Bullen und Bären im nnz-Aktien-Tipp
Freitag, 04. Januar 2002, 08:49 Uhr
Nordhausen/Frankfurt (nnz). Die nnz bietet in lockerer Folge Analysen und Markteinschätzungen an. Das Material wird nnz von der Helaba zur Verfügung gestellt. Heute: 4.1.2002
Die amerikanischen Aktienmärkte haben gestern im Plus geschlossen. Beflügelt wurde der Anstieg insbesondere durch eine positive Studie über die amerikanischen Chiphersteller. Auch konnten die vorläufigen PC-Absatzzahlen für Dezember dem Markt wieder neue Hoffnung geben. Der Chiphersteller Intel gewann 7,64 % auf 35,52 Dollar. Weiterhin positiv bewerteten Marktteilnehmer die gestiegenen Bauausgaben. Viele gehen nun doch von einer Erholung der US-Wirtschaft aus. Die gestern ebenfalls veröffentlichten Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung, die wesentlich negativer waren als die Erwartungen, spielten hingegen überhaupt keine Rolle. Der Dow Jones 30 Index kletterte am Donnerstag bis Handelschluss um 0,98 Prozent auf 10.172,14 Punkte. Der marktbreitere gewann 0,92 Prozent auf 1.165,27 Zähler. Der Nasdaq Composite Index schloss mit einem satten Plus von 3,28 Prozent auf 2.044,21 Punkten. Damit hat das Marktbarometer die psychologisch wichtige 2.000-Punkte-Marke überwunden. Zum letzten Mal hatte der NASDAQ am 12. Dezember über dieser Marke geschlossen.
Auch der deutsche Aktienmarkt konnte gestern schon sehr schön zulegen und über dem wichtigen Widerstand von 5220 schließen. Mit ängstlichen und umsatzlosen Schritten bewegt sich der Markt in den ersten beiden Handelstagen des Jahres immer weiter nach oben. Für heute werden die alten Widerstände bei 5341 vom 06.12.2001 ins Visier genommen. Die erste Indikation im von der Helaba gerechneten vorbörslichen Dax liegt heute morgen bei 5281 Punkten. Dies sind rund 10 Punkte mehr als gestern Abend. Meine Handelsbreite lege ich nach unten auf den alten Widerstand von 5220 und nach oben dürfte das alte Hoch vom 06.12.01 eine gehörige Rolle spielen. Nach dem Anstieg der Technologietitel in Amerika, dürften auch bei uns Werte wie Siemens und Infineon ganz auf dem Kaufzettel der Marktteilnehmer stehen. Ein weiterer Anstieg in den nächsten Tagen halte ich für möglich, da die Liquidität der Anleger vorhanden ist und viele nun im neuen Jahr gezwungen werden zu investieren. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass die Gewinnschätzungen der Unternehmen noch nicht das aktuelle Kursniveau rechtfertigen. Ein aktuelles KGV auf die 2002er Gewinne von Siemens mit 39,26 oder SAP mit 68,33 halte ich für stark übertrieben und für sehr gefährlich.
Jörg Dechert, Aktienhandel
Autor: nnz
Die amerikanischen Aktienmärkte haben gestern im Plus geschlossen. Beflügelt wurde der Anstieg insbesondere durch eine positive Studie über die amerikanischen Chiphersteller. Auch konnten die vorläufigen PC-Absatzzahlen für Dezember dem Markt wieder neue Hoffnung geben. Der Chiphersteller Intel gewann 7,64 % auf 35,52 Dollar. Weiterhin positiv bewerteten Marktteilnehmer die gestiegenen Bauausgaben. Viele gehen nun doch von einer Erholung der US-Wirtschaft aus. Die gestern ebenfalls veröffentlichten Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung, die wesentlich negativer waren als die Erwartungen, spielten hingegen überhaupt keine Rolle. Der Dow Jones 30 Index kletterte am Donnerstag bis Handelschluss um 0,98 Prozent auf 10.172,14 Punkte. Der marktbreitere gewann 0,92 Prozent auf 1.165,27 Zähler. Der Nasdaq Composite Index schloss mit einem satten Plus von 3,28 Prozent auf 2.044,21 Punkten. Damit hat das Marktbarometer die psychologisch wichtige 2.000-Punkte-Marke überwunden. Zum letzten Mal hatte der NASDAQ am 12. Dezember über dieser Marke geschlossen.Auch der deutsche Aktienmarkt konnte gestern schon sehr schön zulegen und über dem wichtigen Widerstand von 5220 schließen. Mit ängstlichen und umsatzlosen Schritten bewegt sich der Markt in den ersten beiden Handelstagen des Jahres immer weiter nach oben. Für heute werden die alten Widerstände bei 5341 vom 06.12.2001 ins Visier genommen. Die erste Indikation im von der Helaba gerechneten vorbörslichen Dax liegt heute morgen bei 5281 Punkten. Dies sind rund 10 Punkte mehr als gestern Abend. Meine Handelsbreite lege ich nach unten auf den alten Widerstand von 5220 und nach oben dürfte das alte Hoch vom 06.12.01 eine gehörige Rolle spielen. Nach dem Anstieg der Technologietitel in Amerika, dürften auch bei uns Werte wie Siemens und Infineon ganz auf dem Kaufzettel der Marktteilnehmer stehen. Ein weiterer Anstieg in den nächsten Tagen halte ich für möglich, da die Liquidität der Anleger vorhanden ist und viele nun im neuen Jahr gezwungen werden zu investieren. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass die Gewinnschätzungen der Unternehmen noch nicht das aktuelle Kursniveau rechtfertigen. Ein aktuelles KGV auf die 2002er Gewinne von Siemens mit 39,26 oder SAP mit 68,33 halte ich für stark übertrieben und für sehr gefährlich.
Jörg Dechert, Aktienhandel
