Mozart tanzt in der Kirche
Donnerstag, 28. September 2006, 14:36 Uhr
Nordhausen (nnz). Mozart tanzt, und dazu noch in einer Kirche. Einen anderen Zugang zu Mozarts Requiem fand Deutschlands jüngste Ballettdirektorin Jutta Wörne. Die Blasii-Kirche wird zur Bühne für ein Projekt mit über 120 Mitwirkenden.
Mozart tanzt in der Kirche (Foto: nnz)
Größer als eine Opernproduktion wird Requiemozartanz, das neue Projekt von Jutta Wörne. Über 120 Menschen wirken mit, darunter 70 Chorsänger der Nordhäuser Kantorei unter Leitung von Eckhardt Bürger. Nach TanzMiro ist es Wörnes zweites großes Projekt, in das nicht nur Theatermutarbeiter involviert sind. Grade diese Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Meyenburg habe das Interesse am Ballett in der Rolandstadt verstärkt. So ist es kein Wunder, dass schon jetzt fast alle Premierenkarten für das Requiem am 20.10. verkauft sind.
Die Idee zur Zusammenarbeit mit der Kirche hatte Intendant Lars Tietje bereits vor zwei Jahren. Allerdings braucht so ein großes Projekt eine lange Vorbreitungszeit, so dass es nicht mehr zum Mozartjahr geklappt hat. Die Blasii-Gemeinde war sofort von der Zusammenarbeit begeistert, berichtet Eckhardt Bürger. Jutta Wörne erinnert sich, dass es ein leichtes war, den Gemeindekirchenrat zu überzeugen.
Auf die Chorsänger kommt bis zur Premiere eine Menge Arbeit zu. Jeden Abend muß geprobt werden. Mit so viel Aufwand haben sich die Hobbysänger um Eckhardt Bürger noch nie auf eine Aufführung vorbereitet. Bürger selbst war sofort von der Idee begeistert, denn er kannte bereits eine Ballettaufführung zur Matthäuspassion aus Hamburg, die ihm sehr gut gefallen habe.
Im Stück treten zwölf Tänzer auf. Vier große Rollen sind die von Tod, Angst, Kampf und Leben. Der Zuschauer erkennt das an den Kostümen. Bevor die Tänzer sich auf diese Rollen eingelassen haben, wurden sie von Jutta Wörne mit Bildern und Improvisationen langsam auf das Thema vorbereitet. Ein Gedankenaustausch im Vorfeld war mir wichtig. Sagt sie. Schon die Musik habe die Mitwirkenden sehr berührt.
Im Oktober und November sind Aufführungen in der Blasii-Kirche geplant, weitere folgen im Januar. Das Interesse an Karten ist so groß, dass alle ausgebucht sein werden. schon jetzt überlegen Kirche und Theater, ob noch weitere Auftritte möglich wären. Die Bühne für die Tänzer, die den kompletten Altarraum einnimmt, bleibt übrigens auch während der Gottesdienste installiert. Nur wahrend der Weihnachtszeit muß sie weichen. Dann finden auch keine Vorstellungen statt, weil das Thema Tod im Dezember nicht zum Kirchenjahr passt. Im Januar zu Mozarts Geburtstag wird dann wieder alles aufgebaut. Einen ersten Blick auf das getanzte Requiem können Sie am 15.10. um 11.15 Uhr direkt nach dem Gottesdienst werfen. Am 10.10 findet bereits die Einführung in das Stück um 19.30 Uhr in der Blasii-Kirche statt.
Autor: wf
Mozart tanzt in der Kirche (Foto: nnz)
Größer als eine Opernproduktion wird Requiemozartanz, das neue Projekt von Jutta Wörne. Über 120 Menschen wirken mit, darunter 70 Chorsänger der Nordhäuser Kantorei unter Leitung von Eckhardt Bürger. Nach TanzMiro ist es Wörnes zweites großes Projekt, in das nicht nur Theatermutarbeiter involviert sind. Grade diese Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Meyenburg habe das Interesse am Ballett in der Rolandstadt verstärkt. So ist es kein Wunder, dass schon jetzt fast alle Premierenkarten für das Requiem am 20.10. verkauft sind.
Die Idee zur Zusammenarbeit mit der Kirche hatte Intendant Lars Tietje bereits vor zwei Jahren. Allerdings braucht so ein großes Projekt eine lange Vorbreitungszeit, so dass es nicht mehr zum Mozartjahr geklappt hat. Die Blasii-Gemeinde war sofort von der Zusammenarbeit begeistert, berichtet Eckhardt Bürger. Jutta Wörne erinnert sich, dass es ein leichtes war, den Gemeindekirchenrat zu überzeugen.
Auf die Chorsänger kommt bis zur Premiere eine Menge Arbeit zu. Jeden Abend muß geprobt werden. Mit so viel Aufwand haben sich die Hobbysänger um Eckhardt Bürger noch nie auf eine Aufführung vorbereitet. Bürger selbst war sofort von der Idee begeistert, denn er kannte bereits eine Ballettaufführung zur Matthäuspassion aus Hamburg, die ihm sehr gut gefallen habe.
Im Stück treten zwölf Tänzer auf. Vier große Rollen sind die von Tod, Angst, Kampf und Leben. Der Zuschauer erkennt das an den Kostümen. Bevor die Tänzer sich auf diese Rollen eingelassen haben, wurden sie von Jutta Wörne mit Bildern und Improvisationen langsam auf das Thema vorbereitet. Ein Gedankenaustausch im Vorfeld war mir wichtig. Sagt sie. Schon die Musik habe die Mitwirkenden sehr berührt.
Im Oktober und November sind Aufführungen in der Blasii-Kirche geplant, weitere folgen im Januar. Das Interesse an Karten ist so groß, dass alle ausgebucht sein werden. schon jetzt überlegen Kirche und Theater, ob noch weitere Auftritte möglich wären. Die Bühne für die Tänzer, die den kompletten Altarraum einnimmt, bleibt übrigens auch während der Gottesdienste installiert. Nur wahrend der Weihnachtszeit muß sie weichen. Dann finden auch keine Vorstellungen statt, weil das Thema Tod im Dezember nicht zum Kirchenjahr passt. Im Januar zu Mozarts Geburtstag wird dann wieder alles aufgebaut. Einen ersten Blick auf das getanzte Requiem können Sie am 15.10. um 11.15 Uhr direkt nach dem Gottesdienst werfen. Am 10.10 findet bereits die Einführung in das Stück um 19.30 Uhr in der Blasii-Kirche statt.
