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Nicht mehr so beliebt

Dienstag, 26. September 2006, 11:13 Uhr
Nordhausen (nnz). Der Freistaat Thüringen, die Denkfabrik oder das grüne Herz Deutschlands, all das scheint beim Urlauber nicht mehr allzu beliebt zu sein. Da kommt denn auch der Südharz nicht am besten weg. Zu den Zahlen geht’s mit einem einzigen Klick.


Im Juli 2006 meldeten die Thüringer Beherbergungsbetriebe (mit 9 und mehr Betten) und Campingplätze (ohne Dauercamping) rund 299.000 Gäste. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 5,8 Prozent weniger Gäste als im Juli 2005. Die Zahl der Übernachtungen ging um 12,2 Prozent auf rund 886.000 zurück. Die Gäste verweilten mit durchschnittlich 3 Tagen kürzer als im entsprechenden Vorjahresmonat (3,2 Tage). Touristische Großveranstaltungen beeinflussten das Juli-Ergebnis positiv.

In Deutschland stieg die Zahl der Übernachtungen nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 2 Prozent auf rund 41,5 Millionen Übernachtungen.

In den sechs Thüringer Reisegebieten verlief die Entwicklung der Gäste- und Übernachtungszahlen unterschiedlich. Die Beherbergungsbetriebe im Reisegebiet „Übriges Thüringen“ meldeten im Juli 2006 im Vergleich zum Juli 2005 5,6 Prozent mehr Gäste und 1,1 Prozent mehr Übernachtungen. Hier verweilten die Gäste mit durchschnittlich 3,5 Tagen am längsten. Dagegen wurden im Südharz mit - 0,3 Prozent nur geringfügig weniger Gäste, aber 5,9 Prozent mehr Übernachtungen verbucht.

Weniger Gäste- und Übernachtungszahlen meldeten alle anderen Reisegebiete: Thüringer Rhön (- 0,2 bzw. - 5,6 Prozent), die Städte Eisenach, Erfurt, Jena und Weimar (- 4,3 bzw. - 4,2 Prozent), das Thüringer Vogtland (- 7,5 bzw. - 1,0 Prozent), der Thüringer Wald (- 11,7 bzw. - 21,6 Prozent). Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Ergebnis vom Juli 2005 von verschiedenen touristischen Großveranstaltungen stark beeinflusst wurde (z.B. das Bundescamp der Royal Rangers in Metebach, Landkreis Gotha).

Von Januar bis Juli 2006 kamen rund 1,7 Millionen Gäste nach Thüringen, die knapp 4,9 Millionen Übernachtungen buchten. Das waren 1,5 Prozent weniger Gäste und 2,7 Prozent weniger Übernachtungen als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Anmerkung: Zum Reisegebiet Übriges Thüringen gehören die Landkreise Eichsfeld, Kyffhäuserkreis, Saale-Holzland-Kreis, Sömmerda, Unstrut-Hainich-Kreis und Weimarer Land sowie der überwiegende Teil des Altenburger Landes.
Autor: nnz

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