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In der Erde

Montag, 09. Oktober 2006, 11:25 Uhr
Nordhausen (nnz). Die offenen Deponien in Thüringen sind weitestgehend Geschichte. Doch seit Jahren wird „unter Tage“ eingelagert. Wie viele Tonnen es im vergangenen Jahr waren, das erfahren Sie mit einem einzigen Klick.


Im Jahre 2005 wurden in Thüringen rund 6,5 Millionen Tonnen Abfälle in Abbaustätten des Bergbaus entsorgt. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, waren das 5,6 Prozent mehr als im Jahre 2004. 4,3 Millionen Tonnen Abfälle (65,6 Prozent) wurden in 106 übertägigen Abbaustätten, wie Tagebaue, Kies-, Sand- oder Tongruben sowie Restlöcher, gelagert. Davon waren 4,2 Millionen Tonnen Bau- und Abbruchabfälle wie Boden, Steine, Baggergut sowie Beton- und Ziegelabfälle. Weitere 40 Tausend Tonnen entfielen auf Abfälle aus thermischen Prozessen von Kraftwerken.

In die untertägigen Abbaustätten in Thüringen wurden im Jahre 2005 mehr als 0,7 Millionen Tonnen Abfälle verbracht. Fast vier Fünftel (554 Tausend Tonnen bzw. 79,0 Prozent) entfielen auf Abfälle aus Abfallbehandlungsanlagen. Weitere 93 Tausend Tonnen bzw. 13,3 Prozent waren Abfälle aus thermischen Prozessen. Die 0,7 Millionen Tonnen Abfälle, die in Thüringer Bergwerken untertägig verwertet wurden, stammten zu 97,1 Prozent aus anderen Bundesländern oder dem Ausland.

Neben der Verwertung von Abfällen in über- und untertägigen Abbaustätten des Bergbaus wurden im Jahre 2005 rund 1,5 Millionen Tonnen Reststoffe zur Abdeckung von Kalirückstandshalden genutzt. Hierbei handelt es sich um Materialien, die bei Bau- und Abbrucharbeiten anfallen und keiner weiteren Verwendung zugeführt werden.
Autor: nnz

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