Stempeln mit Kultur
Montag, 09. Oktober 2006, 15:26 Uhr
Nordhausen (nnz). Nach der Schule noch ins Theater oder Museum gehen, nein danke. So viel Bildung wollen Schüler nicht. Oder doch? Noch mehr Lust darauf soll ihnen mit einem Stempelsammelheft gemacht werden. Wie es funktioniert erklärt die nnz.
Stempeln mit Kultur (Foto: nnz)
Schüler haben keine Lust auf Kultur, hocken lieber vor der Glotze oder hängen rum. Besonders Regelschüler haben überhaupt kein Interesse ins Museum zu gehen oder ein Schauspiel zu besuchen. Völlig falsch, meint Schulleiterin Sabine Schröder, auch Kinder aus sozial schwächeren Familien sind dafür zu begeistern. Sie kennen es vielleicht von zuhause nicht und haben nicht so viel Taschengeld zur Verfügung, aber an Interesse mangelt es nicht.
An der Petersbergschule künden zahlreiche Projekte vom großen kulturellen Interesse der jungen Generation. Mit der Jugendkunstschule arbeitet man schon seit Jahren zusammen, auch mit dem Theater besteht eine Kooperation. Eine eigene Schülerarbeitsgemeinschaft gibt es. Besuche in der Bibliothek gehören zum Unterricht. Kunst und Kultur sind ein Schwerpunktthema unserer Schule. Sagte Sabine Schröder der nnz.
Nach guten Erfahrungen in Erfurt hat der Kulturpaß auch Nordhausen erreicht. Thüringenweit werden 10.000 Exemplare an Schüler der weiterführenden Schulen verteilt. In Nordhausen sind es die beiden Gymnasien und die Regelschule Petersberg, die zusammen 800 Exemplare vom Landesverband des Deutschen Bühnenvereins bekommen. Intendant Lars Tietje hat diese Schulen ausgewählt, weil schon länger Kontakte bestanden. Im nächsten Jahr können sich aber auch weitere Regelschulen aus Stadt und Kreis bewerben. Aber erst möchte man abwarten, wie dieses Modellprojekt bei den Jugendlichen ankommt.
In den Schulen wird es unterschiedlich gehandhabt. Manche wählen nur einige wenige Klassen oder Schüler aus. Andere verteilen an alle. Die Petersbergschule reicht den Paß an alle Schüler der fünften bis zehnten Klasse aus, die ihn haben wollen. 150 von 270 Kindern und Jugendlichen machen mit. Ab sofort können sie bis zum Schuljahresende 16 Stempel sammeln. Die gibt’s für Besuche in Museen oder Ausstellungen, dem Theater und für Konzerte. Jeder Paß-Besitzer entscheidet selbst, was für ihn Kultur ist und lässt den Besuch beim entsprechenden Veranstalter bescheinigen. Der Kulturpaß gilt übrigens nicht nur in Thüringen, sondern weltweit. Wer ihn komplett hat, darf sich über eine Überraschung freuen. Was es für die eifrigsten gibt, haben Sabine Schröder und ihre Kollegen noch nicht festgelegt. Eine Theatervorstellung, ein Kurs in der Jugendkunstschule oder Bücher sind die ersten Ideen.
Die Ergebnisse aus Erfurt sind positiv. In vier Klassen wurde der Kulturpaß im letzten Jahr erprobt. Es habe in jeder Klasse nur einen bis vier Schüler gegeben, die damit überhaupt nichts anfangen konnten. Ein Drittel der Jugendlichen zwischen 12 und 14 Jahren hatte mehr als vier Stempel. Wie viel Kultur die Nordhäuser Schüler besuchen, wird man im Sommer wissen. Dann wird abgerechnet.
Wer sich schon jetzt sicher ist, dass Theatervorstellungen viel Platz im Kulturpaß einnehmen werden, der sollte sich die Szene –Card zulegen. Für 10,- Euro gibt es für alle unter 26 Jahren, auch ohne Kulturpaß, diese Plastekarte. Sie garantiert 50 Prozent Rabatt auf alle Vorstellungen von Theater und Loh-Orchester.
