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Windehausen

Weg frei für den Hochwasserschutz

Freitag, 06. Dezember 2024, 12:43 Uhr
Die obere Wasserbehörde im Thüringer Landesamt für Umwelt hat den Beschluss für den Hochwasserschutz an der Zorge für die Ortslage Windehausen und das Industriegebiet Heringen erteilt. Ein Jahr nach dem verheerenden Weihnachtshochwasser ist damit der Weg frei für die bauliche Umsetzung...

Die Notwendigkeit für die geplanten Maßnahmen zeigte sich während des Planfeststellungsverfahrens durch das Hochwasserereignis über die Weihnachtsfeiertage 2023, von dem Windehausen schwer getroffen wurde und deshalb teilweise evakuiert werden musste. Tagelanger Dauerregen führte damals zu gestiegenen Grundwasserspiegeln und einem ungewöhnlich starken Hochwasser an Zorge und Helme.

Unter dem Eindruck des Hochwassersereignisses wurde durch das TLUBN entschieden, eine zusätzliche hydraulische Berechnung durchzuführen. Ermittelt werden sollte, ob die beantragten Maßnahmen auch bei einem gleichzeitigen Auftreten extremer Hochwasser an Zorge und Helme einen ausreichenden Schutz für Windehausen gewährleisten können.

Im Ergebnis versichert Mario Suckert, Präsident des TLUBN: „Nach Auswertung der zusätzlichen hydraulischen Berechnungen ist nachgewiesen, dass Windehausen mit den neuen Hochwasserschutzanlagen auch vor einem Ereignis wie im Dezember 2023 geschützt sein wird.“

Geplant ist die Errichtung einer neuen, höheren Deichlinie nah an der Ortschaft sowie nördlich des Industriegebietes Heringen. Dazu gehört der Bau mehrerer neuer Deiche und Schutzmauern sowie die Bereitstellung von Pumpentechnik, mit der sich die Ortschaft entwässern lässt. Auch umfangreiche Anpassungen des Geländes und die Ertüchtigungen der anliegenden Straßen und Wege sind vorgesehen.

Der Planfeststellungsbeschluss und die zugehörigen Planunterlagen liegen im Zeitraum vom 10. bis 23. Januar 2025 öffentlich zur Einsicht in den betroffenen Stadtverwaltungen Heringen und Nordhausen sowie dem TLUBN aus.
Autor: red

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