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Gut betreut in Kita und Hort?

Montag, 09. Oktober 2006, 17:11 Uhr
Nordhausen (nnz). Wie weiter mit dem Volksbegehren für eine bessere Familienpolitik? Diese und andere Fragen will der Trägerkreis für das Volksbegehren in Nordhausen diskutieren...


Am 19. Oktober, um 19 Uhr trifft sich der Trägerkreis im SPD-Büro in der Oskar-Cohn-Straße. Es wird um die Vorbereitung des für den Zeitraum vom 2.1.07 bis 2.5.07 genehmigten, Volksbegehrens gehen. Über 200.000 Unterschriften für die finanzielle Sicherung von Kitas und Horten gilt es nach strenger Landesvorschrift zu sammeln. Gesucht werden noch Ansprechpartner in allen Kindergärten und Schulen des Landkreises. Im November wird es eine Vorbereitungsveranstaltung für alle Interessierten geben.

Noch einmal ein großes Dankeschön an alle Helfer und landesweit 23.805 Unterstützer (5.000 Unterschriften waren nur nötig!!)! Zusätzlich berichten alle Medien fast wöchentlich über erste negative Auswirkungen der „Familienoffensive“ in Thüringen. Auch wenn es im Landkreis Nordhausen bisher „nur“ die Erzieherinnen mit Entlassungen bzw. weniger Stunden getroffen hat. Die finanziellen Auswirkungen können die Träger nicht auf Dauer ausgleichen.

Mittlerweile fordern sogar Unternehmerverbände eine kostenfreie Bildung und Betreuung vom Kindergarten bis zum Hort. Von den wiederholten Mahnungen weltweiter Untersuchungsergebnisse (Pisa und OECD-Bericht) zum deutschen Bildungssystem ganz zu schweigen. Auch eine Verfassungsklage der Landesregierung und Meinungsumfragen pro Landespolitik werden uns nicht stoppen. Brandheiß wird es für die Horte! Sie sollen bis 2008 in die Hände der Kommunen.

Minister Goebel besteht darauf, obwohl bis heute keiner das „Wie“ und vor allem „Wie teuer“ erklären kann. Andere ostdeutsche Bundesländer zeigen, was abgeschafft und geschlossen ist, bekommt man nur sehr schwer wieder.

„Helfen sie uns die ‚Gelbe Bändchen’ Aktion neu zu beleben. Zu den sichtbaren Solidaritätsbekundungen für unsere Theater können auch gelbe Aufkleber für das Volksbegehren kommen, die bei uns erhältlich sein werden. Außerdem kostet das Unterschriften sammeln viel Geld, deshalb ist jede Spende willkommen“, so Elke Falley vom Trägerkreis in Nordhausen.
Autor: nnz

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