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Bilanz vorgestellt

Mittwoch, 27. September 2006, 15:27 Uhr
Nordhausen (nnz). Wenn Jugendliche heranwachsen und einen beruflichen Einstieg suchen, sind sie heutzutage nicht selten „Kunden“ der Arbeitsgemeinschaften oder optierenden Kommunen im SGB II. Die ARGE des Landkreises Nordhausen und der Horizont e.V. entwickelten ein Projekt, das in Leipzig vorgestellt wurde.


Bilanz vorgestellt (Foto: nnz) Bilanz vorgestellt (Foto: nnz) Zur Umsetzung des neuen Gesetzes haben Kommunen und Arbeitsgemeinschaften gerade einmal 18 Monate Zeit gehabt. Neben hoffnungsvollen Entwicklungen für die gute Förderung von Jugendlichen zeigt sich auch großer Handlungsbedarf. Auf Grund der schwierigen Biographien und Problemlagen von Jugendlichen fand am 20. und 21. September 2006 in Leipzig eine Veranstaltung des Bundeskoordinatorenteams KJP, DPWV Gesamtverband Berlin unter der Führung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Thüringen statt. Hierbei handelte es sich um eine bundesweite Arbeitstagung für Fach- und Leitungskräfte der Jugendsozialarbeit den Arbeitsgemeinschaften, sowie optierenden Kommunen gemäß SGB II und der Jugendhilfe. Unter dem Thema „Am besten die Kinder blieben klein“ (Erich Kästner) - Impulse für die Förderung Jugendlicher im SGB II - trafen sich die bundesweiten Führungskräfte im Leipziger Kongresszentrum KUBUS.

Mit dieser Tagung sollen aus Sicht der Jugendsozialarbeit Impulse für eine erfolgreiche Umsetzung des Gesetzes gegeben werden. Im Mittelpunkt standen dabei folgende Themenschwerpunkte:
• Gute Praxisansätze für einen Transfer in der Jugendsozialarbeit
• Erfolgreiche Beiträge aus dem „Wettbewerb Jugend in Arbeit“
• Das Aufzeigen gelingender Kooperation der Akteure im SGB II
• Die Information und der Austausch über Instrumente des SGB II
• Aktuelle Forschungsergebnisse zur Lebenslage Jugendlicher am Übergang von Schule zum Beruf
• Position und Forderung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes zur Umsetzung des Gesetzes

In diesem Rahmen wurde das Soziale Integrations-Zentrum (SIZ) als Musterbeispiel zur Vorführung ihrer Arbeitsansätze eingeladen.

In einem 90minütigen Forum stellten HORIZONT-SIZ-Teamleiterin Stefanie Seeboth und Sozialpädagoge Thomas Rzepus vor einem breiten Fachpublikum von Geschäftsführern, Doktoren und Professoren, das SIZ in seiner Arbeitsmethodik vor. Hier wurde das am 1.März 2006 ins Leben gerufene Modellprojekt der ARGE Nordhausen/ HORIZONT in seiner Arbeit mit benachteiligten Jugendlichen detailliert dargestellt. Praxisbezogene Arbeitsansätze, individuelle Angebote und passgenaue Maßnahmen beeindruckten das Fachpublikum nachhaltig, so das der Zeitrahmen um 20 min gestreckt werden musste.

Das sehr interessierte Publikum saugte die beiden Mitarbeiter/innen mit ihren vielen Fragen aus und bekundete großes Interesse an der Umsetzung in ihren einzelnen Kommunen. Das Projekt wurde als passgenau Maßnahme im SGB II beschrieben, um effektiv mit den jugendspezifischen Problemlagen umzugehen, sie zu bearbeiten und somit einen reibungslosen Übergang in Ausbildung oder Beruf zu gewährleisten.

„Die Erfolgsstatistik des SIZ lässt bereits nach kurzer Anlaufphase erkennen, zu was es im Stande ist!“, so die Leiterin der Fachtagung, Christine Fiedler, vom Paritätischen Thüringen im Abschlussplenum der bundesweiten Fachtagung. Eine weitere Zusammenarbeit seitens des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes mit dem SIZ wird sehr begrüßt und bestärkt die Mitarbeiter/innen des Teams in ihrer täglich zu leistenden Arbeit. Sollte das Projekt über die Landesgrenzen ausgeweitet werden, könnte aus diesem Projekt ein arbeitsmarktpolitisches Instrument entstehen, welches in Nordhausen Schule gemacht hat.
Autor: nnz

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