im gleichen Zeitraum standen den Agenturen für Arbeit 10.500 betriebliche (gg. Vorjahr: -200) und etwa 5.600 außerbetriebliche Ausbildungsstellen für die Vermittlung zur Verfügung. Die Mehrzahl davon wurde für Waren- und Dienstleistungskaufleute, Metallberufe, Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufe, Körperpfleger, Hauswirtschaftliche und Reinigungsberufe, Bau- und Baunebenberufe sowie Ernährungsberufe angeboten.

„Das Ausbildungsinteresse der Jugendlichen und das Angebot lagen qualitativ sehr dicht beieinander, quantitativ waren sie aber nach wie vor leider nicht deckungsgleich. Durch große Anstrengungen aller Partner des Paktes für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs in Thüringen ist es aber gelungen, für 96 Prozent der Bewerber Ausbildungsmöglichkeiten oder Übergangslösungen, u. a. auch zur Verbesserung der Ausbildungsreife, zu finden“, erklärte der Chef der BA-Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen bei der Veröffentlichung der Bilanz zum Berufsberatungsjahr 2005/2006.

Mehr als die Hälfte der Jugendlichen, 17.000 Bewerber, mündete in duale Ausbildung (12.200 Personen in betriebliche, 4.800 Personen in außerbetriebliche Angebote). Darüber hinaus begannen Jugendliche berufsvorbereitende oder schulische Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Ausbildungsreife, zur Schulpflichterfüllung oder zum Erwerb eines höheren Schulabschlusses. Außerdem gab es Ausbildungsbewerber, die erst einmal ihren Bundeswehr- bzw. Zivildienst antraten, sich für ein Studium, freiwilliges soziales Jahr entschieden oder eine andere Lösung für sich gefunden haben.

In Thüringen sind zur Zeit rund 1.300 Ausbildungssuchende unversorgt und sind noch fast 300 Lehrstellen unbesetzt, vor allem in Metall- und Ernährungs- sowie in Verwaltungs- und kaufmännischen Berufen. Darüber hinaus gibt es noch außerbetriebliche Ausbildungsmöglichkeiten sowie Angebote zur Einstiegsqualifizierung.

„In unseren Nachvermittlungsaktionen gemeinsam mit den Kammern, die noch im Oktober starten werden, unterbreiten wir allen Jugendlichen, die willig und ausbildungsfähig sind, entsprechende Angebote, damit auch die jetzt noch unvermittelten Bewerber Einstiegschancen ins Berufsleben erhalten“, betonte Rainer Bomba, Geschäftsführer Operativ der BA-Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen.
Autor: nnz

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