Autor: wf
Stempeln mit Kultur (Foto: nnz)
Schüler haben keine Lust auf Kultur, hocken lieber vor der Glotze oder hängen rum. Besonders Regelschüler haben überhaupt kein Interesse ins Museum zu gehen oder ein Schauspiel zu besuchen. Völlig falsch, meint Schulleiterin Sabine Schröder, auch Kinder aus sozial schwächeren Familien sind dafür zu begeistern. Sie kennen es vielleicht von zuhause nicht und haben nicht so viel Taschengeld zur Verfügung, aber an Interesse mangelt es nicht.
An der Petersbergschule künden zahlreiche Projekte vom großen kulturellen Interesse der jungen Generation. Mit der Jugendkunstschule arbeitet man schon seit Jahren zusammen, auch mit dem Theater besteht eine Kooperation. Eine eigene Schülerarbeitsgemeinschaft gibt es. Besuche in der Bibliothek gehören zum Unterricht. Kunst und Kultur sind ein Schwerpunktthema unserer Schule. Sagte Sabine Schröder der nnz.
Nach guten Erfahrungen in Erfurt hat der Kulturpaß auch Nordhausen erreicht. Thüringenweit werden 10.000 Exemplare an Schüler der weiterführenden Schulen verteilt. In Nordhausen sind es die beiden Gymnasien und die Regelschule Petersberg, die zusammen 800 Exemplare vom Landesverband des Deutschen Bühnenvereins bekommen. Intendant Lars Tietje hat diese Schulen ausgewählt, weil schon länger Kontakte bestanden. Im nächsten Jahr können sich aber auch weitere Regelschulen aus Stadt und Kreis bewerben. Aber erst möchte man abwarten, wie dieses Modellprojekt bei den Jugendlichen ankommt.
In den Schulen wird es unterschiedlich gehandhabt. Manche wählen nur einige wenige Klassen oder Schüler aus. Andere verteilen an alle. Die Petersbergschule reicht den Paß an alle Schüler der fünften bis zehnten Klasse aus, die ihn haben wollen. 150 von 270 Kindern und Jugendlichen machen mit. Ab sofort können sie bis zum Schuljahresende 16 Stempel sammeln. Die gibt’s für Besuche in Museen oder Ausstellungen, dem Theater und für Konzerte. Jeder Paß-Besitzer entscheidet selbst, was für ihn Kultur ist und lässt den Besuch beim entsprechenden Veranstalter bescheinigen. Der Kulturpaß gilt übrigens nicht nur in Thüringen, sondern weltweit. Wer ihn komplett hat, darf sich über eine Überraschung freuen. Was es für die eifrigsten gibt, haben Sabine Schröder und ihre Kollegen noch nicht festgelegt. Eine Theatervorstellung, ein Kurs in der Jugendkunstschule oder Bücher sind die ersten Ideen.
Die Ergebnisse aus Erfurt sind positiv. In vier Klassen wurde der Kulturpaß im letzten Jahr erprobt. Es habe in jeder Klasse nur einen bis vier Schüler gegeben, die damit überhaupt nichts anfangen konnten. Ein Drittel der Jugendlichen zwischen 12 und 14 Jahren hatte mehr als vier Stempel. Wie viel Kultur die Nordhäuser Schüler besuchen, wird man im Sommer wissen. Dann wird abgerechnet.
Wer sich schon jetzt sicher ist, dass Theatervorstellungen viel Platz im Kulturpaß einnehmen werden, der sollte sich die Szene –Card zulegen. Für 10,- Euro gibt es für alle unter 26 Jahren, auch ohne Kulturpaß, diese Plastekarte. Sie garantiert 50 Prozent Rabatt auf alle Vorstellungen von Theater und Loh-Orchester.
